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Die Dialektik der Aufklärung als Antiziganismuskritik

Vortrag in der TU Darmstadt von Markus End am 11.07.2018, 18 Uhr in der TU Darmstadt, Hörsaal 226 im Alten Hauptgebäude (S1|03). Hochschulstraße 1, 64289 Darmstadt

Der Verband Deutscher Sinti und Roma Landesverband Hessen hat im Sommersemester 2018 eingeladen zu einer Vortragsreihe „Einführung  in die Antiziganismusforschung“ an der TU Darmstadt in Kooperation mit dem AStA.

Der Vortrag von Markus End markiert den Abschluss der Vortragsreihe.

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Antiziganismus, Kolonialismus, Neoliberalismus – eine Analyse aus Sicht der Selbstorganisationen

Donnerstag, 05.07.2018, 18 Uhr, DenkStätte im Stadtarchiv Duisburg, Karmelplatz 5

Merfin Demir, Vorsitzender der interkulturellen Jugendselbstorganisation von Roma und Nichtroma in Nordrhein-Westfalen Terno Drom e. V.

Im Rahmen des Vortages wird der Rassismus gegen Sinti und Roma als ein historisch gewachsener Rassismus gegenüber als archaisch markierten Menschen dargelegt. Es wird auf die Wechselwirkung und die Abgrenzung gegenüber dem Kolonialrassismus und auch gegenüber dem Antisemitismus eingegangen. Besondere Bedeutung hat der Rassismus gegenüber Sinti und Roma im Zusammenhang der Leistungsgesellschaft als Teil des Neoliberalismus. Mit der Finanzkrise hat sich der Rassismus gegenüber Roma in Osteuropa verstärkt. Nicht zuletzt ist diese Analyse wichtig, um daraus Rückschlüsse, Konzepte und Handlungen zu folgern. Das gilt insbesondere für eine Gesellschaft, die auf die freiheitlich-demokratische Grundordnung beruht und somit auch für eine demokratische Stadtgesellschaft. Daraus ergibt sich insbesondere, dass wissenschaftliche Erkenntnisse in die Praxis umgesetzt werden müssen, obwohl diese Erkenntnisse oft als zu theoretisch diskreditiert werden.

Kooperationspartner und Förderer

Die Veranstaltungsreihe wird vom Arbeitskreis Antiziganismus im Duisburger Institut für Sprach- und Sozialforschung durchgeführt in Kooperation mit dem Zentrum für  Erinnerungskultur, Menschenrechte und Demokratie.

Sie wird gefördert durch die Amadeu Antonio Stiftung und durch den AStA der Uni Duisburg/Essen.

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Diskriminierung und Ausgrenzung entgegenwirken. Partizipation, Empowerment und Chancengleichheit für Roma und Sinti

6.Vernetzungstreffen des Landesdemokratiezentrums für Vielfalt und Respekt, 28.06.2018, 09:30 – 16:30 Uhr, Werkstatt der Kulturen, Wissmannstraße 32, 12049 Berlin

Über das Bundesprogramm „Demokratie leben!“ wie auch im Landesprogramm gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus werden in Berlin Projekte gefördert, die sich gegen die Diskriminierung und Ausgrenzung und für die Gleichbehandlung und das Empowerment von Sinti*zze und Rom*nja einsetzen. Auf der Veranstaltung werden verschiedene Ansätze dieser Arbeit vorgestellt und aktuelle Fragen der Prävention von Antiziganismus diskutiert.

Wir bitten Sie, sich zu der Veranstaltung spätestens bis zum 25.06.2018 unter folgender Adresse anzumelden

vernetzungstreffenlads@ariadne-an-der-spree.de

Sollten Sie Assistenzbedarf benötigen, möchten wir Sie bitten, uns diesen formloser in Ihrer Anmeldungsemail mitzuteilen.

Vergangene Veranstaltungen

Ausgrenzung und Antiziganismus in Duisburg-Marxloh

Freitag, 22.06.2018, 14 Uhr, DenkStätte im Stadtarchiv Duisburg, Karmelplatz 5

Sylvia Brennemann, Kinderkrankenschwester, engagiert sich seit Jahren in ihrem Stadtteil Duisburg-Marxloh.

Der sogenannte Problemstadtteil Duisburg Marxloh landet in den letzten Jahren immer wieder in die Schlagzeilen, wenn es darum geht, mit der Zuwanderung von Romafamilien mediale Stimmungsmache gegen selbige zu produzieren. Aus Sicht der Referentin handelt es sich um ein klares Ablenkungsmanöver, um von den eigentlichen Problemen, wachsende Armut, Ausgrenzung und Rassismus abzulenken. Die Referentin beschreibt in ihrem Vortrag die alltäglichen Probleme der betroffenen Romafamilien, denn noch immer ist ein Großteil der Betroffenen von staatlich existentiellen Leistungen ausgeschlossen, Tausenden fehlt noch immer der Zugang zu einer Krankenversicherung und somit zu einer angemessenen Gesundheitsversorgung. Menschenwürdiger und bezahlbarer Wohnraum steht ihnen zumeist nicht zur Verfügung, noch immer fehlen hunderte Schulplätze.
Die Kinderkrankenschwester Sylvia Brennemann lebt in Marxloh und engagiert sich seit Jahren im Stadtteil u.a. im Petershof und in der Praxis für Menschen ohne Krankenversicherung, die im Petershof angesiedelt war. Ihre politische Forderung nach gleichen Rechten für alle stösst vor allem im örtlichen Rathaus auf großen Widerstand. Sylvia Brennemann dazu: „Die Vertreibungs- und Verdrängungsversuche seitens der Stadt zementieren eine humanitäre Katastrophe, der soziale Frieden im Stadtteil ist massiv gefährdet.“

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Ausgegrenzt, verfolgt, ermordet. Ausstellung über das Leben von Sinti und Roma in Lichtenberg

Ausstellungseröffnung in Berlin am 22.06.2018, 19:00 Uhr; Veranstaltungsort: Museum Lichtenberg, Türrschmidtstraße 25, 10317 Berlin

Dem Völkermord der Nationalsozialisten fielen viele der in Lichtenberg lebende Sinti und Roma zum Opfer. Das Zwangslager in Marzahn – damals Ortsteil von Lichtenberg – war der Internierungsort hunderter in Berlin verhafteter Menschen. Unzählige von ihnen wurden in Konzentrations- und Vernichtungslager deportiert. Einige wenige überlebten. Stellvertretend für viele Ungenannte werden einige Schicksale vorgestellt, die mit den historischen Vorgängen im ehemaligen Bezirk Lichtenberg verbunden sind.

Zur Eröffnung sprechen:

Begrüßung: Michael Grunst, Bezirksbürgermeister

Grußwort: Petra Rosenberg, Vorsitzende des Landesverbandes Deutscher Sinti und Roma Berlin-Brandenburg e.V.

Einführung: Barbara Danckwortt, Kuratorin

Musik: Martin Weiss, Janko Lauenberger

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Vom Vergessen zum Porajmos, dem „Roma-Holocaust“

Vortrag an der TU Darmstadt von Ljiljana Radonić am 13.06.2018, 18:00 Uhr, TU Darmstadt Hörsaal 226 im Alten Hauptgebäude (S1|03), Hochschulstr. 1, 64289 Darmstadt
Hochschulstr. 1

Der Verband Deutscher Sinti und Roma Landesverband Hessen lädt im Sommersemester 2018 ein zu einer Vortragsreihe „Einführung  in die Antiziganismusforschung“ an der TU Darmstadt in Kooperation mit dem AStA.

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ANTIZIGANISMUS IM FILM AM BEISPIEL DES KINDER- UND JUGENDFILMS NELLYS ABENTEUER

Rote Flora, Achidi-John-Platz 1, 20357 Hamburg; Die Türen zur Flokü (Links neben den Treppen) öffnen um 19:00 Uhr – der
Vortrag beginnt um 20:00 Uhr.

Der 2016 in Deutschland und Rumänien produzierte Film Nellys Abenteuer sorgte im letzten Jahr für eine kontrovers geführte öffentliche
Debatte über Antiziganismus im Film. Auf der einen Seite betonte das Film-Team, dass der Film die Geschichte von Freundschaft und Überwindung kultureller Grenzen erzähle, da Nelly letztlich von den Roma-Kindern Tibi und Roxana gerettet wird. Auf der anderen Seite betonte die Kritik die der Geschichte zugrunde liegende Darstellung der Roma-Figuren im Film entlang antiziganistischer Stereotype. Der Zentralrat Deutscher Sinti und Roma appellierte an die gesellschaftliche Verantwortung öffentlich rechtlicher Sendeanstalten und forderte von diesen, auf die Ausstrahlung des Films zu verzichten.

 

Der Vortrag soll neben einer kurzen Einführung in Begriff und Geschichte des Antiziganismus entlang dreier Fragestellungen eine Perspektive auf das Verhältnis von Antiziganismus und Film sowie Antiziganismus in öffentlichen Debatten eröffnen: Es sollen die Darstellungen im Film vor dem Hintergrund ihres gesellschaftlichen Bedeutungsgehalts erörtert werden, sowie die Debatte um den Film kritisch reflektiert und hieraus Thesen für antiziganismuskritische Filmanalysen entwickelt werden.

Pavel Brunßen ist Verfasser eines Gutachtens zum Film “Nellys Abendteuer” sowie Mitglied der Gesellschaft für Antiziganismusforschung.

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Fachtag „Antiziganismus in der Sozialen Arbeit“

Wir möchten Sie herzlich zu diesem Fachtag einladen, der am Freitag, den 8. Juni, 10:00 Uhr bis 15:30 Uhr an der Hochschule RheinMain, Fachbereich Sozialwesen, C-Gebäude, Kurt-Schumacher-Ring 18 (Wiesbaden) stattfindet.

Im Mittelpunkt des Fachtages stehen drei Vorträge (10:15 Uhr-12:00 Uhr) und themenbezogene Workshops.

Vorträge

  • Geschichtsbewusste Auseinandersetzung mit Antiziganismus, Prof. Astrid Messerschmidt (Bergische Universität Wuppertal)
  •  Antiziganismus in Schule und Gesellschaft, Romeo Franz (Geschäftsführer der Hildegard-Lagrenne-Stiftung für Bildung, Inklusion und Teilhabe von Sinti und Roma in Deutschland sowie zukünftiger Europaabgeordneter für Bündnis 90/Die Grünen)
  • Zur Gegenwart des Antiziganismus in Deutschland, Dr. Markus End (Vorsitzender der Gesellschaft für Antiziganismusforschung)

Für die Workshops am Nachmittag bitten wir Sie, sich bis zum 30.Mai 2018 anzumelden, da die Teilnehmer*innenzahl begrenzt ist. Die Anmeldung erfolgt per mail unter: anmeldung@sinti-roma-hessen.de. Bitte geben Sie bei Ihrer Anmeldung den Workshop ihrer Wahl an.

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Gekonnt handeln – gegen Antiziganismus / Frankfurt am Main

Trainings zur kritischen Auseinandersetzung mit Antiziganismus: 08.06.2018, von 09:00 bis 17:00, HAUS AM DOM, Bistum Limburg, Domplatz 3, 60311 Frankfurt a. M.

Die Bundeszentrale für politische Bildung/bpb konzipiert in der Methoden-Handreichungsreihe „Gekonnt handeln“ eine Ausgabe zur kritischen Auseinandersetzung mit Antiziganismus. Darin sollen Methoden und Aktivitäten zur Bekämpfung von Antiziganismus im Alltag vorgestellt werden, die von Praktikerinnen und Praktikern bereits erfolgreich eingesetzt werden.

Bevor die Drucklegung erfolgt, sollen die Aktivitäten in der Praxis getestet werden – durch geübte politische Bildnerinnen und Bildner. Dafür organisiert die bpb zwei Erprobungsworkshops an verschiedenen Orten Deutschlands: in Duisburg und in Frankfurt am Main.

Haben Sie Interesse, als Teilnehmerin oder Teilnehmer daran mitzuwirken? Dann bewerben Sie sich für eine der beiden ganztägigen Erprobungen!

Bitte melden Sie sich bis zum 30. Mai 2018 an.

Für Multiplikatorinnen und Multiplikatoren aus der schulischen und außerschulischen politischen Jugend- und Erwachsenenbildung, Fortbildung und aus Vereinen, Verbänden, Initiativen und Bündnissen gegen Rechtsextremismus, Rassismus, Antisemitismus und Antiziganismus.

Veranstalter ist die Bundeszentrale für politische Bildung/bpb

Hanne Wurzel
Leiterin Fachbereich „Extremismus“
Adenauerallee 86
53113 Bonn
hanne.wurzel@bpb.de

Ordnungsrecht und/oder Integration. Zuwanderung aus Bulgarien und Rumänien seit 2011

Freitag, 08.06.2018, 14 Uhr, DenkStätte im Stadtarchiv Duisburg, Karmelplatz 5, 47051 Duisburg

Joachim Krauß, M.A., Arbeitsgruppenleiter Migration und Integration der AWO in Duisburg und Doktorand am Zentrum für Antisemitismusforschung der TU Berlin.

Joachim Krauß wird über die aktuelle Lage der Stadt Duisburg als Brandherd antiziganistischer Stimmungsmache sprechen und dabei insbesondere die Perspektive institutioneller Integrationsangebote berücksichtigen.

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Bürgerrechtsfilm „Kampf um Anerkennung“

Dienstag, 5.6.2018, 19 Uhr im Murnau-Filmtheater,  Murnaustr. 6, 65189 Wiesbaden. Eine Veranstaltung im Rahmen der Wiesbadener Kulturwochen gegen Anitiziganismus.

Der Dokumentarfilm „Kampf um Anerkennung“ dokumentiert die politische Organisierung und Bürgerrechtsarbeit der deutschen Sinti und Roma seit 1979. Im Gespräch mit damaligen Akteurinnen und Akteuren greift die Filmdokumentation wichtige Meilensteine der Bürgerrechtsarbeit in Hessen aus vier Jahrzehnten auf. Dazu gehören insbesondere die Gedenkveranstaltung in der Frankfurter Paulskirche und die Errichtungdes Mahnmals für die deportierten Sinti und Roma in Wiesbaden Anfang der 1990er Jahre.

Im Anschluss Gesprächsrunde mit Margarethe Goldmann‚ Kulturdezernentin der Landeshauptstadt Wiesbaden a.D.

 

 

Eröffnung der Wiesbadener Kulturwochen gegen Antiziganismus

Dienstag 29.05.2018, 19:00 Uhr, Stadtmuseum am Markt (Marktplatz 3, 65183 Wiesbaden)

Im März 2018 jährt sich die Deportation der Wiesbadener Sinti nach Auschwitz zum 75. Mal. Vom 29. Mai bis zum 22. Juni 2018 veranstaltet der Hessische Landesverband der deutschen Sinti und Roma gemeinsam mit zahlreichen KooperationspartnerInnen erstmals „Kulturwochen gegen Antiziganismus“ in der Hessischen Hauptstadt.

Im Rahmen der Kulturwochen wird die neue mobile Ausstellung des Landesverbands „Der Weg der Sinti und Roma“ im Wiesbadener Stadtmuseum am Markt ausgestellt, der neue Bürgerrechtsfilm des Verbands erstmals in Wiesbaden in einem Kino, dem Murnau-Filmtheater, gezeigt sowie ein Fachtag zu „Antiziganismus in der Sozialen Arbeit“ an der Hochschule RheinMain in Kooperation mit zwei Professorinnen stattfinden.

Beteiligt sind neben dem Stadtmuseum am Markt das Stadtarchiv und das Kulturamt der Landeshauptstadt, das Aktive Museum Spigelgasse, Demokratie Leben in Wiesbaden, gegen Vergessen – für Demokratie e.V., der DGB Kreisverband Wiesbaden-Rheingau-Taunus, die Volkshochschule Wiesbaden, die Jugendinitiative Spiegelbild sowie weitere Kooperationspartner.

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Antiziganismuskritische Bildung in der national-bürgerlichen Konstellation

Freitag, 25.05.2018, 14 Uhr, DenkStätte im Stadtarchiv Duisburg, Karmelplatz 5, 47051 Duisburg

Prof. Dr. Astrid Messerschmidt, Professorin für Erziehungswissenschaft mit dem Schwerpunkt Geschlecht und Diversität an der Bergischen Universität Wuppertal.

Der Vortrag skizziert Konturen für eine historisch reflexive Auseinandersetzung mit Antiziganismus und verortet diesen in der Geschichte der Herausbildung von bürgerlichen Nationalstaaten. Der Antiziganismus stabilisiert sich im Kontext der Nationenbildung im Übergang vom 18. zum 19. Jahrhundert in Europa. Bürgerlichkeit und nationale Identität gehen ein Bündnis ein und grenzen diejenigen aus, die als Fremde und Abweichende adressiert werden können. Nationalismus und Rassismus verschränken sich zu einer Konstellation der Ausgrenzung und Abwertung. Parallelen und Unterschiede zum Antisemitismus lassen sich feststellen. Die Wirkung und Bedeutung der Verfolgungsgeschichte bis zum NS-Völkermord ist für ein antiziganismuskritisches Geschichtsbewusstsein zu berücksichtigen. Wie die Mechanismen des Fremdmachens bis in die Gegenwart hinein funktionieren, ist Thema des Vortrags, wobei insbesondere Bildungsinstitutionen und Integrationsmaßnahmen kritisch betrachtet werden.

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Sinti und Roma in Geschichte und Gegenwart

Fortbildung am Donnerstag, 24. Mai 2018 in der Berliner Landeszentrale für politische Bildung, Seminarraum 1 ,  Hardenbergstraße 22-24, 10623 Berlin
Referierende: Tobias von Borcke, Lisa Willnecker, beide: Berliner Projektbüro des Dokumentations- und Kulturzentrums Deutscher Sinti und Roma

Sinti und Roma leben seit Jahrhunderten in Europa. Bis heute sind sie mit Vorurteilen konfrontiert, die im kollektiven Bewusstsein der Mehrheitsgesellschaft tief verwurzelt sind. „Antiziganismus“ ist eine Form der Gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit und äußert sich von (non-)verbaler Diskriminierung bis zu gewalttätigen Übergriffen.

Wer sind „Sinti und Roma“ und was ist „Antiziganismus“? Und was hat das eine mit dem anderen zu tun? Neben der Vermittlung grundlegender Kenntnisse über Geschichte und Gegenwart von Sinti und Roma sowie Erscheinungsformen, Dimensionen und Wirkungsweisen des Antiziganismus werden pädagogische Handlungsoptionen thematisiert. Einblicke in die Arbeit des Dokumentations- und Kulturzentrums Deutscher Sinti und Roma liefern dafür die Basis.

Die Fortbildung findet in Kooperation mit dem Berliner Projektbüro des Dokumentations- und Kulturzentrums Deutscher Sinti und Roma statt.

Die Teilnahme ist entgeltfrei. Bitte melden Sie sich online an.

Julia Hasse
E-Mail: julia.hasse@senbjf.berlin.de
Tel.: 90227 4965
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Narrative des Widerstands von Sinti und Roma

Die Veranstaltung findet statt am Samstag, 19. Mai 2018, um 17 Uhr im DokuZ Sinti und Roma Berlin Prinzenstraße 84 Aufgang 2
10969 Berlin (Zugang über Oranienstraße)

Ein Gespräch zum Gedenken an den 16. Mai 1944, den Roma-Widerstandstag. Mit Beteiligung von Rita Prigmore, Petra Rosenberg und dem Projekt Romane Krla.

Die Veranstaltung erinnert an den Aufstand, den gefangene Sinti und Roma am 16. Mai 1944 in Auschwitz-Birkenau organisiert haben. Anlass war der Versuch der SS, alle Sinti und Roma im Lager umzubringen.

Das Projekt Romane Krla lädt aus diesem Anlass zu einem Gespräch und befragt hierzu Sinti und Roma aus verschiedenen Generationen zu ihren persönlichen Geschichten und Erfahrungen von Überleben und Widerstand.

Gefördert wird die Veranstaltung von dem EVZ Programm Migration und Erinnerungskultur

Anmeldung unter jose@amarodrom.de bis zum 18.Mai 2018

 

Neue Bildungsmaterialien zum Widerstand von Sinti und Roma gegen den Nationalsozialismus

Mittwoch, 16.05.2018 09:00 Uhr – 14:00 Uhr,  Gedenkstätte Deutscher Widerstand, Stauffenbergstraße 13-14, 10785 Berlin, Saal 2A

Lernwerkstatt und Multiplikator*innen-Fortbildung anlässlich des 74. Jahrestages des Aufstandes von Sinti und Roma im Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau am 16. Mai 1944.

Die Veranstaltung richtet sich an alle Interessierten, in erster Linie aber an Lehrer_innen und Schulklassen. Weitere Informationen zu Programm und Anmeldung folgen bald.

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Stadtrundgang: Zur Geschichte der Heidelberger Sinti

Mittwoch, 16.05.2018 17:00 Uhr, Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma, Bremeneckgasse 2, 69117 Heidelberg

Unter den am 22. Mai 1940 „in den Osten“ deportierten badischen Sinti befanden sich viele Familien, die zuvor in der Heidelberger Altstadt und in Ludwigshafen gelebt hatten. Gemeinsam mit der Bürgerrechtlerin Ilona Lagrene erinnern wir in Form eines Stadtrundgangs an diese Menschen. Die gebürtige Heidelbergerin Ilona Lagrene war von 1990 bis 1996 Vorsitzende des Verbands Deutscher Sinti und Roma Baden-Württemberg und setzt sich unermüdlich dafür ein, die Erinnerung an die Heidelberger Sinti-Familien zu bewahren. Der Rundgang durch die Altstadt beginnt im Innenhof des Dokumentationszentrums und schließt dort im Seminarraum mit einem vertiefenden Vortrag ab.

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Doing Gender und Doing Gypsy

Das Bild der „Zigeunerin“ als Potenzierung von Stereotypen: Anmerkungen zum Wechselverhältnis von Geschlecht und Ethnie; Vortrag am Dienstag, 15.05.2018, 17 Uhr, DenkStätte im Stadtarchiv Duisburg, Karmelplatz 5, 47051 Duisburg

Rafaela Eulberg, M.A., wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Abteilung Religionswissenschaft des Forums Internationale Wissenschaft der Universität Bonn.

Der Vortrag zeigt Parallelen in der diskursiven Konstruktion einer weiblichen Identität und einer spezifischen „Zigeuneridentität“ auf, als von der Norm abweichende Gruppen.

Die Konstruktion einer spezifisch weiblichen „Zigeuneridentität“ beinhaltet dabei vielfach eine Potenzierung der Konstruktion eines „zigeunerischen“ wie auch eines spezifisch weiblichen Wesens. Exemplarisch werden verschiedene Topoi der parallelen Konstruktion vorgestellt, wie die Gegenüberstellungen „saubere Kulturmenschen vs. schmutzige Naturkinder“ (Zigeuner und Frauen als naturnahe Wesen) und „religiöse Vernunft vs. magische Irrationalität“ (Zigeuner und Frauen als übersinnlich Begabte). Gemeinsam ist diesen konstruierten Gegensätzen ein gleichzeitiges Exotisieren wie auch Dämonisieren der als minderwertig angesehenen Gruppe. Die Potenzierung der Konstruktionen wird im Bild der wahrsagenden Zigeunerin wie auch der Zigeunerin als erotische femme fatale deutlich.

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Momentaufnahme: 20. April 1951, NYC

Dienstag, 15.05.2018 18:00 Uhr, Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma, Bremeneckgasse 2, 69117 Heidelberg

Als Burt Glinn am 20. April 1951 auf den Auslöser seiner Kamera drückt, fängt er einen ganz besonderen Moment ein. Sechs Frauen demonstrieren auf einer Militärparade mit Transparenten und Fahnen ihre Zugehörigkeit zur Sinti- und Roma-Minderheit und ihre Identität als Amerikanerinnen. Was wir nicht sehen können: Es handelt sich um eine zufällig eingefangene Szene einer ganzen Fotoserie, die sich in mitten der politischen und gesellschaftlichen Auseinandersetzung um die Rolle der USA im Korea-Konflikt abspielt. André Raatzsch, Referatsleiter imDokumentationszentrum, stellt diese „Momentaufnahme“ vor und lädt dazu ein im Gespräch mit ihm die Bilderpolitik der Sinti- und Roma-Darstellungen zu hinterfragen, kritisch zu reflektieren und mit dem dazugehörigen fotografischen Diskurs zu verbinden.

Die Veranstaltung findet im Rahmen der Heidelberger Museumswoche 2018 statt.

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Von der Tsiganologie zum Antiziganismus: Antiziganismus als kritischer Perspektivwechsel

Am 15.05.2018 um 18:00 Uhr referiert Tobias Neuburger  in der TU Darmstadt Hörsaal 226 im Alten Hauptgebäude (S1|03), Hochschulstr. 1, 64289 Darmstadt

Der Verband Deutscher Sinti und Roma Landesverband Hessen lädt im Sommersemester 2018 ein zu einer Vortragsreihe „Einführung  in die Antiziganismusforschung“ an der TU Darmstadt in Kooperation mit dem AStA.

Sensibilisierung gegen antiziganistische Vorurteile

Eintägige Veranstaltung der Ver­wal­tungs­aka­de­mie des Bun­des (VAB) am 7. Mai 2018 in Schloss Laudon (Se­mi­nar­nr: BS 207), Hohenstaufengasse 3, 1010 Wien, Österreich

Am Bei­spiel des Anti­ziganis­mus wird erarbeitet, wie Stereotype wir­ken und in wel­cher Weise sie de­konstru­iert wer­den kön­nen. Die Diskrimi­nie­rung einer Volksgruppe be­ein­träch­tigt deren Lebens­qua­li­tät er­heb­lich Relevante Begrifflichkeiten (z. B. Eigen- und Fremdbezeichnungen)

  • Geschichte und Verfolgung der Roma und Sinti
  • Fragen zur gegenwärtigen Diskriminierungssituation von Sinti und Roma un­ter Be­rück­sich­ti­gung des Anti­ziga­nismus­be­rich­tes – Stand der For­schung
  • Individuelle und kollektive Selbstbehauptungspraktiken
  • Österreichische Beispiele für Best Practice: Präsen­ta­tion von Pro­jek­ten aus dem öf­fent­li­chen Sek­tor, die zu einer bes­se­ren In­klu­sion von Roma und Sinti bei­tragen.

Vortragende: Mag.a Andrea Härle, Romano Centro und Herr Samuel Mago, Romano Centro

Die Veranstaltung ist auch für Ge­mein­de- und Landes­be­diens­tete kosten­frei zu­gäng­lich. Eine An­mel­dung ist über den Dienst­weg erfor­der­lich. Bei of­fe­nen Fragen wen­den Sie sich an Frau Mag.a Margret Lammert (01-53115-2017236, margret.lammert@bmoeds.gv.at) von der Ver­wal­tungs­akade­mie des Bundes.

Eröffnung der „Begegnungsreihe Sinti & Roma in Europa“

Der Verband Deutscher Sinti und Roma, Landesverband Baden-Württemberg e.V. lädt zur Eröffnung der „Begegnungsreihe Sinti & Roma in Europa“ am Samstag, den 28. April 2018 um 18:00 Uhr im Kulturhaus RomnoKher, B7 16, 68159 Mannheit ein.

Im Fokus der Veranstaltung steht die kulturelle und traditionelle Welt der griechischen Roma.Das Motto des Abends „Romani Mera“ kommt aus dem Griechischen und bedeutet „Tag der Roma“.

An diesem Abend werden durch gutes Essen und verschiedene Darbietungen alle fünf Sinne des menschlichen Organismus angesprochen: Hören, Sehen, Riechen Fühlen und Schmecken.

Der in Griechenland berühmte Gitarrist und Sänger Alexandros Chatzis und seine Bandkollegen Nikolaus Chassirtzis (Buzuki) und Emanouil Milonakis (Pianist) nehmen die Zuhörer mit auf eine musikalische Reise durch Griechenland und schaffen mit traditioneller griechischer Romamusik eine besondere Atmosphäre.

Eine Anmeldung ist aus organisatorischen Gründen bis zum 16.04.2018 erforderlich, telefonisch unter 0621-911 091 00 oder per Email unter veranstaltung@sinti-roma.com.

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Verachtung und Romantisierung. Zur Sozialpsychologie der Roma-Feindlichkeit

Freitag, 27.04.2018, 14 Uhr, DenkStätte im Stadtarchiv Duisburg, Karmelplatz 5
Dr. Sebastian Winter, Inhaber der Gastprofessur für kritische Gesellschaftstheorie an der Justus-Liebig-Universität Gießen.

Zwei Merkmale, die alle Ressentiments gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit teilen, treten an der Roma-Feindlichkeit in besonderer Deutlichkeit hervor: Erstens die Ambivalenz von Verachtung und Romantisierung gegenüber der stigmatisierten Gruppe und zweitens die Aktivität „von unten“, welche den Staat drängt, institutionelle und rechtliche Diskriminierungen auszuweiten. In der kapitalistischen Leistungsgesellschaft werden Parias benötigt, die als exkludierte „homines sacri“ verkörpern, was allen droht, wenn sie nicht selbstdiszipliniert und arbeitsam genug sind. Umgekehrt können diese als nicht-bürgerliche „Outlaws“ dadurch aber auch zum Stellvertreter eines Glücksversprechens werden. Innere und äußere Exklusionen sind homolog: Die psychoanalytische Sozialpsychologie untersucht, wie der gesellschaftliche Ausschluss sich innerpsychisch über projektive Abwehrprozessen als Gefühlsambivalenz niederschlägt und in einem Verfolgungsdrang mündet.

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„Die Akte Zilli Reichmann. Zur Geschichte der Sinti im 20. Jahrhundert“

Vortrag und Buchvorstellung der Forschungsstelle Antiziganismus am 23. April 2018, 18.15 Uhr im Hörsaal des Historischen Seminars, Grabengasse 3-5, 69117 Heidelberg

Der Historiker Heiko Haumann gibt am Beispiel der Biografie von Zilli Reichmann (* 1924) tiefe Einblicke in Lebenswelten deutscher Sinti im 20. Jahrhundert. Er bettet die Zeitzeugenaussagen seiner Protagonistin und weitere historische Quellen in den Forschungsstand zur Gesamtgeschichte der Sinti und Roma ein. Im Zentrum seines Buches steht die Verfolgung von Zilli Reichmann im Nationalsozialismus.
An den Erinnerungen Reichmanns entlang erzählt Haumann auch von der fortgesetzten Diskriminierung der deutschen Sinti nach 1945 sowie von deren langem Kampf um politische und gesellschaftliche Anerkennung. Auf Grund der Dominanz der vormaligen Täter und der Persistenz rassistischer Deutungsmuster blieb das Leben der Minderheit im Nachkriegsdeutschland jahrzehntelang überschattet. So resümiert Andreas Wang in seiner Rezension in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vom 28. Februar 2017: Indem „Die Akte Zilli Reichmann“ unglaubliche Kontinuitäten aufzeige, werde sie „zu einer Anklageschrift“.

Prof. Dr. Heiko Haumann war von 1991 bis 2010 Professor für Osteuropäische und Neuere Allgemeine Geschichte am Historischen Seminar der Universität Basel.

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Elemente des Antiziganismus

Mittwoch, 18. April 2018 – 18:00 bis 22:00, S1|03 226, AStA der TU Darmstadt, Hochschulstr. 1, 64289 Darmstadt

Der Abbau von hartnäckigen und langjährig tradierten Vorurteilen erfordert eine fundierte Analyse und Kritik ihrer Grundlagen und Funktionsweisen.

Daher organisiert der Hessische Landesverband der deutschen Sinti und Roma in Kooperation mit dem AStA der TU Darmstadt im Sommersemester 2018 erstmals ein Podium, auf dem die Erkenntnisse der sozial- und politikwissenschaftlichen, pädagogischen sowie (sozial-)psychologischen Forschung einem vielfältigen Publikum aus Zivilgesellschaft und Politik nähergebracht werden.

Auch die seit einigen Jahren festzustellenden Aktivitäten von Nachwuchswissenschaftler_innen im Bereich der Antiziganismusforschung werden in die Diskussion einbezogen. Als semesterbegleitendes Podium zielt die angedachte Reihe nicht zuletzt darauf, auch junge Studierende für das Problem des Antiziganismus zu sensibilisieren und so die akademische Auseinandersetzung mit der Thematik für die Zukunft zu stärken. Die weiteren Veranstaltungen werden in Kürze auf Facebook sowie auf der AStA Website veröffentlicht.

Beim ersten Vortrag der Reihe wird das Thema Elemente des Antiziganismus von Franz Maciejewski erläutert:
Antiziganismus steht für ein kulturelles System von weitergegebenen Vorstellungen darüber, wie „Zigeuner“ angeblich sind und sich verhalten. Der Affektlage nach ein Ressentiment handelt es sich um ein tief eingeschliffenes Grundmuster von Xenophobie, vergleichbar nur dem Antisemitismus. Gefragt wird nach den historischen Wurzeln dieses langlebigen (aber nicht ewigen) Zigeunerhasses und den Bedingungen seines Fortbestehens.

Dialektik der Aufklärung als Antiziganismuskritik

Freitag, 13.04.2018, 14 Uhr, DenkStätte im Stadtarchiv Duisburg, Karmelplatz 5
Dr. Markus End, Vorstandsvorsitzender der Gesellschaft für Antiziganismusforschung e.V.

Die deutschsprachige Antisemitismusforschung wie auch die Antisemitismuskritik eines Teils der deutschen Linken sind maßgeblich geprägt durch die „Dialektik der Aufklärung“ von Horkheimer und Adorno, insbesondere durch die Thesen zum Antisemitismus. Kaum lässt sich ein Text zum Thema finden, der sich nicht implizit oder explizit auf diese Thesen bezieht. Die sehr viel jüngere deutschsprachige Antiziganismusforschung wie auch die sich entwickelnde Antiziganismuskritik in der Linken haben sich häufig an diesen Vorannahmen und Thesen orientiert, sich auf sie bezogen oder sie modifiziert.

Im Vortrag soll diese Perspektive der Antiziganismuskritik erweitert werden, indem aufgezeigt wird, inwiefern im Text der „Dialektik der Aufklärung“ selbst, insbesondere im Kapitel zum „Begriff der Aufklärung“, bereits der Kern einer materialistischen Theorie des Antiziganismus formuliert ist. Daraus ergeben sich im Anschluss an diese Rekonstruktion weiterführende Thesen zum Verhältnis von Antisemitismus, Antiziganismus und (post-)kolonialem Rassismus.

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ANTIZIGANISMUS IN DER DEBATTE UM SICHERE HERKUNFTSSTAATEN. ZUR KATEGORISIERUNG VON SCHUTZSUCHENDEN.

Vortrag von Markus End, 12. April, Schlosskeller Darmstadt, Am Marktplatz 15, 64283 Darmstadt

Die Unterteilung in „gute“ und „schlechte“ Flüchtlinge, die in der
Öffentlichkeit seit Jahren diskutiert und praktiziert wird, richtet sich
derzeit im Wesentlichen gegen Schutzsuchende vom „Westbalkan“. Diese
werden dabei weitgehend ethnisiert und pauschal als „Roma“ dargestellt
und wahrgenommen.

Im Vortrag sollen einige Mechanismen dieser Debatte anhand einer Analyse
der Bundestagsdebatte zur Erweiterung der Liste sicherer
Herkunftsstaaten herausgearbeitet und analysiert werden. Dabei soll
dargestellt werden inwiefern diese Mechanismen dazu beitragen, eine
weitere Verschärfung des Asylrechts zu legitimieren.

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Projekt „Antiziganismusprävention“ — Teil des Großprojektes Transfer Together

11. April 2018 von 14.00 Uhr bis 17.00 Uhr zur Kick-Off Veranstaltung des Projekts in der Festhalle der Pädagogischen Hochschule Heidelberg (Keplerstraße 87, 69120 Heidelberg)

Das Transfer-Projekt Antiziganismusprävention an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg ist als Teil des Großprojektes Transfer Together in den Arbeitsbereich der Interkulturellen Bildung eingegliedert und im Fach Geschichte angesiedelt.

Im Zentrum des Teilprojektes Antiziganismusprävention steht die Beschäftigung und Auseinandersetzung mit der Diskriminierungsform Antiziganismus. Diese ist im Verhältnis zu anderen Diskriminierungsformen meist unbekannt, weshalb zum einen diese Thematik mit der bereits großen Expertise der PH im Bereich der Inklusion und der Integration und den damit verbundenen bestehenden Strukturen verknüpft werden soll. Zum anderen geht es um eine pädagogische Ausrichtung des Projekts, bei dem die Ent- und Weiterentwicklung von Konzepten zur Antiziganismusprävention unter Partizipation der Minderheit zentral ist. Bisher gibt es keine hinreichend pädagogischen Materialien die zur Prävention verwendet werden können.

Um mit Ihnen ins Gespräch zu kommen, freue ich mich Sie am 11. April 2018 von 14.00 Uhr bis 17.00 Uhr zur Kick-Off Veranstaltung des Projekts in der Festhalle der Pädagogischen Hochschule Heidelberg (Keplerstraße 87, 69120 Heidelberg) begrüßen zu  dürfen. In einer interaktiven Veranstaltung wird das Konzept von Transfer Together sowie alle Teilprojekte aus den Bereichen Interkulturelle Bildung, Prävention und Gesundheitsförderung, Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) und MINT-Bildung vorgestellt.

Im Programm der Veranstaltung stehen nach einer Begrüßung der Gäste durch den Rektor der Hochschule, Prof. Dr. Hans-Werner Huneke, und Grußworten unter anderem ein Beitrag von Dr. Markus Gomer, Leiter des Bereichs Bildung, Gesundheit, Arbeitsmarkt der MRN GmbH, und ein Vortrag des Projektleiters Prof. Dr. Christian Spannagel, in dem die Grundidee, die Themen und die Ziele des Projekts vorgestellt werden. Das Projekt und seine Teilprojekte präsentieren sich im Anschluss im offenen Forum an interaktiven Ständen. Das Forum und ein anschließendes Get-together bieten allen Anwesenden Gelegenheit zum Austausch und Netzwerken.

Um Anmeldung zur Veranstaltung wird bis zum 31.3.2018 gebeten unter transfer@ph-heidelberg.de; weitere Informationen zum Projekt finden Sie auf der Website des Projekts: www.ph-heidelberg.de/transfertogether.

Informationen zur Anreise finden Sie unter www.ph-heidelberg.de/wegbeschreibung.

Wir weisen darauf hin, dass im Rahmen der Veranstaltung Bildaufnahmen zum Zwecke der Verwendung und Veröffentlichung erstellt werden. Selbstverständlich haben Sie das Recht und die Möglichkeit, uns darauf hinzuweisen, dass Sie nicht aufgenommen werden wollen.

Antiziganismus/Rassismus gegen Sinti*ze und Rom*nia

Arbeitsgruppe am Fachtag des Anne Frank Zentrums für pädagogische Mitarbeiter in NS-Gedenkstätten und Multiplikatoren im Feld der Antisemitismusprävention — Arbeitsgruppen zu unterschiedlichen Phänomenen gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit, Schnittstellen zwischen Gedenkstättenpädagogik und Ansätzen der politischen Bildung am 11.04.2018, 10:00 – 16:00 Uhr

Veranstaltungsort: Dokumentationszentrum Topographie des Terrors, Niederkirchnerstraße 8, 10963 Berlin

T0bias von Barke, Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma (Berlin) Eva Adam, Amaro Drom e.V.
Moderation: Franziska Göpner, Anne Frank

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Die Bürgerrechtlerin Hildegard Lagrenne und der Polizeisekretär Wilhelm Helten. Forschungsbericht

Sonntag, 8.04.2018, 15 Uhr, DenkStätte im Stadtarchiv Duisburg, Karmelplatz 5, Nicolás Brochhagen und Wolfgang Esch. Eine ZENTRUM FÜR ERINNERUNGSKULTUR, Karmelplatz 5, 47051 Duisburg

Im Zentrum der Veranstaltung stehen die Bürgerrechtlerin Hildegard Lagrenne und der Duisburger Polizeisekretär Wilhelm Helten. Im Mai 1940 wurde die 19- Jährige Sinteza Hildegard Lagrenne von Duisburg aus in das besetzte Polen deportiert. Für die Verfolgung der Duisburger Sinti und Roma waren Wilhelm Helten und seine Kollegen von der Kriminalpolizei verantwortlich. Hildegard Lagrenne überlebte die NS-Verfolgung und Zwangsarbeit und kehrte 1945 nach Duisburg zurück, wo ihr derselbe Kriminalpolizist eine „Wiedergutmachung“ versprach….

Wie die Geschichte dieser Begegnung anfing und endet präsentieren Wolfgang Esch und der Historiker Dr. des. Nicolás Brochhagen gemeinsam mit Anne Ley-Schalles, wissenschaftliche Mitarbeiterin am ZfE, als Rezitatorin. Der Historiker Dr. Ulrich Opfermann führt die Gäste in das Thema ein. Die Veranstaltung präsentiert die neusten Rechercheergebnisse aus dem „Arbeitskreis Geschichte der Duisburger Sinti und Roma“ des ZfE.

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Fachveranstaltung: Racial Profiling & erweiterte DNA-Analysen in kriminalpolizeilichen Ermittlungen

27.03.2018, 11:00 – 16:00 Uhr, DokuZ Sinti und Roma Berlin, Prinzenstraße 84.2, 10969 Berlin

Gemeinsame Fachveranstaltung von Zentralrat und Amadeu Antonio Stiftung

 

Seit November 2016 haben Ermittler, Politiker und Journalist die Forderung erhoben, die Anwendung erweiterter forensischer DNA-Analysen in Deutschland gesetzlich zuzulassen. Es geht dabei insbesondere um die Bestimmung der Haut-, Haar- und Augenfarbe (was unter dem Begriff DNA-phenotyping zusammengefasst wird) sowie der sogenannten „biogeografischen Herkunft“.

Aus Sicht von Wissenschaftler und Minderheiten-Vertretern sind erweiterte DNA-Analysen in der Forensik äußerst problematisch, da sich ein solches Verfahren vor allen Dingen gegen Minderheiten richtet. Schon 2016 formierte sich ein breites akademisches Bündnis und übte Kritik an der bevorstehenden Gesetzgebung, da zahlreiche Fragen zu den wissenschaftlichen Grundlagen, der Praxisanwendung oder den weitreichenden gesellschaftlichen Folgen nach wie vor ungeklärt waren und sind. Dennoch wurden diese Technologien in vielen Medien, in der Politik und von seiten der Ermittlungsbehörden einseitig als positiv dargestellt.

Bislang kam es in Deutschland offiziell nur in einem Fall zu einer erweiterten biogeographischen Herkunftsanalyse mittels DNA, und zwar im Fall der von dem sogenannten „Nationalsozialistischen Untergrund“ (NSU) ermordeten Polizistin Michelle Kiesewetter. Diese erste Anwendung einer biogeographischen Herkunftsanalyse richtete sich ausschließlich gegen Angehörige der Minderheit der Sinti und Roma.  Der Fall wurde als das „Heilbronn Phantom“ bekannt und ein über Amtshilfe in Österreich erstelltes Gutachten führte dazu, dass Sinti und Roma massiv in den Fokus der Polizei gerieten. Die Ermittlungsakten dokumentieren eindeutig den antiziganistischen Charakter der polizeilichen Ermittlungen, der sich dann in der Medienberichterstattung widerspiegelte.

Der Zentralrat Deutscher Sinti und Roma beschäftigt sich seit einiger Zeit intensiv und kritisch mit dem kriminalpolizeilichen Ermittlungsansatz der erweiterten DNA –Analyse, welcher mit einem entsprechenden Gesetzesentwurf 2017 (Bundesratsinitiative aus Baden-Württemberg) in den Bundesrat eingebracht wurde und nun im Bundestag verabschiedet werden soll. Sowohl die CDU/CSU als auch die AfD hatten die Zulassung erweiterter DNA-Analysen in ihrem Bundestags-Wahlprogramm 2017. Auch im Rahmen der Regierungssondierungen mit der SPD ist das Gesetz ein Eckpunkt.

Im Sinne des Diskriminierungs- und Minderheitenschutzes ist es notwendig sich kritisch mit diesem Thema auseinanderzusetzen. Nicht nur Sinti und Roma sondern auch andere Minderheiten und gesellschaftliche Gruppen sind davon betroffen. Sie werden dadurch pauschal kriminalisiert und massiv verdächtigt. Denn die Debatte um die Zulassung erweiterter DNA-Analysen knüpft unmittelbar an rassistische Diskurse an, durch die spätestens seit dem 11. September 2001 nicht-mehrheitsdeutsche Personen allein aufgrund ihrer tatsächlichen oder zugeschriebenen Herkunft kriminalisiert und weitere stigmatisiert werden. Die Folgen sind Diskriminierung und gesellschaftliche Ausgrenzung.

Gemeinsam wollen wir daher diese Debatten kritisch begleiten, sie um differenzierte wissenschaftliche Positionen und Fragen erweitern, um eine breite öffentliche Diskussion zum Thema erweiterte DNA-Analysen anzustoßen.

Wir bitten um eine verbindliche Anmeldung bis zum 22. März 2018. Ein Online-Anmeldeformular finden Sie hier

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Workshop: „Antiziganismus entgegentreten!“

27.03.2018, 16:00 – 19:00 Uhr, Fanprojekt Fürth, Theresienstraße 17 (Eingang über Hirschenstraße)

Der Workshop sensibilisiert für antiziganistische Stereotype und möchte aufzeigen wie diesen konkret entgegengewirkt werden kann. In den verwendeten Fallbeispielen wollen wir auch einen Fokus auf die Bürgerrechtsarbeit und auf Fürth legen. Ein Ziel der Bildungsarbeit besteht in der Erweiterung der Methodenkompetenz für die pädagogische Arbeit zum Thema Antiziganismus.

Um Anmeldung zum Workshop wird gebeten: sinti.bayern@nefkom.net

 

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Wileroltigen ist überall – Antiziganismus Stammtisch

26.03.2018, Stube-im-Programm, Zugang via Spychergasse 4, 3011 Bern, Schweiz

Polizeischikane, rassistische Plakate, Arbeitsmarktdiskriminierung, Hetzkampagnen. Ob fahrend oder sesshaft — Roma, Sinti und Jenische erleben alltäglich Rassismus und Diskriminierung. Es gibt eine Kontinuität von den Einreiseverboten (Stichwort «Heimatlose») über die Sesshaftmachung (Stichwort «Vaganität»), die Kindswegnahme (Stichwort Kinder der Landstrasse) bis Wileroltigen.

Der Berner Rassismusstammtisch versucht zu entwirren, gemeinsam mit Andreas Geringer (Verband Sinti und Roma Schweiz), Mo Diener (Roma Jam Session Art Kollektiv) und Angela Mattli (Gesellschaft für bedrohte Völker).

Ein Beitrag zur Aktionswoche der Stadt Bern gegen Rassismus 2018

Filmvorführung und Vortrag: „Verfolgt und vergessen“

22.03.2018, 19:00 Uhr, Fanprojekt Fürth, Theresienstraße 17 (Eingang über Hirschenstraße); Veranstaltungsreihe: Antiziganismus entgegentreten!

1985 besuchte eine Gruppe deutscher Sinti das Vernichtungslager Auschwitz, wo sie oder viele Mitglieder ihrer Familie während des Dritten Reiches interniert waren. In Interviews drücken sie ihre Gefühle beim Wiedersehen des Schreckensortes 40 Jahre nach der Befreiung aus. Im anschließenden Vortrag wird der Historiker Ulli Schlee eine Übersicht über die Verfolgung der Sinti und Roma unter dem Nationalsozialismus geben und dabei auch auf das Schicksal der verfolgten Fürther Sinti eingehen.

Keine Anmeldung erforderlich!

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Zur Kritik des Antiromaismus

Kraftwerk Mitte 32, 01067 Dresden, 22.03.2018, 18:00 – 19:30 Uhr

Workshop mit Audiofeature. Das Audio-Feature zeichnet den Weg vom Lager Lety in Tschechien bis nach Auschwitz nach, erzählt vom Widerstand und der Suche nach der eigenen Vergangenheit und Identität. Doch wer waren die Protagonistinnen und Protagonisten damals, wer sind sie heute? Was sind ihre Schicksale und was hat sie bewegt? Mit unterschiedlichen Perspektiven und Erzählsträngen involviert das Audio-Feature, klärt auf und regt an neue Wege der Auseinandersetzung einzuschlagen.
Roma und Sinti sind mit 12 Millionen Angehörigen die größte ethnische Minderheit in Europa und zugleich die am stärksten diskriminierte Gruppe. Seit dem Mittelalter leben sie in Europa. Ihre Ausgrenzung und Verfolgung begann in der Frühen Neuzeit mit der Herausbildung der Territorialstaaten und bildete ihren negativen Höhepunkt mit der nationalsozialistischen Verfolgung. Über 500.000 Roma und Sinti wurden aus rassistischen Gründen als „Zigeuner“ von den Nationalsozialisten in Deutschland und den besetzen Gebieten ermordet. Der Genozid wird auch als Porajmos bezeichnet. Bis heute tragen gesellschaftliche Ressentiments gegenüber Roma und Sinti zu Ausgrenzung und Diskriminierung bei. Eine tiefgreifende Auseinandersetzung mit Antiromaismus und der Aufarbeitung des Völkermords an ihnen ist bisher nicht erfolgt. Der Workshop diskutiert anhand des Features Vergangenheit und Gegenwart dieses mörderischen Rassismus.

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„Der Transport verlief ordnungsgemäß“. Antiziganismus – Entstehung und Auswirkungen eines Vorurteils

Donnerstag, 22.März 2018, 19.00 Uhr, Vorträge und Gedenkveranstaltung, in Buchen, Bücherei des Judentums, Obergasse 6, 74722 Buchen (Odenwald)

Anlässlich des 75. Jahrestages der Deportation der Sinti aus dem Kreis Buchen nach Auschwitz laden die Stiftung Bücherei des Judentums, das Bündnis Herz statt Hetze Neckar-Odenwald und die KZ-Gedenkstätte Neckarelz gemeinsam zu einer öffentlichen Vortrags- und Gedenkveranstaltung ein, zu welcher die Bevölkerung herzlich eingeladen ist.

Nach der ‚Machtergreifung‘ der Nazis 1933 in Deutschland wurden die Sinti vermehrt überwacht und viele ihre Erwerbsmöglichkeiten unterbunden. Ende September 1939 wurde ihnen unter Androhung von KZ-Haft das Reisen verboten. Nach ihrer sogenannten rassebiologischen Erfassung erließ Himmler im Dezember 1942 einen Befehl zur Deportation der Sinti-Familien ins Zigeunerlager des KZ Auschwitz. 35 Sinti – Männer, Frauen, Alte, Kinder, Säuglinge – wurden am 23. März 1943 aus den Orten Seckach, Hardheim, Osterburken und Ballenberg abtransportiert; wahrscheinlich nicht mehr als zwei überlebten. Verantwortlich für die Durchführung waren unter anderem der Buchener Landrat Karl Stiefel und die Ortspolizeibehörden.

Im zweiten Teil wird David Weiss vom Vorstand des Verbandes Deutscher Sinti und Roma Baden-Württemberg anhand eigener Erfahrungen und von Untersuchungen zum Thema Antiziganismus in Geschichte und Gegenwart berichten: Was ist Antiziganismus, wie äußern sich die Vorurteile, wie erleben die Betroffenen Antiziganismus, und wie stehen Staat und Gesetzgebung zum Völkermord, zur Minderheit der deutschen Sinti und Roma und zum Antiziganismus?

Im Anschluss an die beiden Vorträge besteht die Möglichkeit für Rückmeldungen und zur Diskussion.

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Ausgrenzung, Selbstbehauptung und der ewige Kampf um Anerkennung Sinti und Roma in München nach 1945

Neues Rathaus, Marienplatz 8, 80331 München Kleiner Sitzungssaal, 19.03.2018, Beginn: 18:30 Uhr – Ende 20:30 Uhr

Vortrag, Performance und Diskussion mit Alexander Diepold, Behar Heinemann und Münchner Sinti und Roma

Das Gedenken an die Deportationen der Münchner Sinti und Roma fordert auch zum Blick auf die Gegenwart auf:

➢ Wie wirkt die Ausgrenzung über 1945 hinaus fort?
➢ Was bedeutet „Selbstbehauptung“?
➢ Und warum bleiben Sinti und Roma als Opfer bis heute oft unsichtbar?

Veranstalter: MADHOUSE gGmbH und Fachstelle für Demokratie der LHS München

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Themenrundgang: Sinti und Roma im KZ Dachau

Samstag, 17.03.2018, 14.00-16.30 Uhr, Besucherzentrum der KZ-Gedenkstätte Dachau, Alte Römerstraße 75,  85221 Dachau
Referent: Steffen Jost, Referent der KZ-Gedenkstätte Dachau
Anmeldung: Infotheke des Besucherzentrums am Veranstaltungstag bis spätestens 13.45 Uhr
Kosten: 4 Euro

Lange Zeit spielte die Verfolgung und Vernichtung der Sinti und Roma während des Nationalsozialismus in der deutschen
Erinnerungslandschaft kaum eine Rolle. Erst die Arbeit der Bürgerrechtsbewegung der Sinti und Roma in den 1980er Jahren brachte das Thema langsam ins Bewusstsein der Gesellschaft.

Im Rundgang soll ein Bogen gespannt werden von der frühen Diskriminierung der „Zigeuner“ im Dritten Reich, über deren Deportation in Konzentrationslager wie Dachau, bis hin zum Kampf um die Anerkennung dieser Verfolgung in der Bundesrepublik. Dabei war die KZ-Gedenkstätte Dachau selbst Schauplatz dieser Auseinandersetzungen, so etwa beim Hungerstreik der Bürgerrechtsbewegung 1980.

Nähere Infos hier und hier

„Vergiss die Photos nicht, das ist sehr wichtig“

15.02.2018 – 14.03.2018 (Eintritt frei), Zentralbibliothek Bremen, Wall-Saal

Im Archiv der Universität Liverpool fand die dort leh­ren­de His­to­ri­ke­rin Eve Rosenhaft ca. 200 Fotografien, die das Leben der Sinti und Roma in den 1930er Jah­ren in Dessau-Roßlau do­ku­men­tie­ren. Sie gehen auf den damals in Roßlau le­ben­den Foto­jour­nalis­ten Hanns Weltzel zu­rück. Weltzel hatte ab 1931 inten­sive Kon­takte zu den Fa­mi­lien, die auf ihren Handels­wegen nach Des­sau-Roß­lauka­men. Die Fotos und er­hal­ten ge­blie­be­nen Briefe zeu­gen von einer freund­schaft­li­chen und von gegen­seiti­gem Ver­trauen und Respekt ge­präg­ten Atmos­phäre. Darin liegt die Be­sonder­heit dieses Foto­bestan­des, ins­beson­dere wenn man sie mit Pro­pa­ganda­fotos im National­sozialismus ver­gleicht.

Am Abend der Ausstellungseröffnung wird auch der vom AJZ Dessau pro­du­zier­te Kurzfilm „Was mit Unku geschah – Das kurze Leben der Erna Lauenburger“ ge­zeigt, der in einem Jugend­forschungs­projekt ent­stand. Unku gehörte mit ihrer Familie zu den aus Dessau-Roßlau Aus­gewie­se­nen und wurde mehr­fach von Hanns Weltzel foto­grafiert.

Im Rahmen des Programms zum „27. Januar – Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus“. Ko­ope­ra­tions­partner: Heinrich-Böll-Stiftung.

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Phral mende – Wir über uns. Film und Gespräch über Perspektiven von Sinti und Roma in Deutschland

15. März, 19 Uhr, W. M. Blumenthal Akademie, Saal, 
Fromet-und-Moses-Mendelssohn-Platz 1, 10969 Berlin (gegenüber dem Museum)

Phral mende – Wir über uns ist kein Film über Sinti und Roma, sondern ein vielstimmiges Selbstporträt. In biografischen Interviews sprechen Persönlichkeiten wie Anita Awosusi, Fatima Hartmann oder Ilona Lagrene mit Regisseurin Tayo Awosusi-Onutor über bürgerrechtliches Engagement, Erinnerungskultur und Alltagsrassismus. Aus ihren Perspektiven und individuellen Erfahrungen entsteht ein lebendiges Bild von Sinti und Roma in Deutschland, das sich stereotypen Sichtweisen widersetzt.

Nach dem Film findet ein Publikumsgespräch mit der Regisseurin und Protagonist*innen des Films statt – über Identität und Engagement, Selbst- und Fremdwahrnehmung, Heimat und Herkunft.

Diese Veranstaltung findet im Rahmen des Romnja Power Month 2018 in Kooperation mit der Jüdischen Akademie Berlin statt.

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Verfemt, verfolgt, ermordet. Sinti und Roma in München

Stadtarchiv München, Winzererstr. 68, 80797 München Filmsaal 2. OG (eingeschränkt barrierefrei)

15.03. 2018, 18:00 Uhr – 20:00 Uhr

Rechercheworkshop zu Biographien von verfolgten Sinti und Roma mit Barbara Hutzelmann und Maximilian Strnad (Historiker)

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Antiziganismus, Antiromanismus in Medien und sozialen Netzwerken

Veranstaltung mit Ausstellungseröffnung und veganer Vokü u a. mit dem Aktivisten Kenan Emini von „Alle Bleiben!“ u. Regisseur des Films „The Awakening“
(http://awakeningmovie.de); veranstaltet durch T.o.N Abend am 15.03.2018, 20:00 Uhr, Zielona Góra, Grünberger Straße 73 10245 Berlin

Schwerpunkte der Ausstellung sind sowohl das Bleiberecht von Rom*nja in Deutschland als auch die Situation abgeschobener Rom*nja in den Ländern Serbien, Kosovo und Mazedonien. Die Bilder aus Serbien thematisieren sowohl den Umgang mit diesen Überlebenden als auch die
Lebenssituation geflüchteter Roma heute: Viele von ihnen leben in Siedlungen unter unwürdigen Bedingungen.

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Apropos Roma presentacija – Präsentation – Antiziganismusbericht 2017

Präsentation des Antiziganismus-Berichts 2017 in Eisenstadt am 15.03.2018, 19.00  in den Burgenländischen Volkshochschulen Pfarrgasse 10, 7000 Eisenstadt, Österreich

Der Verein Romano Centro präsentiert den Bericht zu Antiziganismus in Österreich 2015 – 2017.
Der Bericht wird von Mag. Ferdinand Koller, Mitarbeiter des Romano Centro, vorgestellt.
Gemeinsam mit Partnerorganisationen wurden antiziganistische Vorfälle der letzten Jahre gesammelt und in einem
Bericht zusammengestellt. Das Ergebnis ist deutlich: Roma/Romnja und Sinti/Sintize sind in Österreich in allen Bereichen von Rassismus betroffen. Die Fälle reichen von verweigerten Dienstleistungen, Benachteiligungen am Arbeitsmarkt, Beleidigungen und Hetze im Internet, rassistischen Äußerungen von PolitikerInnen oder der Polizei, stereotypen Darstellungen in Medien bis hin zu Verhetzung und gewalttätigen Übergriffen.
Antiziganismus ist in Österreich weit verbreitet und wenig kritisch hinterfragt.
Antiziganistische Vorstellungen sind daher eher die Regel in der Mitte der Gesellschaft
als die Ausnahme am „rechten Rand“.

Eine Veranstaltung der Volkshochschule der burgenländigschen Roma, in Kooperation mit den Burgenländischen Volkshochschulen.

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Gedenkveranstaltungen zum 75. Jahrestag der Deportation der Roma und Sinti aus Württemberg und Baden

Stiftskirche Stuttgart, Stiftstraße 12, 70173 Stuttgart am 15.03.2018, 14:00 – 17:00 Uhr

Am 15. März 1943 ging der erste Transport von Sinti aus Baden und Württemberg nach Auschwitz-Birkenau ins sogenannte „Zigeunerlager“. 456 Menschen aus 52 Orten in Württemberg und Baden waren es, die in jenem Monat dorthin deportiert wurden. Nur wenige haben überlebt. Dieser Verbrechen wird am 15. März 2018 in Stuttgart mit einem Gedenkgottesdienst, der Gedenkstunde der Landesregierung und dem Gedenken am Mahnmal der Deportationen am Nordbahnhof erinnert.

14:00 Uhr:
Ökumenischer Gedenkgottesdienst mit Landesbischof Dr. h.c. Frank Otfried July, Stuttgart und Weihbischof Dr. Bernd Uhl, Freiburg in der Stuttgarter Siftskirche

16:00 Uhr:
Gedenken an der Gedenkstätte „Zeichen der Erinnerung“ am Stuttgarter Nordbahnhof

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Antiziganismus-Workshop

MADHOUSE gGmbH, Landwehrstr. 43, 1. Stock links, 80336 München, 14.03.2018, 14:30 Uhr – 17.00 Uhr

Begrüßung und Moderation durch Adrian Gaspar (Musiker und Pädagoge)

Interaktiver Workshop, mit dem Ziel Vorurteile gegenüber Sinti und Roma abzubauen. Adrian Gaspar spielt zunächst einen „Straßenmusikanten“, der gebrochen Deutsch spricht, worauf er sein Akkordeon und seinen Hut ablegt und „normal“ gibt. Auf einem Flipchart zeichnet er Fantasie-Figuren, die mit den TeilnehmernInnen vor Ort entwickelt werden und extremen Vorurteilen ausgesetzt sind. Die Umstände dieser erfundenen Personen werden analysiert. Das Ziel ist es, den Workshop Teilnehmern nahezulegen die Kommunikation zu suchen anstatt zu stereotypisieren.

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Fachtag Sinti und Roma — Zwischen Unwissenheit und Antiziganismus

Vortrag und Workshop am Mittwoch, den 14. März, 9:30-15:30 Uhr Martinshaus, Kanalufer 48 in 24768 Rendsburg

Vorurteile und Unwissen bestimmen das Bild der Sinti und Roma in Deutschland. Der Völkermord an den Sinti und Roma und die noch immer bestehende strukturelle und persönliche Diskriminierung, die viele Sinti und Roma heute Erfahren, erschweren das Leben der Menschen. Der Fachtag dient der Wissensvermittlung der Geschichten und Kulturen der Sinti und Roma.

Die geladenen Experten werden zum Thema aufklären. Der Historiker Sebastian Lotto-Kusche wird einen fachlich, historischen Input geben, nach dem Zeit für eine spannende Diskussion geplant ist. Anschließend wird Matthäus Weiß von seinen Erfahrungen aus der Arbeit in Schleswig-Holstein, dem Wohnprojekt Maro Temm und seinen Reisen in den Westbalkan berichten. Neben den Einführungsvorträgen, wird am Nachmittag die Arbeit in Arbeitsgruppen aufgenommen. Matthäus Weiß wird detaillierter über seine Erfahrungen berichten und dialogisch Wissen vermitteln. Im zweiten Workshop gibt es die Möglichkeit, methodisch an der eigenen interkulturellen Kompetenz zu arbeiten. Die Aufteilung in die Workshops erfolgt am Fachtag.

Referent*innen
Matthäus Weiß ist 1. Landesvorsitzender des Verbands Deutscher Sinti und Roma e.V./Landesverband Schleswig-Holstein und Referent für Europa und Politik. Sebastian Lotto-Kusche ist Historiker, arbeitet beim Institut für schleswig-holsteinische Zeit- und Regionalgeschichte und promoviert zum Thema: Anerkennung des NS-Völkermords an den deutschen Sinti und Roma. Solveigh Deutschmann und Wiebke Schümann arbeiten im Fachbereich Migration und Integration im Diakonischen Werk Schleswig-Holstein.

„Meine Großmutter hat uns das Leben gerettet“

Zeitzeugengespräch mit Siegfried Heilig am 14.03.2018, 19 Uhr im NS-Dokumentationszentrum München – Max-Mannheimer-Platz 1, 80333 München Auditorium

Im Rahmen der Projekttage „75. Jahrestag der Deportation der Münchner Sinti und Roma“ findet ein Zeitzeugengesprächmit Siegfried Heilig, geb. 1934 in Bloensdorf (Kreis Wittenberg) statt.

Veranstalter:
➢ NS-Dokumentationszentrum München in Kooperation mit
➢ Landesverband Deutscher Sinti und Roma Bayern e.V.
➢ Bayerisches Staatsministerium für Bildung und Kultur, Wissenschaft und Kunst

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Antiziganismus in Geschichte und Gegenwart. Wie handeln gegen die Diskriminierung von Sinti und Roma?

Euthanasie“-Gedenkstätte Lüneburg, Am Wienebütteler Weg 1, Lüneburg, 14.03.2018, 09:30 – 16:00 Uhr

Stiftung niedersächsische Gedenkstätten, Projekt Kompetent gegen Antiziganismus in Kooperation mit der „Euthanasie“-Gedenkstätte Lüneburg

Bitte um Anmeldung wegen Planung und Mittagessen bis 05.03. unter bernd.grafe-ulke@stiftung-ng.de, Anfahrt: https://www.pk.lueneburg.de/anfahrt/

Von der religiösen Stigmatisierung zum Anti-Roma-Rassismus. Geschichte und Gegenwart des Antiziganismus

Dienstag, 13. März 2018, 18:30 Uhr VHS Celle, Trift 20, 29221 Celle: Vortrag & Diskussion mit Tobias Neuburger

Bereits im ausgehenden Spätmittelalter, an der Schwelle zur frühbürgerlichen Gesellschaft bildete sich der Antiziganismus, das Ressentiment gegen Sinti, Roma und andere als „Zigeuner“ stigmatisierte Bevölkerungsgruppen aus. Damit verweist der Antiziganismus zwar einerseits auf eine jahrhundertelange Geschichte, doch dies sollte andererseits nicht dazu verleiten diesen als ahistorischen oder „ewigen“ Hass zu begreifen. Die antiziganistischen Semantiken waren im Verlauf der Geschichte ebenso vielfältigen Metamorphosen und Wandlungen unterworfen. Der Vortrag versucht einige dieser Transformationen zu identifizieren und bietet auf diese Weise eine Einführung in die Geschichte des Antiziganismus.

Tobias Neuburger ist wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Stiftung niedersächsische Gedenkstätten, Lehrbeauftragter an der Hochschule Hannover und Doktorand an der Universität Innsbruck.

Eine Veranstaltung aus der Reihe 75 Jahre Auschwitz-Erlass – Kontinuitäten des Rassismus gegen Sinti und Roma

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Erinnerung an die Verfolgung der Roma und Sinti in Europa

Stadtarchiv München, Winzererstr. 68, 80797 München, 13.03.2018, 9 – 13 Uhr

Impulsreferate und anschl. Podiumsdiskussion

Begrüßung durch Alexander Diepold, MADHOUSE gGmbH

Moderation durch Behar Heinemann

Referenten/Innen:

➢ Daniel Strauß (deutscher Sinti)
➢ Iovanca Gaspar (rumänische Rroma)
➢ Behar Heinemann (Kosovo Roma)
➢ José Alfredo Maya (spanische Gitano)
➢ Stefan Nikolic (Rom aus Serbien, Ex-Jugoslawien)

Es werden durch die Referenten/innen kurze Vorträge vorgestellt. Anschließend wird über den Sinn eines Denkmales und eines jährlichen Gedenktages anlässlich der Deportation der Münchner Sinti und Roma diskutiert.

Die Veranstaltung wird unterstützt durch die Freudenberg-Stiftung, das Programm „Europa für Bürgerinnen und Bürger“ der Europäischen Union und die MADHOUSE gGmbH

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Namenslesung zum Gedenken an die aus München deportierten Sinti und Roma

Platz der Opfer des Nationalsozialismus, 80331 München, 13.03.2018, 18:00 – 19:30 Uhr

Eine Veranstaltung des Kulturreferats der Landeshauptstadt München und der weiteren Veranstalter und Kooperationspartner der Veranstaltungsreihe zum Gedenken an die Deportation der Münchner Sinti und Roma am 13. März 1943.

Am 13. März 2018 jährt sich zum 75. Mal der Tag, an dem die Münchner Kriminalpolizei 130 Sinti und Roma aus München und Umgebung in das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau deportieren ließ.
Die Landeshauptstadt München ehrt die Opfer des Porajmos in einer zentralen Gedenkveranstaltung am 13. März 2018 im Neuen Rathaus. Zuvor werden am Platz der Opfer des Nationalsozialismus die Namen der deportierten Sinti und Roma verlesen.

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Antiziganismus in Deutschland

Fabrik Osloer Straße, Osloer Str.12, 13359 Berlin, 12.03.2018, 16:00 – 19:30 Uhr

Antiziganistische Vorurteile und Stereotypen sind in der deutschen Gesellschaft tief verankert. In dem Workshop werden diese aufgegriffen und diskutiert sowie anhand verschiedener kurzer Videoportraits von Betroffenen Themen wie Diskriminierung im Alltag, ungleiche Bildungs- und Aufstiegschancen, Verdrängung und unsichere Aufenthaltsstatus behandelt. Der Workshop wird begleitet von einer Expertin des Amaro Drom e.V.

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Workshop „Antiziganismus“

Nürnberg: Antifa-Café der Autonomen Jugendantifa Nürnberg und der antifaschistischen Initiative [das schweigen durchbrechen]. 10.03.2018, 14.00 – 18.00 Uhr im Projekt 31 (An den Rampen 31).

Die Wahrnehmung von Sinti und Roma ist auch in der Gegenwart zumeist negativ behaftet. Ungeachtet dessen, dass es sich bei Sinti und Roma um eine äußerst heterogene Gruppe handelt, entwerfen große Teile der Mehrheitsgesellschaft und ihrer Institutionen weiterhin ein projektives Bild dieser Minderheit.
Der Workshop will sich mit verschiedenen Facetten des Antiziganismus auseinandersetzen.
Die Auseinandersetzung mit dem Antiziganismus werden anhand verschiedener thematischer Zugänge geführt: Von der Kontinuität des Antiziganismus bei der Polizei über die Welt des Schlagers und des Hiphops bis hin zu den alltäglichen rassistischen Klischees in Medien und sozialen Netzwerken.
Abschließend sollen gemeinsam Möglichkeiten und Grenzen antirassistischen Handelns diskutiert werden.
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Sinti und Roma in Niedersachsen – Geschichte und Gegenwart

Tagung in Hannover der Abteilung Gedenkstättenförderung Niedersachsen der Stiftung niedersächsische Gedenkstätten in Kooperation mit der Gedenkstätte Ahlem der Region Hannover und dem Projekt „Kompetent gegen Antiziganismus“ der Stiftung niedersächsische Gedenkstätten. 09.03.2018 – 11.03.2018, ganztägig. Veranstaltungsort: Haus der Region Hannover, Hildesheimer Straße 18, 30169 Hannover

Fortbildungsveranstaltung für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Dokumentations- und Gedenkstätten in Niedersachsen, Mitglieder von Vereinen, Initiativen und Geschichtswerkstätten, Personen, die in der Erforschung und Vermittlung der Geschichte von Widerstand und Verfolgung 1933–1945 und den Folgen engagiert sind.

Die Einführungsvorträge und die Filmdokumentation am Freitag, 9. März sind öffentlich und können ohne Anmeldung besucht werden.

Kontakt: rolf.keller@stiftung-ng.de

Nähere Infos hier und hier

Zeitzeugengespräch mit Siegfried Heilig

Aus der Veranstaltungsreihe: Antiziganismus entgegentreten!

08.03.2018,  19 Uhr,  Fanprojekt Fürth, Theresienstraße 17 (Eingang über Hirschenstraße)

Siegfried Heilig konnte als Kind der nationalsozialistischen Verfolgung mit seinen Eltern und seinen Geschwistern entkommen. Herr Heilig.

berichtet über sein Schicksal und das seiner Familie während und nach der NS-Zeit. Das Publikum hat die Möglichkeit Fragen zu stellen.

Keine Anmeldung erforderlich!

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„… durch die Polizei abgeholt“

Vortrag in Bremen von Dr. Hans Hesse am 07.03.2018, 19:00 Uhr im Schulmuseum Bremen, Auf der Hohwisch 61–63, 28207 Bremen

Dr. Hans Hesse berichtet von seinen aktuellen Recherchen über die Verhaftung von Schülerinnen und Schülern aus Bremischen Sinti- und Romafamilien und deren Deportation nach Auschwitz. Im März 2018 jähren sich zum 75. Mal die Tage, an denen aus Nordwestdeutschland und Bremen Sinti und Roma vom Bremer Schlachthof aus in drei Transporten in das Vernichtungslager Auschwitz deportiert wurden. Unter ihnen waren zahlreiche schulpflichtige Kinder, die in den Morgenstunden aus den Schulen und den Unterricht „durch die Polizei abgeholt“ – wie die Schulleitungen nach 1945 bescheinigten – und in das provisorische Sammellager auf dem Schlachthof am Hauptbahnhof gebracht wurden. Am Beispiel einer Sinti-Familie zeichnet der Vortrag diese bislang wenig bekannten Informationen nach. Der Historiker Hans Hesse erforscht seit 1993 die NS-Verfolgung der Sinti und Roma in Nordwestdeutschland, zeitweise als Projekt mit dem Bremer Sinti-Verein. 2005 legte er mit „Konstruktionen der Unschuld“ das Standardwerk über die Entnazifizierung in Bremen und Bremerhaven vor und hat aktuell die erste große Monographie über das Projekt der STOLPERSTEINE herausgebracht. Hans Hesse lebt in Köln.

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„Ich arbeite auch mit Roma…“, Antiziganismus und soziale Arbeit

Fortbildung für außerschulische und schulische Fachkräfte am 07.03.2018 – 10.03.2018, Gustav Stresemann Institut in Niedersachsen e. V., Europäisches Bildungs- und Tagungshaus, Klosterweg 4, 29549 Bad Bevensen

Lehrende: Dozent & Dozentin: Markus End, Elisa Schmidt | Päd. Mitarbeiterin: Gabriele Wiemeyer

In Kooperation mit: Amaro Drom e.V., Berlin, Deutschland

Gefördert durch: Niedersächsisches Kultusministerium

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Zur Gegenwart des Antiziganismus in Deutschland

06.03.2018, 18:00 – 20:00, Universität Bielefeld Raum X-E0-001, Universitätsstraße 24, 33615 Bielefeld, Nordrhein-Westfalen, Referent: Dr. Markus End
Antiziganismus ist in der deutschen Gesellschaft lange tradiert und tief verankert. Dabei ist es wichtig festzuhalten, dass dieses Ressentiment nicht nur ‘am rechten Rand’, sondern in allen gesellschaftlichen Spektren auftritt. Nach einer kurzen historischen Einführung und Begriffsklärung werden im Vortrag verschiedene aktuelle Erscheinungsformen des Antiziganismus in öffentlichen Debatten, in der TV-Berichterstattung und in der Presse, bei der Polizei und anderen gesellschaftlichen Institutionen vorgestellt und kritisch analysiert.

Eintritt frei, Anmeldung nicht erforderlich

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Roma und Sinti in Bergen-Belsen – Geschichten von Verfolgung, Erinnerung und Aufarbeitung

Workshop mit Daniel Tonn und Katja Seybold

Der Workshop richtet sich an Personen, die sich für das Thema Sinti und Roma in Geschichte und Gegenwart interessieren.
Im Rahmen der Veranstaltung setzen sich die Teilnehmenden mit der Verfolgungsgeschichte während des Nationalsozialismus sowie Kontinuitäten der Ausgrenzung nach 1945 bis heute auseinander: Wie kamen Angehörige der Gruppe nach Bergen-Belsen? Wie gestaltete sich ihr Leben unter den extremen Bedingungen im Konzentrationslager? Wie sind Überlebende von Bergen-Belsen mit ihren Lagererfahrungen umgegangen?

Die Teilnehmer_innen besuchen die Dauerausstellung und das historische Lagergelände und nähern sich anhand verschiedener Quellen dem Leben und Schicksal der Betroffenen. Ein Blick soll dabei ebenso auf die gegenwärtige Situation von Roma und Sinti gerichtet werden.

Zum Hintergrund: Ab 1944 kamen Sinti und Roma in das Konzentrationslager Bergen-Belsen, darunter überdurchschnittlich viele Kinder. Die meisten von ihnen hatten bereits mehrere Jahre der Verfolgung hinter sich und waren der Ermordung knapp entgangen. Bergen-Belsen war für die Mehrzahl der Roma und Sinti der letzte Ort der Verfolgung. Auch nach Kriegsende waren sie Opfer von Ausgrenzung und Diskriminierung. In der deutschen Gesellschaft war lange Jahre kaum jemand bereit, sich mit dem Schicksal der Sinti und Roma zu beschäftigen. Größere öffentliche Aufmerksamkeit erlangten sie mit einer internationalen Gedenkkundgebung 1979 auf dem ehemaligen Lagergelände in Bergen-Belsen.

Ihre Anmeldung für den Workshop nehmen wir gerne bis Mittwoch, den 26. Februar 2018 unter veranstaltung.bergen-belsen@stiftung-ng.de oder unter Tel. +49 (0) 5051 – 47 59-0 entgegen.

Die Teilnahme ist kostenlos und erfordert keine besonderen Vorkenntnisse. Die Anzahl der Teilnehmenden ist begrenzt.

75. Gedenktag zur Erinnerung an die Deportation der Sinti aus Niedersachsen am 3. März 1943 in der Gedenkstätte Ahlem

02.03.2018, 12:00 – 13:30 Uhr, Gedenkstätte Ahlem, Heisterbergallee 10, 30453 Hannover

  • Beginn um 12 Uhr im Gerson-Saal
  • Grußwort der Stadt Hannover
  • Grußwort der Region Hannover
  • Redebeitrag einer Selbstorganisation der niedersächsischen Sinti
  • Aufführung eines Theaterstücks zum Leben und Schicksal der Sintezza Erna Lauenburger, genannt Unku – Eine Kooperation zwischen dem Verein Maro Dromm SuiGeneris e.V. und der AG Antirassismus der Alexanderschule Wallenhorst in Osnabrück.
  • 13 Uhr Einweihung einer neuen Skulptur auf dem Gelände der Gedenkstätte Ahlem

Vor und nach der Veranstaltung kann die Dauerausstellung der Gedenkstätte besucht werden, die auch über die Verfolgung der niedersächsischen Sinti und Roma im Nationalsozialismus informiert.

Die Ausstellung ist von 10 Uhr bis 17 Uhr geöffnet.

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Ceija Stojka. Ein Leben danach, nach Auschwitz!

Fr 02.03.2018, 19:00 Uhr, Galerie Kai Dikhas, Prinzenstr. 84.2, 10969 Berlin

Fünf Jahre nach dem Tod Ceija Stojkas wird deutlich, welch großes Werk und welch große Wirkung die Künstlerin hinterlassen hat. Parallel zur Ausstellung „Ein Leben danach, nach Auschwitz!“ in der Galerie Kai Dikhas in Berlin ist mit der Ausstellung im Pariser La Maison Rouge „Die Roma-Künstlerin des Jahrhunderts“ der Künstlerin die möglicherweise umfangreichste und bedeutendste Retrospektive, die einer Künstlerin der Minderheit je gewidmet wurde, zu sehen. Auch mit dieser Resonanz ist Ceija Stojka eine Vorläuferin ihrer Künstlerkolleginnen und -kollegen, der anstehenden Entdeckung der Qualität der zeitgenössischen Kunst ihrer Minderheit durch die breite Mehrheit.

Moritz Pankok, Kurator

„THE AWAKENING“ FILM UND DISKUSSION MIT DEM REGISSEUR KENAN EMINI

FREITAG, 23.02.2018, 19:00 UHR | FILM & DISKUSSION, VHS CELLE, TRIFT 20, CELLE

Der Film „The Awakening“ des Regisseurs KENAN EMINI (Roma Antidiscrimination Network) beleuchtet in Moment- aufnahmen die politische und die soziale Lage von Roma in Europa. Er zeigt den Kampf um das Bleiberecht, schildert die Folgen von Abschiebungen und macht deutlich, wie Roma als „Wirtschafts üchtlinge“ stigmatisiert und rechtlich ausgegrenzt werden. Wir sehen wie die Kriege der 1990er Jahre und der Kosovokrieg, wie die Entwicklungen nach dem Zerfall Jugoslawiens, wie rassistische Verfolgung und Ausgrenzung zu einer Situation geführt haben, in der Roma in den ex-jugoslawischen Ländern keine Zukunft mehr haben.

Ein wichtiger Film in einer Zeit, in der die Diskriminierung von Roma durch das Erstarken nationalistischer und völkischer Bewegungen in Europa und durch die Abschottung innerhalb der EU noch weiter zuzunehmen droht.

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ZUR SITUATION ABGESCHOBENER ROMA IN DEN WESTBALKANSTAATEN

Ausstellung Freitag, 23. Februar 2018 bis Dienstag, 13. März 2018 VHS Celle, Trift 20, Celle

Seit die „Westbalkanstaaten“ zu „sicheren Herkunftsstaaten“ erklärt wurden, ist der Aufenthaltsstatus vieler in Deutschland lebender Roma gefährdet. Es kommt massenhaft zu Abschiebungen, Asylgesuche werden in Schnellverfahren als „offensichtlich unbegründet“ abgelehnt. Roma aus osteuropäischen Ländern gelten in Deutschland als Wirtschaftsflüchtlinge bzw. Asylbetrüger_innen. Dabei wird weder berücksichtigt, dass gerade die Vertreibungen und Enteignungen von Roma während des Kosovokrieges, der mit deutscher Unterstützung geführt wurden, zu ihrer Flucht geführt haben, noch, dass es sich bei diesen Personen häufig um die Nachkommen von Holocaust-Opfern handelt. Die Folgen des Krieges und der Nationalismus der Mehrheitsbevölkerung machen es Roma unmöglich, in den Ländern Ex-Jugoslawiens ein sicheres Leben aufzubauen.

Die Ausstellung des Roma Antidiscrimination Network zeigt, was für die hiesige Öffentlichkeit in der Regel unsichtbar bleibt: die Bleiberechtskämpfe von in Deutschland lebenden Roma und die Situation von aus Deutschland abgeschobenen Roma in den vermeintlich sicheren Westbalkanstaaten.

Öffnungszeiten der Ausstellung: Montag bis Freitag 9:00 Uhr – 13:00 Uhr und Dienstag und Donnerstag 15:00 Uhr – 18:00 Uhr

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Konferenz: Antiziganismus und Film

Fachgespräch „Die Ethik des Filmemachens: von, mit oder über Sinti und Roma“

Datum: 21. Februar 2018, 14 – 17 Uhr
Veranstaltungsort: Bayerische Vertretung in Berlin |Behrenstraße 21/22 |10117 Berlin
Anmeldung: Anmeldung bis 15. Februar, eine namentliche Anmeldung ist zwingend für den Einlass in die Bayerische Vertretung notwendig.

Konferenz „Antiziganismus und Film“
Datum:
22. – 23. Februar 2018, 9 – 18.30 Uhr, 9 – 15.30 Uhr
Veranstaltungsort: Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma – Berliner Büro |Aufbau Haus am Moritzplatz | Prinzenstr. 84.2. | 10969 Berlin | 3. Obergeschoss

Anmeldung: Wir bitten um eine verbindliche Anmeldung bis zum 15. Februar. Eine Konferenzgebühr wird nicht erhoben, jedoch können auch keine Fahrt- oder Unterkunftskosten erstattet werden. Ein Online-Anmeldeformular finden Sie hier>>, Fragen bitte an: zentralrat@sintiundroma.de

Das Thema Antiziganismus und Film ist hochaktuell und eine tiefergehende Auseinandersetzung und Debatte dazu steht bislang aus. In den letzten Monaten gab es größere öffentliche Aufmerksamkeit und kritische Debatten zu gleich drei aktuellen Kinoproduktionen. Zum einen die inhaltliche Ausrichtung des Kinder- und Jugendfilms „Nellys Abenteuer” wie auch seine Produktionsbedingungen, die auf Einladung des Zentralrats Deutscher Sinti und Roma bei einem Fachgespräch am 14. September in Berlin kontrovers diskutiert wurden.  Zum anderen der französische Film „À bras ouverts” („Hereinspaziert”), der bereits Anfang des Jahres in Frankreich eine Debatte über Rassismus im Kino auslöste und nun auch in Deutschland und Österreich stark kritisiert wird. Auch die Besetzung einer männlichen Hauptrolle in der geplanten Verfilmung von Mikey Walsh’s Memoiren „Gypsy Boy” mit Benedict Cumberbatch hat in Großbritannien eine Diskussion über „whitewashing” im Kino angefacht.

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MINDERHEITEN UNTER DRUCK

SONNTAG, 18.02.2018, 12:00 UHR – 17:00 UHR, GEDENKSTÄTTE AHLEM, HEISTERBERGALLEE 10, HANNOVER

Menschenfeindliche Einstellungen Gestern und Heute – am Beispiel der historischen Verfolgung und Ermordung der Sinti und Roma im Nationalsozialismus und der aktuellen Situation ge üchteter Roma in Deutschland. Im Workshop setzen sich die Teilnehmenden mit der Geschichte und Gegenwart, mit Kontinuitäten und Wandlungen des Rassismus gegen Sinti und Roma auseinander. Angesichts der fortgesetzten Ausgrenzung und Stigmatisierung in der deutschen Nachkriegsgeschichte stellt sich auch im Kontext heutiger Fluchtbewegungen von Roma aus Südosteuropa die Frage nach einer historischen Verantwortung Deutschlands. Hier möchten wir mit dem Workshop Denkanstöße geben und die Teilnehmenden für prekäre Lebenssituationen von Menschen aus Minderheitengruppen sensibilisieren.

Der Workshop wird gestaltet von der Gedenkstätte Ahlem in Kooperation mit dem Roma Antidiscrimination Network. Gezeigt wird zudem der Film „The Awakening“ des Regisseurs KENAN EMINI (Roma Antidiscrimination Network). Die Teilnahme am Workshop ist kostenfrei. Begrenzte Teilnehmendenanzahl – es wird um Voranmeldung gebeten: ANMELDUNG: Tel.: 0511-616- 23745 oder Mail: gedenkstaette@region-hannover.de

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NS-Genozid an den Roma in der Ukraine und Moldau

Ausstellung und Vortrag am 15.02.2018, 19:00 Uhr im Janusz-Korczak-Haus Berlin, Rathausstraße 17 (Eingang durch Am Nußbaum 10 im Nikolaiviertel), 10178 Berlin

Zu Gast beim Janusz-Korczak-Haus Berlin sind Wissenschaftlerinnen aus dem Ukrainischen Institut für Holocaust Studien „Tkuma“ (Dnipro, Ukraine), die an diesem Abend ihre Ausstellung “Die Tragödie der Roma: Vergangenheit und Gegenwart” präsentieren. Die Ausstellung ist ein Ergebnis des wissenschaftlichen Projektes zur Erforschung des NS-Genozids an den Roma auf dem Territorium der Ukraine und der Republik Moldau. Das Projekt wurde vom Ukrainischen Institut für Holocaust Studien „Tkuma“ (Dnipro, Ukraine) mit Unterstützung der „International Holocaust Remembrance Alliance“ durchgeführt.

Die Veranstaltung findet in englischer Sprache statt.

Programm:

  • Vortrag “NS-Genozid an den Roma in der Ukraine und Moldau: Geschichte und Erinnerung“ Iryna Radchenko and Maryna Strilchuk, wissenschaftliche Mitarbeiterinnen am Ukrainischen Institut für Holocaust Studien „Tkuma“, Dnipr
  • Präsentation der Ausstellung und Gespräch “Die Tragödie der Roma: Vergangenheit und Gegenwart”
  • Gemeinsamer Ausklang

Nähere Infos  Anmeldung unter: anmeldungberlin@ejka.org

INSTITUTIONELLER RASSISMUS GEGEN ROMA IN EUROPA

MITTWOCH, 14.02.2018 | 19:00 UHR | VORTRAG & DISKUSSION KARGAH E.V. | ZUR BETTFEDERNFABRIK 1 | HANNOVER

Die 2016 von der Grundrechteagentur der Europäischen Union durchgeführte Erhebung zu Minderheiten und Dis- kriminierung (EU-MIDIS II) offenbart einen europaweit ausgeprägten institutionellen Rassismus gegen Roma. Insti- tutionelle Diskriminierung und Rassismus zeigen sich im Bildungs- und Ausbildungssektor, dem Arbeitsmarkt, der Wohnungs- und Stadtentwicklungspolitik, dem Gesundheitswesen, der Polizei und weiteren Behörden. Die zentralen Ergebnisse stellen rechtlich wie politisch ein schweres Versagen in der EU und ihren Mitgliedstaaten dar.

PROF. DR. ELIZABETA JONUZ ist Sozialwissenschaftlerin mit den Schwerpunkten Soziale Arbeit, Migration und Inter- nationales an der Hochschule Hannover.

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ANERKENNUNG, GLEICHBERECHTIGUNG UND BLEIBERECHT

DIE BÜRGERRECHTSBEWEGUNG DEUTSCHER SINTI UND ROMA UND DIE BLEIBERECHTS- KÄMPFE GEFLÜCHTETER ROMA SEIT DEN 1990ERN

 VORTRAG & DISKUSSION am DONNERSTAG, 08.02.2018 | 19:00 UHR | VER.DI-HÖFE | GOSERIEDE 10 | HANNOVER

Seit Ihren Anfängen streitet die Bürgerrechtsbewegung deutscher Sinti und Roma um Wiedergutmachung für im NS erlittenes Unrecht. Der Vortrag von Behar Heinemann zeichnet die Geschichte der Bürgerrechtsarbeit deutscher Sinti und Roma nach, verdeutlicht die Schwierigkeiten im Kampf um Recht und Gerechtigkeit und eröffnet damit Einblicke in ein wenig bekanntes Gebiet der jüngeren und jüngsten deutschen Geschichte. Dzoni Sichelschmidt thematisiert die Geschichte der Bleiberechtskämpfe ge üchteter Roma seit den 1990ern. Ge ohen vor Vertreibungen und ethnischen Säuberungen in den Ländern des ehemaligen Jugoslawiens suchten sie unter anderem Schutz in Deutschland. Doch auch hier wurde den oft traumatisierten Flüchtlingen vielfach mit Diskriminierung und Ausgrenzung begegnet. BEHAR HEINEMANN ist Bürgerrechtlerin, Autorin und war an der Realisation der ersten Ausstellung in Heidelberg zur Geschichte der Bürgerrechtsbewegung beteiligt. DZONI SICHELSCHMIDT ist Roma-Bildungsberater und engagiert sich seit vielen Jahren im Kampf um Anerkennung und Bleiberecht für ge üchtete Roma.

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Katzenstreu. Lesung mit Stefan Horvath

Do., 8. Februar, 19 Uhr, Aufbau Haus am Moritzplatz, Prinzenstraße 84.2, 10969 Berlin

Stefan Horvath begegnet in seiner Erzählung „Katzenstreu“ dem Terror des 4. Februar 1995, einem Attentat, bei dem vier Roma aus Oberwart ihr Leben verloren, darunter einer seiner Söhne.

Zum Autor: Geboren 1949, lebt in der Roma-Siedlung in Oberwart. 1995 verlor er bei der Detonation der Oberwarter Rohrbombe unweit der Siedlung einen Sohn. Von diesem Ereignis schwer traumatisiert, litt er an schweren Schlafstörungen, da er das Geräusch der detonierenden Bombe immer wieder in seinen Träumen zu hören glaubte, bis er eines Tages ein probates Mittel zur Überbrückung dieser Zeit fand: er begann zu schreiben. 2003 erschien sein erstes Buch „Ich war nicht in Auschwitz“ und 2007 das Buch „Katzenstreu“, zu dem mit Willi Spuller auch ein gleichnamiges Hörbuch produziert wurde. 2013 erschien sein bislang letztes Buch „Atsinganos – Die Oberwarter Roma und ihre Siedlungen“.

Eine Veranstaltung im Rahmen der Veranstaltungsreihe WASS KETNE! * Lasst uns zusammenkommen!

Diskriminierung von Sinti und Roma. Geschichte und Gegenwart des Antiziganismus

Montag, 5. Februar 2018, 10:30 – 16:00 Uhr, Hannover, Tagesseminar für Multiplikator_innen der historisch-politischen Bildungsarbeit, in Kooperation mit der Agentur für Erwachsenen- und Weiterbildung

Sinti und Roma leben seit Jahrhunderten in Europa. Vertreibungen, Entrechtung und Versklavung kennzeichnet ihre lange Geschichte in Europa. Hunderttausende Sinti und Roma wurden Opfer des nationalsozialistischen Rassenwahns, in Konzentrations- und Vernichtungslagern und durch Massenerschießungen ermordet.

Erst in der jüngeren Vergangenheit rückte der Völkermord an dieser Bevölkerungsgruppe in den Fokus der Erinnerungspolitik. Viele Jahrzehnte war er ein „vergessener Holocaust“ (Zoni Weisz). Doch auch mit der gedenkpolitischen Anerkennung ist die antiziganistische Diskriminierung nicht einfach aus der Welt. Sinti und Roma werden weiterhin, auch in Deutschland, mit offener Ablehnung und subtiler Diskriminierung konfrontiert.

Das Seminar vermittelt Basiswissen über die (Verfolgungs-) Geschichte der Sinti und Roma, sensibilisiert für aktuelle Formen antiziganistischer Diskriminierung und diskutiert Handlungsstrategien für mehr gesellschaftliche Teilhabe von Sinti und Roma.

Leitung: Bernd Grafe-Ulke und Tobias Neuburger (Projekt „Kompetent gegen Antiziganismus – in Geschichte und Gegenwart“, Stiftung niedersächsische Gedenkstätten)

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Anmeldung: http://www.aewb-nds.de/fortbildung/fortbildungsprogramm/

Antiziganismus in der Deutschen Nachkriegszeit und der Kampf um Anerkennung

Freitag, 2. Februar, 19:00 Uhr, Volkshochschule Burgstraße / Saal, Burgstraße 14, 30159 Hannover

Die gesellschaftliche Atmosphäre gegenüber den überlebenden Sinti und Roma war geprägt von Missgunst und Feindseligkeit. Auch in der deutschen Nachkriegszeit blieben die ideologisch-rassistischen Deutungsmuster nahezu ungebrochen erhalten und bestimmten den Diskurs über und Umgang mit der Minderheit. Die überlebenden Sinti und Roma mussten sich nicht nur eine neue Existenz aufbauen und einen Umgang mit dem Verlust ihrer Angehörigen und ihren eigenen traumatischen Erfahrungen finden, sondern auch dem allgegenwärtigen offenen Antiziganismus und den gesellschaftlichen und politischen Ausgrenzungsmechanismen in deutschen Behörden und in der Mehrheitsgesellschaft entgegentreten.
ANJA REUSS ist Historikerin und Mitarbeiterin im Zentralrat Deutscher Sinti und Roma.

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Gedenkstunde und Ausstellungseröffnung „Die NS-Verfolgung der Sinti und Roma in Berlin“

Mo., 29. Januar, 16 Uhr, Gedenkstunde am Denkmal für die im Nationalsozialismus ermordeten Sinti und Roma Europas (Simsonweg, zwischen Reichstagsgebäude und Brandenburger Tor) 

Es sprechen:

  • Petra Pau, Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages
  • Petra Rosenberg, Vorsitzende des Landesverbandes Deutscher Sinti und Roma Berlin-Brandenburg e. V.
  • Oswald Marschall, stellvertretender Vorsitzender des Dokumentations- und Kulturzentrums Deutscher Sinti und Roma, Heidelberg

 

Ausstellungseröffnung im DokuZ Sinti und Roma Berlin, 18.00 bis 20.00 Uhr in den Räumlichkeiten des DokuZ Sinti und Roma (Aufbau Haus am Moritzplatz, Prinzenstr. 84.2, 10969 Berlin) 

Bei der Eröffnung spricht unter anderem die Historikerin Josephine Ulbricht (Leipzig) zum Thema: „Verwaltet und verwertet. Der Umgang der NS-Behörden mit dem Vermögen deportierter Sinti und Roma“ (Arbeitstitel).

Die Ausstellung ist bis zum 4. April zu sehen. Öffnungszeiten: Montag und Mittwoch von 9.30 bis 16 Uhr sowie auf Anfrage (berlin@sintiundroma.de)

Era Trammer und André Raatzsch zeigen Filme, die sie für den Archivbereich Bilderpolitik von RomArchive produziert haben, und sprechen mit dem Publikum über Bilderpolitik.

Warum die Wunde offen bleibt

Filmvorführung und Diskussion zum Internationalen Holocaust Gedenktag am Samstag, 27. Januar 2018, 11.00 bis 13.30 Uhr im Kino Arthouse Uto, Kalkbreitestrasse 3, 8004 Zürich

Der Film «Warum die Wunde offen bleibt» der österreichischen Künstlerin und Aktivistin Marika Schmiedt beschäftigt sich mit der Aufarbeitung des Holocausts an Roma und Sinti durch die soge- nannte «2.» und «3. Generation». Schmiedt schafft ein eindrückliches Porträt über den Umgang von Roma und Sinti mit ihrer traumatischen Vergangenheit, die einer gesellschaftlichen und poli- tischen Anerkennung entbehrt. Gleichzeitig werden Strategien gegen Rassismus und Diskriminie- rung aufgezeigt in einer Zeit, in der autoritäre Tendenzen in Europa wieder salonfähig geworden sind.

Im Anschluss an den Film folgt ein Gespräch darüber, wie sich die fehlende Auseinandersetzung und die Nichtanerkennung des Holocaust auf den Alltag und die Kultur der Sinti und Roma in der Schweiz auswirken, wie Kritik daran geäussert und rezipiert wird und welche Allianzen es braucht, um gegen strukturellen Rassismus und anhaltende Diskriminierung vorzugehen.

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Gedenkveranstaltung für die Opfer des Nationalsozialismus

Einladung zur öffentlichen Veranstaltung am 27.01.2018, 17 Uhr, in der Rathaushalle, Ratsstraße 19, 99974 Mühlhausen

Den diesjährigen Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar begeht die Stadt Mühlhausen mit einer zentralen Gedenkveranstaltung unter Schirmherrschaft von Oberbürgermeister Dr. Johannes Bruns im historischen Rathaus. Gemeinsam laden dazu der Christlich-jüdische Arbeitskreis Mühlhausen, der Mühlhäuser Geschichts- und Denkmalpflegeverein sowie der Rotary-Club Mühlhausen ab 17 Uhr alle interessierten Bürgerinnen und Bürger in die Rathaushalle ein.

Nach der Begrüßung durch Oberbürgermeister Dr. Johannes Bruns und einer Ansprache von Pfarrer Teja Begrich vom Christlich-jüdischen Arbeitskreis Mühlhausen wird sich Dr. Frank Reuter, wissenschaftlicher Geschäftsführer der Forschungsstelle Antiziganismus am Historischen Seminar der Universität Heidelberg, in seinem Vortrag „Von der Ausgrenzung bis zur Vernichtung“ mit dem nationalsozialistischen Völkermord an den Sinti und Roma auseinandersetzen.

 

Diskriminierung, Verfolgung, Ermordung. Der nationalsozialistische Genozid an den Sinti und Roma. Vortrag – Gespräch – Ausstellung.

Samstag, 27.01.2018, 19.30 Uhr, Altes Rathaus, Göttingen,  Markt 9, 37073 Göttingen

Bis zu 500.000 Sinti und Roma wurden während des Nationalsozialismus ermordet. Auch heute noch haben Sinti und Roma mit Diskriminierung und Ausgrenzung zu kämpfen. Wir berichten über Sinti im Jugend-KZ Moringen und ihre Deportation nach Auschwitz, über Antiziganismus und Rassismus, Bürgerrechtsarbeit und die Kämpfe um Anerkennung und Bleiberecht der Gegenwart. Es sprechen u.a. Kenan Emini (Roma-Center Göttingen) und Dr. Dietmar Sedlaczek (KZ-Gedenkstätte Moringen). Eine begleitende Ausstellung des Roma Antidiscrimination Networks und des Roma-Center Göttingen zeigt die Bleiberechtskämpfe von Roma in Deutschland und die Lage abgeschobener Roma in den Ländern Ex-Jugoslawiens.

Veranstaltet vom Bündnis zum Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus in Kooperation mit dem Roma-Center Göttingen.

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ANTIZIGANISTISCHE ERMITTLUNGSANSÄTZE DER POLIZEI- UND SICHERHEITSBEHÖRDEN

DONNERSTAG, 25.01.2018, 19:00 UHR, VORTRAG von Markus End, DISKUSSION, VHS HANNOVER, BURGSTRASSE 14, 30159 HANNOVER

 Deutsche Polizeibehörden haben spätestens Mitte des 19. Jahrhunderts begonnen, rassistische Ermittlungsansätze gegen Sinti und Roma zu etablieren. Von der Einrichtung des sogenannten „Zigeunernachrichtendienstes“ 1899 lassen sich personelle und materielle Verbindungslinien bis in die Bundesrepublik ziehen. Im Nationalsozialismus waren Polizeibehörden maßgeblich an der Organisation des Völkermordes beteiligt. Im Vortrag werden nach einer kurzen historischen und theoretischen Einbettung vielfältige Beispiele gegenwärtiger rassistischer polizeilicher Ermittlungsansätze vorgestellt, analytisch eingeordnet und kritisiert.

Antiziganismus-Gestern und Heute

Vortrag und Diskussion im Offenen Antifa Café Bochum und Freiraum e.V. am Mittwoch, den 24.01.2018, ab 18:30 Uhr; Soziales Zentrum Bochum, Josephstr.2

In der Veranstaltung sollen zunächst die aktuelle Erscheinungsformen, die sich gegen Roma, bzw. sogenannte “Zigeuner*innen” richtende Ausgrenzungsstrategien in den Blick genommen werden.

Einen weiteren Schwerpunkt des Vortrages bildet die Darstellung der historischen Diskriminierung von “Zigeuner*innen” in Deutschland -besonderer Focus hierbei auf Bochum und Wattenscheid- beginnend  im 15. Jahrhundert bis hin zur NS-Verfolgungspraxis.

Desweiteren sollen Parallelen und Unterschiede von antiziganistischen und antisemitischen Projektionen dargestellt werden.

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Antiziganismus in Ungarn

23.01.18, 18 Uhr, 49377 Vechta, Driverstrasse 22, Raum Q115 mit Benjamin Horvath

In Ungarn – wie in allen Nationalstaaten – existieren seit jeher verschiedene Formen der Diskriminierung nationaler Minderheiten. Spätestens seit dem verstärkten Rechtsruck in Ungarn, der sich in den Stimmengewinnen der rechtsradikalen JOBBIK und der Regierungsmehrheit von FIDESZ-KDNP seit 2010 niederschlägt, werden vermehrt antiziganistische Ressentiments im politischen Mainstream bedient. Antiziganistische Meldungen aus Ungarn sind gelegentlich auch in deutschen Medien zu finden. Doch werden diese zuletzt von anderen Negativschlagzeilen aus Ungarn überschattet. Dass es weiterhin berichtenswerte antiziganistische Vorfälle gibt, darüber wird der Vortrag von Benjamin Horvath zum Thema „Antiziganismus in Ungarn“ aufklären.

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Europäischer Antiziganismus in Geschichte und Gegenwart

18.12.2017, 18:30 Uhr, Schwarzkopf-Stiftung Junges Europa, Sophienstr. 28-29, 10178 Berlin

Was bedeutet „Antiziganismus“ und was kann dagegen getan werden? Woher kommt der hartnäckige und weit verbreitete Hass gegen Angehörige der Minderheit? Wer sind „Sinti und Roma“ und was steckt hinter der Doppelbezeichnung? Wie ist die Situation von Sinti und Roma heute in Europa und Deutschland? Diese und weitere Fragen möchten wir mit Ihnen und unseren Gästen diskutieren.

Über Ihre Teilnahme freuen wir uns und bitten um Anmeldung online (s. unten) oder per E-Mail. Durch Ihre Anwesenheit bei der Veranstaltung stimmen Sie zu, dass die dort entstandenen Fotos für Zwecke der Öffentlichkeitsarbeit verwendet werden dürfen.

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma statt. Anne Frölich und Tobias Borcke, Projektmitarbeitende des Dokumentations- und Kulturzentrums Deutscher Sinti und Roma nehmen teil. Sie wird im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ vom Bundesfamilienministerium gefördert.

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75 JAHRE GEDENKEN AN DEN AUSCHWITZERLASS

 16. Dezember, 18:30 Uhr 19:00 Uhr im Kulturhaus RomnoKher B7/16, 68159 Mannheim

Als Auschwitzerlass wird der Erlass Heinrich Himmlers vom 16. Dezember 1942 bezeichnet, mit dem die Deportation der Sinti und Roma in Deutschland angeordnet wurde, um sie als komplette Minderheit zu vernichten.

In diesem Jahr jährt sich dieser Gedenktag am 16. Dezember 2017 zum 75. Mal. Zusammen mit der Landtagspräsidentin Muhterem Aras werden wir dessen in unseren Räumlichkeiten gedenken.

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Gedenkveranstaltung in Sachsenhausen für die Opfer des nationalsozialistischen Völkermordes an den Sinti und Roma

14.12.2017, 12:00 Uhr, Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen, Straße der Nationen 22, 16515 Oranienburg

Am Donnerstag, den 14. Dezember 2017, erinnert der Zentralrat Deutscher Sinti und Roma in der Gedenkstätte Sachsenhausen mit einer Gedenkveranstaltung und einer Kranzniederlegung an die Opfer des nationalsozialistischen Völkermordes an den Sinti und Roma. An der Veranstaltung nimmt eine Delegation von 40 Personen teil, die aus Überlebenden und deren Familienangehörigen, sowie Vorständen der Landesverbände des Zentralrats besteht. Für die Überlebenden spricht Lona Strauss-Dreißig.

Begrüßung
Prof. Dr. Günter Morsch, Direktor der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten

Ansprachen
Romani Rose, Vorsitzender des Zentralrates Deutscher Sinti und Roma
Lona Strauss-Dreißig

Kranzniederlegung

Ort: Gedenkort „Station Z“ 

In Kooperation mit der Gedenkstätte und dem Museum Sachsenhausen

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»Mit einer Rückkehr ist nicht mehr zu rechnen …« Die Verfolgung der Sinti und Roma in Mannheim

EINLADUNG ZUR BUCHVORSTELLUNG am Mittwoch, 13. Dezember 2017, 14 Uhr im Kulturhaus RomnoKher B7/16, 68159 Mannheim

Verband Deutscher Sinti und Roma, Landesverband Baden-Württemberg , in Kooperation mit dem Stadtarchiv Mannheim-ISG und Freunde des Stadtarchivs Mannheim-ISG

Wie überall in Deutschland wurden im März 1943 Sinti und Roma aus Mannheim von den nationalsozialistischen Machthabern in das Vernichtungslager Auschwitz deportiert. Ziel war wie bei den Juden die Beseitigung der als »außereuropäische Fremdrasse« bezeichneten Menschen. Die Diskriminierung und Verfolgung begann aber nicht erst in der Zeit des Nationalsozialismus; schon früher wurden sie ausgegrenzt und waren bereits in der Weimarer Zeit staatlichen Repressionen ausgesetzt. Selbst nach 1945 lassen sich – wie Udo Engbring-Romang quellennah zeigt – entsprechende antiziganistische Ressentiments in der Politik, bei Behördenmitarbeitern und auch in den Medien vor Ort aufzeigen, wenn es etwa um Fragen einer „Wiedergutmachung“, um Anerkennung des Völkermords oder konkret um die Zuweisung von Wohnungen ging.

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75 Jahre Auschwitz-Erlass – Der nationalsozialistische Völkermord an den Sinti und Roma. Voraussetzungen, Verlauf, Erinnerung 


Vortrag & Diskussion mit Dr. Frank Reuter am Montag, 11. Dezember 2017, 19:00 Uhr, im Kulturzentrum Pavillon, Lister Meile 4, 30161 Hannover

Am 16. Dezember 2017 jährt sich mit dem sog. Auschwitz-Erlass der zentrale Erlass des nationalsozialistischen Völkermords an den Sinti und Roma zum 75. Mal. Der Referent zeichnet die wichtigsten Entwicklungslinien des NS-Völkermords an den Sinti und Roma anhand zentraler Dokumente und historischer Fotografien nach: von der gesellschaftlichen Ausgrenzung bis zur staatlich organisierten Vernichtung. Dabei geht er auch auf die antiziganistischen Vorstellungsmuster ein, die tief in der europäischen Kulturgeschichte verwurzelt sind und die zu den Voraussetzungen des Genozids gehören. Am Ende wird der Frage nachgegangen, warum die Verbrechen an den Sinti und Roma erst so spät Eingang in die Erinnerungskultur fanden.

Dr. Frank Reuter ist langjähriger Mitarbeiter des Dokumentations- und Kulturzentrums Deutscher Sinti und Roma und wird ab 2018 die Geschäftsführung der neuen Forschungsstelle Antiziganismus an der Universität Heidelberg übernehmen.

Eine Veranstaltung aus der Reihe „75 Jahre Auschwitz-Erlass – Kontinuitäten des Rassismus gegen Sinti und Roma“

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Taikon. Filmvorführung und Gespräch

Fr. 8. Dezember, 19 Uhr, DokuZ Sinti und Roma, Aufbau Haus am Moritzplatz, Prinzenstr. 84, Aufgang 2, 3.OG, 10969 Berlin (Zugang über Oranienstraße)

Katarina Taikon (1932-1995), schwedische Roma-Aktivistin und Autorin, kämpfte in den 60er und 7oer Jahren für die die gleichberechtigte gesellschaftliche Teilhabe von Roma in Schweden, für das Bleiberecht von Roma-Flüchtlingen und schrieb – einzigartig in Europa – in den Jahren 1969 bis 1981 eine dreizehnteilige Kinderbuchserie, um einen Mentalitätswandel in der Mehrheitsgesellschaft zu erreichen. Diesen schwedische Klassiker gibt es auf Deutsch leider nur in einer vergriffenen und nichtautorisierten Fassung.

Der Film von Lawen Mohtadi und Tamasz Gellert von 2015 zeigt mit viel dokumentarischem Material Ausschnitte aus dem Leben und Kampf Katarina Taikons.
Wir zeigen den Film auf schwedisch mit deutschen Untertiteln.
Ute Wolters (pensionierte Lehrerin für Jugendliteratur und Politik, langjährige Rezensentin der AG Jugendliteratur und Medien der GEW (AJuM)) ergänzt die Informationen des Films durch weiteres biografisches Material und Hinweise auf die Rezeption.
Eine Veranstaltung im Rahmen der Filmreihe „Fakten/Fiktionen* Menschen im Objektiv“

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LASST UNS REDEN … … über Antiziganismus!

Vom 8. bis 10. Dezember 2018 führt das Projekt „ZusammenWachsen“ im Bildungszentrum der Arbeitskammer des Saarlandes in Kirkel das dritte Forum unter dem Motto „Lass uns reden … über Antiziganismus!“ statt.  08. Dezember 2017 – 10. Dezember 2017 durch.

Projekt „ZusammenWachsen“ Ort: Am Tannenwald 1, 66459 Kirkel,Telefon (06849) 909-0

Das Forum soll Raum zum Austausch verschiedener Menschen und Gruppen bieten.

Es richtet sich an Jugendliche ab 16 Jahre und junge Erwachsene. Gemeinsam mit den Teilnehmenden arbeiten wir uns mittels Vorträgen und Workshops in das Themenfeld Antiziganismus ein und beleuchten es unter dem Schwerpunkt Migration und Flucht intensiver. Die gewonnenen Erkenntnisse aus der kritischen Auseinandersetzung mit Antiziganismus münden in die Ausgestaltung des Projektes.

Dabei soll das gegenseitige Kennenlernen und der Austausch verschiedener Erfahrungen nicht zu kurz kommen.

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Vortrag: Auschwitz-Erlass Himmlers zur Deportation der Sinti und Roma vom 16.12.1942

Vortrag von Herbert Heuß am 07.12.2017, 18:30 – 20:30 Uhr, Ludwig Bergsträsser-Saal im Kollegiengebäude, Luisenplatz 2, Darmstadt

Im Rahmen des Darmstädter Gedenkjahrs 2017 „Gegen das Vergessen!“ hält Herbert Heuß am Donnerstag, 7.12.2017, 18:30 – 20:30 Uhr, einen Vortrag mit dem Titel „Auschwitz-Erlass Himmlers zur Deportation der Sinti und Roma vom 16.12.1942“.

Veranstalter ist der Verband Deutscher Sinti und Roma – Landesverband Hessen in Kooperation mit der Wissenschaftsstadt Darmstadt.

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Buchvorstellung: »Sinti und Roma. Geschichte einer Minderheit«

Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma in Kooperation mit Forschungssstelle Antiziganismus (Universität Heidelberg); Donnerstag, 07.12.2017, Veranstaltungsort: Hörsaal des Historischen Seminars, Grabengasse 3-5, 69117 Heidelberg
Die Historikerin Karola Fings hat sich in ihrem Buch der nicht einfachen Aufgabe gestellt, die 600-jährige „Geschichte einer Minderheit“ auf nur 120 Seiten übersichtlich und differenziert zugleich zu schreiben.
Neben der Vorstellung des Bandes wird die Autorin auch über die methodischen Fallstricke ihrer Arbeit sprechen: So sei jedes Schreiben über Sinti und Roma, auch wenn es in aufklärerischer Absicht geschieht, „ein Akt von Diskursmacht“ und laufe Gefahr zu homogenisieren sowie Stereotype zu reproduzieren. Karola Fings wird zeigen, wie es dennoch gelingen kann, durch eine um Dekonstruktion bemühte Beschreibung exemplarischer Prozesse und Ereignisse tradierte Wissensbestände in Frage zu stellen.

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Filmvorführung: »Roma: Bürger zweiter Klasse?«

05.12.2017, 18:00 – 20:30 Uhr, Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma, Bremeneckgasse 2, 69117 Heidelberg

Der 90-minütige Dokumentarfilm von Samuel Lajus zeigt die strukturellen Mechanismen und vielfältigen Dimensionen des Antiziganismus in Europa auf und beleuchtet das Versagen und die Verantwortung von staatlichen Institutionen. Zu Wort kommen sowohl Menschen, die täglich von Diskriminierung und Ausgrenzung betroffen sind, als auch Angehörige der Minderheit, die sich politisch im Kampf gegen Antiziganismus in Europa engagieren.

Im Anschluss findet ein Gespräch (auf Englisch) mit dem Regisseur statt.

Samuel Lajus | Der Filmemacher recherchierte zwei Jahre für die Umsetzung der Dokumentation. Ein Schwerpunkt war dabei, keine einfachen Antworten auf die komplizierte Frage zu geben, wie es dazu kommen konnte, dass eine über Jahrzehnte andauernde Förderungsmaßnahme katastrophal scheitern konnte.

Eintritt frei

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Vom Vorurteil zur Zusammenarbeit Hin zu einer besseren Kooperation von Sinti, Roma und Kirchen

1. – 2. Dezember 2017, 09:00 – 17:00 Uhr, Geschlossene Fachtagung, Tagungsnummer 59/2017,  Evangelische Akademie Bad Boll, Akademieweg 11, 73087 Bad Boll

Rassismus gegen Sinti und Roma ist europaweit fast konsenshaft verbreitet. Die Sozialwissenschaft geht davon aus, dass über 50 Prozent der europäischen Bevölkerung diese Volksgruppen ablehnen. Selbst wenn die Situation der Roma in Mittelosteuropa dramatisch angespannt ist, gibt es keinen Grund, die Situation in Deutschland schönzureden. Auch hier ist die Ablehnung sehr groß, die Diskriminierung massiv. Deshalb wollen wir uns mit Vertreterinnen der Landesverbände der Sinti und Roma und kirchlichen Verantwortlichen austauschen, wie Kirche sich in dieser Situation produktiv gegen Diskriminierung und Verachtung stellen und für eine veränderte gesellschaftliche Wahrnehmung und Haltung gegenüber Sinti und Roma einsetzen kann.

Bilderpolitik. Das Bild und sein Betrachter. Bilderpolitik in Museen, Archiven und anderen medialen Porträts der Minderheit.

Do., 30. November, 19 Uhr im DokuZ Sinti und Roma, Aufbau Haus am Moritzplatz,
Prinzenstr. 84, Aufgang 2, 3.OG, 10969 Berlin (Zugang über Oranienstraße)

„Die Wirklichkeit wird immer stärker gleichgesetzt mit dem, was in Medien, Film und Fotografie dargestellt wird. Ob dies jedoch wirklich die Realität ist, darf infrage gestellt werden. Es ist unsere Verantwortung und unser demokratisch gewährtes Recht, zu entscheiden, was wir in Bildern sehen: Sehen wir „Fremde“ oder sehen wir unsere „Mitbürger*innen“?

Era Trammer und André Raatzsch zeigen Filme, die sie für den Archivbereich Bilderpolitik von RomArchive produziert haben, und sprechen mit dem Publikum über Bilderpolitik.

Era Trammer ist als Regisseurin und Cutterin tätig. Sie produzierte diverse Dokumentarfilme Dokumentationen und Musikvideos. Ihr Arbeitsschwerpunkt liegt hauptsächlich im Bereich Gesellschaftspolitik, z.B. Machtstrukturen, Diskriminierung, Kulturpolitik und Geschlechterverhältnisse.

André Raatzsch setzte mehrere künstlerische und kulturelle Projekte um. Darin werden mit dokumentarischen, partizipativen und künstlerischen Methoden die bildlichen Darstellungen, anders gesagt die Bilderpolitik der Sinti und Roma Darstellungen hinterfragt, kritisch reflektiert und mit dem dazugehörigen fotografischen Diskurs verbindet. André Raatzsch ist Mitarbeiter der Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma und Künstlerischer Leiter der Archivbereichs Bilderpoltik des Projekts RomArchive, Digitales Archiv der Sinti und Roma.

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»Roma versus Menschenrechte – Wie kann die Menschenrechtssituation der Roma in Deutschland und Europa verbessert werden?«

 30.11.2017 18:00, taz-café, Rudi-Dutschke-Straße 23, 10969 Berlin

Wie sehen die Lebensrealität und die rechtliche Situation der Roma in Deutschland und in den Ländern des Westlichen Balkans aus?

Sinti und Roma sind die größte Minderheit Europas und Antiziganismus ist ein allgegenwärtiges Problem auf dem ganzen Kontinent. Die Mehrheit der Roma lebt unter wesentlich schlechteren Lebensbedingungen als die Mehrheitsgesellschaft. Auch in Deutschland ist die Diskriminierung der Sinti und Roma sowohl auf politischer als auch auf gesellschaftlicher Ebene immer noch beobachtbar. Mangelndes Bewusstsein für die Situation der Roma auf dem Balkan zeigt u.a. das Konzept der „sicheren Herkunftsstaaten“ in der Asylpolitik, welches die kumulative Diskriminierung der Roma völlig ignoriert.

Deshalb muss auf die Missstände hingewiesen werden. Auf dem Podium besprechen Kefaet Prizreni(Protagonist in „Trapped by Law“, Roma-Rapper und Aktivist), Kenan Emini (Filmemacher „The Awakening“, Vorsitzender Roma Center e.V./ Bündnis „Alle bleiben“), Allegra Schneider (Journalistin mit Schwerpunkt Migration, Flucht und Rassismus) und Christian Hanke (SPD, ehemaliger Bezirksbürgermeister Berlin-Mitte) gemeinsame Handlungsmöglichkeiten.

Ausschnitte der Filme „The Awakening“ von Kenan Emini und „Trapped by Law“ von Sami Mustafa veranschaulichen das Thema. Außerdem wird unser Projektpartner Dejan Marković aus Serbien vor Ort sein und über seine unmittelbaren Erfahrungen berichten.

Als Abschluss des Abends wird die Rap-Combo Inclusion4real schließlich einen Einblick geben, was „Solidarität mit Roma“ für sie bedeutet.

Isidora Randjelović führt moderierend durch den Abend.

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Politik im Geiste der „Zigeuner- und Arbeitsscheuengesetze“

Eine Analyse der aktuellen antiziganistischen Aufwallung in Frankfurt und ihrer gesellschaftlichen Grundlagen.

Roter Stern Frankfurt e.V., Sonntag, 26. November 17:0020:00 im Centro Frankfurt, Al-Rödelheim 6, 60489 Frankfurt
„Umzingelt vom Elend“ titelte die FNP über eine von RumänInnen bewohnte Frankfurter Brache und brachte damit den Konsens vieler SprecherInnen im Armutsdiskurs zum Ausdruck: Ausländische Wohnungslose werden als Gefahr dargestellt und das Objekt kommunaler Kriminalpolitik und medialer Entwürdigung. Hauptzielscheibe dieser Wut gegen die RepräsentantInnen der sichtbaren Verelendung sind dabei vor allem RomNia und alle anderen, die der Antiziganismus trifft. Der Vortrag analysiert das Ausmaß dieser Aufwallung, erinnert an die Kontinuitäten des Antiziganismus und verknüpft die Analyse der Voraussetzungen dieser Ideologie mit Erkenntnissen der kritischen Kriminologie und der materialistischen Gesellschaftstheorie.

Benjamin Böhm ist Politikwissenschaftler, Soziologe, Sozialarbeiter, beschäftigt sich mit den Themen Antiziganismus, Obdachlosigkeit und materialistische Gesellschaftsanalyse.

Der Eintritt ist frei. Spenden sind erwünscht. Rassistisches, Antisemitisches, Nationalistisches und Sexistisches Verhalten wird auf der Veranstaltung nicht toleriert.

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Was ist eigentlich Antiziganismus?

 26.11.2017, 20:00 – 22:00 Uhr, Wohn- und Kulturprojekt B12, Braustraße 20, 04107 Leipzig

Diskriminierung und Verfolgung von Sinti und Roma hat in Europa eine lange Tradition und ist gleichzeitig hochaktuell. Sei es in der Abschiebepraxis der Bundesrepublik, in öffentlichen Debatten um vermeintliche „Wirtschaftsflüchtlinge“ oder die immer gleichen antiziganistischen Stereotype z.B. von Mobilität, Musikalität und Kriminalität.
Der Vortrag beschäftigt sich sowohl mit der Geschichte von Verfolgung, Ausgrenzung und Vernichtung von Sinti und Roma in Deutschland, als auch den damit einhergehenden rassistischen und diskriminierenden Zuschreibungen. Es werden theoretische Hintergründe und praktische Auswirkungen antiziganistischer Stereotype untersucht. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf der Analyse der Entstehungshintergründe überlieferter antiziganistischer Stereotype, die heute noch maßgeblich das Bild der größten europäischen Minderheit prägen.
Der Vortrag richtet sich an interessierte Menschen, die sich mit Antiziganismus im Alltag auseinandersetzen wollen und möchte mit den Teilnehmer_innen Interventionsmöglichkeiten diskutieren.

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DIE ROLLE DER KULTUR UND DER BILDENDEN KUNST IN DER BEKÄMPFUNG DER ROMAPHOBIE

GOETHE-INSTITUT BUKAREST, Str. Tudor, Arghezi 8-10, RO-020945 Bukarest

Das Projekt Die Rolle der Kultur und der bildenden Kunst in der Bekämpfung des Romaphobie wird in Partnerschaft mit der Demokratischen Föderation der Roma durchgeführt. Ebenfalls gibt es eine Zusammenarbeit mit dem Nationalen Kulturzentrum der Roma – Romano Kher, dem Europäischen Roma Institut für Kunst und Kultur (Berlin) und der Roma Kulturstiftung (Budapest).
Im Rahmen dieses Projekts zeigen wir die von Timea Junghaus kuratierte Fotoausstellung Roma Body Politics – No Innocent Picture vom 23. November bis zum 10. Dezember im Museum Nicolae Minovici. Die Ausstellung wird am 23. November um 17:30 Uhr eröffnet, gefolgt von einem Konzert der New Saraiman Fusion Band. Die mit Unterstützung von Roma-Künstlern und –Aktivisten realisierte Ausstellung zeigt, wie die Körper der Roma als historisches Unterklassen-Konstrukt dargeboten werden, dessen Herkunft in der Institution der Sklaverei und den Darstellungen der Medien zu finden ist.
Die exploratorische Studie über die Darstellung und Selbstdarstellung der Roma in den visuellen Künsten problematisiert ebenso wie die Ausstellung die Repräsentation der Roma im Laufe der Geschichte durch stereotype Bilder sowie die Art und Weise, wie sich das kollektive Bewusstsein aufgrund dieser Bilder aufgebaut hat.
Am 24. November von 10:00 – 12:30 wird Timea Junghaus vom Europäischen Roma Institut für Kunst und Kultur einen Vortrag halten mit anschließender Diskussion, gefolgt von einem Gespräch über die Rolle der Roma-Künstler bei der Konstruktion und Dekonstruktion von Mythen, Stereotypen über Roma von 14:30 – 16:00 Uhr und von 16:30 – 18:00 Uhr. Am 25. November von 10:00 – 12:00 Uhr sollen dann die Ergebnisse präsentiert werden.
In Zusammenarbeit mit Muzeul Municipiului București und Muzeul „Nicolae Minovici”

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»Every Day is Romaday! Dialog mit Politik, Behörden und Bildungseinrichtungen in Deutschland«

Fachkonferenz »Every Day is Romaday! Dialog mit Politik, Behörden und Bildungseinrichtungen in Deutschland« am 22. November 2017 in Berlin, 11.30 Uhr – 20 Uhr, Tagungsort: Parochialkirche, Klosterstraße 67, Berlin-Mitte; Workshops und Seminare finden im Palais Podewil, Klosterstraße 68-70, statt.

»Sinti und Roma müssen auch heute um ihre Rechte kämpfen. Deshalb ist es eine deutsche und eine europäische Aufgabe, sie dabei zu unterstützen, wo auch immer und innerhalb welcher Staatsgrenzen auch immer sie leben.« (Bundeskanzlerin Angela Merkel, Berlin, 24. Oktober 2012)

Es ist fünf Jahre her, dass die Bundeskanzlerin Angela Merkel diese Worte in ihrer Rede anlässlich der Einweihung des Denkmals für die im Nationalsozialismus ermordeten Sinti und Roma äußerte. Doch wer nimmt sich dieser Aufgabe an? Werden die Rechte von Roma und Sinti in Deutschland eingehalten und hat sich die Chancengleichheit für sie hierzulande seitdem verbessert?

Als Bündnis aus Roma- und Nicht-Roma-Organisationen ist das Bündnis für Solidarität mit den Sinti und Roma Europasdeutschlandweit im Kampf gegen Antiziganismus aufgestellt. Mit unserem Aufruf »Every Day is Romaday! « erinnern wir an die tägliche Diskriminierung von Sinti und Roma. Um effektiv dieser Diskriminierung entgegentreten zu können, möchten wir Akteur*innen aus den Vereinen, Verwaltungen, Parlamenten und Bildungseinrichtungen des gesamten Bundesgebietszusammen bringen. Gemeinsam wollen wir bereits bestehende Antidiskriminierungsmaßnahmen, die Praxis in den Bereichen Arbeit, Bildung, Soziales und Wohnen sowie Zuwanderung dokumentieren, diskutieren und auswerten. Wo gibt es noch Handlungsbedarf? Was muss getan werden, um weiterhin bestehende, oft verborgene Benachteiligungen abzubauen? Wo muss zielgerichtet gefördert und wo müssen die bestehenden Angebote verbessert werden?

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Wie können die (politischen) Teilhaberechte der Minderheit der Roma und Sinti abgesichert werden?

 21.11.2017 18:30, Landesrat der Roma und Sinti, RomnoKher Berlin-Brandenburg e.V., im Aufbau Haus am Moritzplatz, Prinzenstr. 84.1, 5.OG, 10969 Berlin

Der Landesrat der Roma und Sinti, RomnoKher Berlin-Brandenburg e.V. und die Berliner Landeszentrale für politische Bildung laden erneut zur kritischen Auseinandersetzung aktueller Themen und mit der Landes-Politik ein.Es ist wieder soweit: Beim politischen Salon gehen diesmal u. a. Karin Korte (SPD),Cornelia Seibeld (CDU) mit der Frage nach der Sicherung von Teilhaberechten für Roma und Sinti nach. Nach der Podiumsdiskussion können Interessierte sich gerne in die Diskussion einmischen. Wir freuen und über eine lebendige Auseinandersetzung mit Politik und Gesellschaft!
Die Bundesländer sind unterschiedliche Wege gegangen, die Teilhaberechte der Minderheit hervorzuheben, in Brandenburg sind die autochthonen Sinti und Roma eine anerkannte Minderheit, in Baden-Württemberg wurde ein Staatsvertrag geschlossen. Im Koalitionsvertrag in Berlin wird ein Staatsvertrag angestrebt, der auch die zugewanderten Roma mit einbeziehen soll. Welche Felder der sozialen, ökonomischen und auch politischen Teilhabe sollen geregelt werden, was wünschen sich die in Berlin lebenden Roma und Sinti?

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Vortrag über die Errichtung und den Unterhalt von Lagern durch die Stadt Frankfurt von 1929 bis 1945 zur Internierung unterschiedlicher antiziganistisch verfolgter Menschen

„Zigeuner“ ist dabei von jeher der Begriff, mit dem die Täter ihre Opfer markieren und gleichzeitig rechtfertigen, warum diese Opfer sind. Zum „Zigeuner“ kann jede_r erklärt werden, die_der keinen festen Wohnsitz hat, keiner geregelten Arbeit nachgeht, oder anderweitig gegen die Ordnungsvorstellungen des bürgerlichen Nationalstaats verstößt.

Frankfurt stellt im Kontext antiziganistischer Verfolgung eine Besonderheit dar, da hier bereits vor 1933 ein Lager errichtet wurde, in dem Menschen, die unter dem diskriminierenden Begriff zusammengefasst wurden, festgesetzt wurden.
Vom ehemaligen Lager an der Friedberger Landstraße, das schon früh dazu genutzt wurde Roma und Sinti von der Innenstadt fernzuhalten, über das Lager in der Dieselstraße (nahe des Osthafens), das u.a. der Internierung von Arbeitskräften für Frankfurter Betriebe und von „Anschauungsobjekten“ für die Rassenbiologische Forschungsstelle diente, bis zum Lager in der Kruppstraße, von dem die größte Deportation von Sinti und Roma in Hessen nach Auschwitz-Birkenau ausging.

Der Referent, Tobias Teichmann, ist Historiker und am Historischen Museum Frankfurt beschäftigt. Seit mehreren Jahren forscht er bereits zu Antiziganismus.

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»Kampf um Anerkennung« Ein Film zu vier Jahrzehnten Bürgerrechtsarbeit des Verbands Deutscher Sinti und Roma in Hessen

Dienstag, 14.11.2017 18:30 Uhr – 20:30 Uhr, Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma, Bremeneckgasse 2, 69117 Heidelberg

Der Film „Kampf um Anerkennung“dokumentiert die politische Organisierung und Bürgerrechtsarbeit der deutschen Sinti und Roma seit 1979. Im Gespräch mit damaligen Akteurinnen und Akteuren greift die Filmdokumentation wichtige Meilensteine der Bürgerrechtsarbeit aus vier Jahrzehnten auf. Dazu gehören insbesondere die Gedenkveranstaltung in der Frankfurter Paulskirche und die Errichtung des Mahnmals für die deportierten Sinti und Roma in Wiesbaden Anfang der 90er Jahre.

Eine Veranstaltung in Kooperation mit: Verband Deutscher Sinti und Roma Landesverband Hessen e.V.

Eintritt frei

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Fachtagung: Erscheinungsformen des Antiziganismus

Eine Kooperationsveranstaltung des Verbands Deutscher Sinti und Roma e.V. Landesverband Baden-Württemberg (VDSR) und der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg (LpB)
Termin: 13. bis 14. November 2017, Bad Urach, Haus auf der Alb

Die Fachtagung möchte einen Beitrag dazu leisten,“jeglichen Diskriminierungen von Angehörigen der Minderheit entgegenzuwirken und den gesellschaftlichen Antiziganismus wirksam zu bekämpfen“. Sie geht der Frage nach, wo und in welcher Form sich Stigmatisierung und Diskriminierung in der Gegenwart zeigen und thematisiert die historischen Entwicklungslinien. Forschungsergebnisse werden vorgestellt, Handlungsfelder vermessen und pädagogische Handlungsoptionen aufgezeigt.

In verschiedenen Arbeitsgruppen besteht außerdem die Möglichkeit, aktuelle Fragestellungen vertiefend zu diskutieren.

Programm Fachtagung: „Nichts oder fast nichts hat die Gesellschaft daraus gelernt…“ Erscheinungsformen des Antiziganismus“ (Download als PDF)

Online-Anmeldung (Anmeldefrist 24. Juli 2017)

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Lesung von Rike Reiniger „Theatermonolog- Zigeunerboxer“

„Machs gut, Zigeunerboxer“, sagte ich zum Abschied. Der Zug fuhr schon an, da rief er mir zu: „Machs auch gut, Hans. Im Übrigen heiße ich Wilhelm Weiss. Meine Freunde nennen mich Ruki. Zigeuner nennensie mich nicht.“
Rike Reingers berührender Theatermonolog „Zigeuner-Boxer“ über den 1944 im KZ Buchenwald ermordeteten Sinto-Boxer Rukeli Trollmann, soll einen Beitrag zur Erinnerungskultur an die im Nationalsozialismus Ermordeteten leisten.
Rike Reiniger ist Regiseurin und Autorin. Neben Theaterstücken schreibt sie Prosa. „Zigeuner-Boxer“ wurde mit dem Publikumspreis des Heidelberger Stückemarktes ausgezeichnet.
Der Eintritt ist frei. Die Autorin liest selbst und steht danach für Fragen zur Verfügung.

Rassistisches, nationalistisches, antisemitisches und aexistisches Verhalten wird auf der Veranstaltung nicht toleriert

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Filmreihe »Selbstbilder im Fokus«: JOŽKA und DUI ROMA

09.11.2017 19:00, Evangelische Akademie zu Berlin, Blauer Saal, Haus der EKD, Charlottenstr. 53/5, 10117 Berlin
Zum dritten Mal veranstaltet die Ev. Akademie nun die Filmreihe Sinti und Roma im europäischen Film. Landesrat der Roma und Sinti, RomnoKher Berlin-Brandenburg e.V.,  RomaTrial sind mit dem Filmfestival „Ake Dikhea?“ Kooperationspartner dieser Reihe.
Ziel dieser Filmreihe ist, Selbst- und Fremdbilder von Sinti und Roma in ihren filmästhetischen und politischen Aspekten wahrzunehmen und zu diskutieren. Werke verschiedener Genres werfen dabei Aufarbeitungsfragen der Kinder und Enkel der Verfolgungsopfer des Nationalsozialismus auf und reflektieren Filme als Mittel der Arbeit gegen Rassismus gegen Roma und Sinti. Die Folgen der NS-Verfolgung, der fehlenden Bearbeitung nach 1945, die bleibende Verfolgung und die anhaltende Diskriminierung sind in diesen Filmen zu finden; auch Lebensrealitäten, die sich nicht auf den ersten Blick in diesem Kontext erschließen, Widerständiges, Suchendes, Eigenes und Fremdes mit einer Perspektive auf Befreiung von den Rassismus, Ausgrenzungen und Negativ-Zuschreibungen.
In diesem Jahr diskutieren Gäste aus Film, Politik, Kunst und Selbstorganisationen mit dem Publikum insbesondere die Arbeiten von Regisseuren und Schauspieler*innen aus der Community, die am ersten Abend von musikalischen Beiträgen des Dotschy Reinhard Trios gerahmt werden.

Fachtagung: SINTI, ROMA UND GADJE

Am 8. November 2017 findet diese Fachtagung statt von 09.00 — 15.30 Uhr im LVR-Zentrum für Medien und Bildung Bertha – von – Suttner – Platz 1, 40227  Düsseldor.

Es ist ein Lernangebot „Zur Geschichte und Gegenwart der Sinti und Roma in NRW“. Akim Jah, Wissenschaftlicher Mitarbeiter beim International Tracing Service (ITS), stellt während der Tagung die Lernangebote des ITS vor.

Vor 75 Jahren, am 16. Dezember 1942, ordnete Heinrich Himmler mit dem sog. „Auschwitz-Erlass“ die Deportation der im Deutschen Reich lebenden Sinti und Roma nach Auschwitz an. Schulische und außerschulische Lernangebote können einen erheblichen Beitrag dazu leisten, dass Jugendliche eine offene, respektvolle Haltung gegenüber Bevölkerungsminderheiten wie den Sinti und Roma einnehmen.

Zielgruppe: Interessierte Lehrkräfte und Multiplikatoren, Moderatorinnen und Morderatoren der Kompetenzteams, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter außerschulischer Lernorte, Studierende, Referendare und Fachleitungen der Lehrerausbildung, Schulbuchverlage

Veranstalter: Bildungspartner NRW in Kooperation mit dem Ministerium für Schule und Bildung NRW

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Abseits im eigenen Land. Sinti- und Roma-Sportler

Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma: Podiumsgespräch/Ausstellungseröffnung, Mo 30.10.2017 | 19:00 Uhr, Aufbauhaus am Moritzplatz, Prinzenstraße 84-85, 10969 Berlin

Zur Ausstellungseröffnung gibt es ein Podiumsgespräch mit Oswald Marschall, Pavel Brunßen, Breschkai Ferhad und Andrzej Bojarski, Moderation: Ronny Blaschke

In der Ausstellung werden unter anderem die Biografien von Oswald Marschall, Walter Laubinger und Sergio Peter dargestellt.

Bis Ende 2017 ist die Ausstellung Montag und Mittwoch von 9:30 bis 16:00 Uhr sowie auf Anfrage (berlin@sintiundroma.de) geöffnet.

Eintritt frei

Bürgerrechtsaktivistin Uta Horstmann im Gespräch

Donnerstag, 26.10.2017 19:00 Uhr – 21:00 Uhr, Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma, Bremeneckgasse 2, 69117 Heidelberg

1980 hat Uta Horstmann am Hungerstreik einer Gruppe Sinti auf dem Gelände des ehemaligen Konzentrationslagers Dachau teilgenommen, um gegen die gesellschaftliche Ignoranz gegenüberden NS-Verbrechen an Sinti und Roma sowie die fortgesetzte Ausgrenzung und Diskriminierung in der Bundesrepublik zu protestieren. Als langjährige Wegbegleiterin der Bürgerrechtsbewegung deutscher Sinti und Roma wird sie im Rahmen der Ausstellungspräsentation „45 Jahre Bürgerrechtsarbeit deutscher Sinti und Roma“ im Gespräch mit Herbert Heuß (Zentralrat Deutscher Sintiund Roma) über den Hungerstreik in Dachau und ihr Eintreten für Gleichberechtigung und gesellschaftliche Teilhabe von Sinti und Roma sprechen.

Was ist eigentlich Antiziganismus?

Donnerstag, 26. Oktober 2017, 20 Uhr, Intro-Café in der B12, Braustraße 20, 04107 Leipzig
Diskriminierung und Verfolgung von Sinti und Roma hat in Europa eine lange Tradition und ist gleichzeitig hochaktuell. Sei es in der Abschiebepraxis der Bundesrepublik, in öffentlichen Debatten um vermeintliche „Wirtschaftsflüchtlinge“ oder die immer gleichen antiziganistischen Stereotype z.B. von Mobilität, Musikalität und Kriminalität.
Der Vortrag beschäftigt sich sowohl mit der Geschichte von Verfolgung, Ausgrenzung und Vernichtung von Sinti und Roma in Deutschland, als auch den damit einhergehenden rassistischen und diskriminierenden Zuschreibungen. Es werden theoretische Hintergründe und praktische Auswirkungen antiziganistischer Stereotype untersucht. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf der Analyse der Entstehungshintergründe überlieferter antiziganistischer Stereotype, die heute noch maßgeblich das Bild der größten europäischen Minderheit prägen.
Der Vortrag richtet sich an interessierte Menschen, die sich mit Antiziganismus im Alltag auseinandersetzen wollen und möchte mit den Teilnehmer_innen Interventionsmöglichkeiten diskutieren.

Sonderausstellung »45 Jahre Bürgerrechtsarbeit deutscher Sinti und Roma« — Führung

Mittwoch, 25.10.2017 17:30 Uhr – 19:00 Uhr, Ausstellungsgebäude, Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma, Bremeneckgasse 2, 69117 Heidelberg

Die einstündige Führung durch die Ausstellung thematisiert, wie es der Bürgerrechtsbewegung deutscher Sintiund Roma seit den 1970er Jahren gelungen ist, die NS-Vergangenheit zum gesellschaftlichen Thema zu machen und immer wieder erfolgreich für die Belange der Minderheit einzutreten. Neben vielen einzelnen Persönlichkeiten werden die aufsehenerregenden Aktionen, wie etwa der Hungerstreik im ehemaligen Konzentrationslager Dachau 1980, näher beleuchtet und der Blick auf den noch immer notwendigen Einsatz für Bürger- und Menschenrechte gelenkt.

„Schlachtet sie alle!“ – Die kollektive Gewalt und Dynamik der Anti-Roma-Maßnahmen in der Tschechoslowakei und danach 1918-1942

Ein Vortrag von Pavel Baloun zu Antiziganismus. 24.10.2017  |  18:00  –  21:15   |  Rabensteig 3, 1010 Vienna, Österreich

Das Wiener Wiesenthal Institut für Holocaust-Studien (VWI) veranstaltet im Rahmen der Reihe VWI goes to… einen Vortrag von Herrn Pavel Baloun(Karlsuniversität Prag), Historiker, derzeit Junior Fellow des VWI, der am 24. Oktober um 18 Uhr zum Thema „Schlachtet sie alle!“ – Die kollektive Gewalt und Dynamik der Anti-Roma-Maßnahmen in der Tschechoslowakei und danach 1918-1942 in englischer Sprache vortragen wird. Vortragsort: Wiener Wiesenthal Institut für Holocaust-Studien (VWI), Research Lounge, 3rd floor.

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45 Jahre Bürgerrechtsarbeit deutscher Sinti und Roma

Dienstag, 24.10.2017 19:00 Uhr – 21:00 Uhr, Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma, Bremeneckgasse 2, 69117 Heidelberg

Die Ausstellung zeigt die Meilensteine der Bürgerrechtsarbeit von der Gründung des damals „Zentral-Komitee der Sinti West-Deutschlands“ genannten und 1971in Heidelberg gegründeten Sinti-Verbands bis zur heutigen Arbeit des Zentralrats Deutscher Sinti und Roma. Fotografien aus fünf Jahrzehnten lenken den Blick auf bekannte und bisher weniger bekannte Ereignisse aus 45 Jahren Bürgerrechtsarbeit.

Mit einer Begrüßung von Romani Rose (Vorsitzender des Zentralrats Deutscher Sinti und Roma) und thematischer Einführung durch die Ausstellungsmacher.

Entstehung und Auswirkungen von „Zigeunerbildern“

Die Partnerschaft für Demokratie Dietzenbach lädt zur Demokratiekonferenz 2017 ein mit einem Fachtag zum Antiziganismus für Montag, 23. Oktober 2017, von 16.30 bis 19.30 Uhr im SVV-Saal, Rathaus Dietzenbach, Europaplatz 1, 63128 Dietzenbach

Gemeinsam mit Mitarbeitern und Referenten des Verbands Deutscher Sinti und Roma, Landesverband Hessen, widmet sich dieser Fachtag mit Filmvorführung, Vortrag, Ausstellung und Gesprächsrunde der Auseinandersetzung mit dem Antiziganismus.

Rückmeldungen bitte per Email an:

michael.becker@dietzenbach.de

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PROF. DR. WOLFGANG BENZ: ANTISEMITISMUS UND ANTIZIGANISMUS SEIT DEM 19. JAHRHUNDERT

LITERATUR, VORTRAG, GESPRÄCH. VERANSTALTER: Gedenkstätte Buchenwald, Besucherinformation, 99427 Weimar-Buchenwald. VERANSTALTUNGSORT: Tourist Information Weimar, Markt 10, 99423 Weimar

Mit dem „Antisemitismus“ versuchten Judenfeinde im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts die in Mode gekommenen Rassetheorien auch auf die Juden zu übertragen. Aus religiösen Gründen waren sie bereits seit Jahrhunderten ausgegrenzt, gegenüber dem Antijudaismus, der die Minderheit verdammte, weil sie die christliche Heilslehre verweigerte, hatte der Antisemitismus eine neue Qualität: Er behauptete, die angeblich schlechten Eigenschaften der Juden seien in ihrer „Rasse“ begründet. Das sollte in unzähligen Traktaten und Pamphleten „wissenschaftlich“ bewiesen werden. Gegenüber einer anderen Minderheit, den Sinti und Roma, die man verächtlich „Zigeuner“ nannte, waren solche Anstrengungen nicht nötig. Aus langer Überlieferung glaubte jedermann zu wissen, dass „die Zigeuner“ nicht anpassungsfähig an die Gesellschaft der Mehrheit seien, weil sie als „freiheitsdurstiges Nomadenvolk“ mit unüberwindlichen kriminellen Gewohnheiten ausgestattet, jeder Zivilisation trotzen würden. Die rassistischen Ressentiments kulminierten unter der nationalsozialistischen Ideologie und Herrschaft im Völkermord an Juden wie an Sinti und Roma.

Prof. Dr. Wolfgang Benz, Jg. 1941, ist Zeithistoriker und leitete bis März 2011 als Professor an der Technischen Universität Berlin das dortige Zentrum für Antisemitismusforschung.

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„Die Polizei und Minderheiten – das Beispiel Antiziganismus“ Diskussionsveranstaltung

Di., 17. Oktober, 11 bis 13 Uhr in der Landesvertretung Rheinland-Pfalz, In den Ministergärten 6, 10117 Berlin

Vorstellung der Studie: „Antiziganismus in der Polizei – Formen ethnischer Kategorisierung von Sinti und Roma durch Polizei- und andere Exekutivbehörden des Bundes und der Länder“ von Markus End (erstellt im Auftrag des Zentralrats Deutscher Sinti und Roma)

Im Anschluss diskutieren auf dem Podium:  Dieter Burgard, Bürgerbeauftragter des Landes Rheinland-Pfalz und Beauftragter für die Landespolizei, Markus End, Autor der Studie „Antiziganismus in der Polizei“, Oliver Malchow, Bundesvorsitzender der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Karen Taylor, Mitglied im Vorstand des Europäischen Netzwerkes gegen Rassismus (ENAR); Moderation: Andrea Dernbach, Der Tagesspiegel

Das Podium wird für Fragen und Diskussionsbeiträge aus dem Plenum offen sein. Die Wortbeiträge werden in Gebärdensprache gedolmetscht.

Anmeldungen werden bis zum 10. Oktober unter presse@ads.bund.de erbeten. Über Ihre Teilnahme würden wir uns sehr freuen.

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Auf den Spuren des „Heilbronner Phantoms“. Zur Verdachtshaltung gegenüber Sinti und Roma bei Polizei und Medien

Vortrag und Diskussion mit Prof. Dr. Anna Lipphardt (Uni Freiburg) am Fr., 13. Oktober, 19 Uhr im DokuZ Sinti und Roma, Aufbau Haus am Moritzplatz, Prinzenstr. 84, Aufgang 2, 3.OG, 10969 Berlin (Zugang über Oranienstraße)

Während in München der NSU-Prozess zum Abschluss kommt, ist aus dem Blick geraten, dass unter anderem in Bezug auf die (Fehl-)Ermittlungen zum Heilbronner Polizistenmord 2007 weiterhin viele Fragen ungeklärt sind. Zwei Jahre lang, bis zum Auffliegen der „Wattestäbchen-Affäre“ 2009, suchten Polizei und Medien nach einer „unbekannten weiblichen Person“ – im Fokus standen dabei vor allem Frauen aus Roma-Familien. Der Vortrag widmet sich der Erfindung und der Wirkmächtigkeit des „Heilbronner Phantoms“, und nimmt dabei vor allem das Zusammenspiel von Polizei- und Pressearbeit in den Blick sowie den Einsatz forensischer DNA-Analysen.

Eine Veranstaltung im Rahmen der Veranstaltungsreihe WASS KETNE! * Lasst uns zusammenkommen! In Kooperation mit der Gesellschaft für Antiziganismusforschung

Podiumsgespräch: „Zwischen Bewunderung und Ausgrenzung – Antiziganismus in Deutschland“

13. Oktober 2017, 19.30 Uhr , Café L Lebenshilfe, Hafergasse 5, 67547 Worms

Dotschy Reinhardt (Künstlerin, Buchautorin und Menschenrechtsaktivistin) und Jacques Delfeld (Vorsitzender des rheinland-pfälzischen Landesverbandes Deutscher Sinti und Roma) berichten von den Erlebnissen ihrer Familien und den eigenen Erfahrungen, was es heißt, als Sinti in Deutschland zu leben und sich dazu auch zu bekennen.

Die Veranstaltung findet im Rahmen der Partnerschaft für Demokratie Stadt Worms – Schwerpunkt Nordend/Neuhausen statt und wird unter anderem gefördert aus Mitteln des Bundesprogramms „Demokratie leben!“.

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djelem djelem – 4. dortmunder roma kulturfestival: the awakening (das erwachen)

  • So, 8. Oktober 2017 um 19:00 Uhr,       sweetSixteen-Kino, Immermannstr. 29, 44147 Dortmund

Zum 4. Mal bringt das „Djelem Djelem – Dortmunder Roma Kulturfestival“ Alteingesessene und Neuzugewanderte zusammen. Djelem Djelem setzt ein deutliches Zeichen gegen jahrhundertealte Vorurteile, gegen Antiziganismus und neu belebte Feindbilder. Es wirbt für ein unverkrampftes Miteinander und den kulturellen Austausch. Wir zeigen in Anwesenheit des Regisseurs Kenan Emini die Doku The Awakening, eine Momentaufnahmen der politischen und sozialen Lage von Roma in Europa. Der Film ist eine Art Work in Progress und wird stetig verändert, um aktuellen Geschehnissen gerecht zu werden. Was sich nicht verändert, sind die grundlegenden Themen, die der Film behandelt: der Kampf der Roma fürs Bleiberecht, die Folgen für die von Abschiebung Betroffenen sowie der Rechtsruck in Europa.

offizielle Filmseite

Unter Generalverdacht – Lebensrealitäten von Rom*nja in Berlin

Veranstaltung von Amaro Foro e.V. am Donnerstag, 5. Oktober 2017 um 20 Uhr im k-fetisch, Wildenbruchstraße 86, 12045 Berlin

„Mit solchen Leuten wollen wir nichts zu tun haben. Gehen Sie, oder wir rufen die Polizei.“ Solche Äußerungen sind für viele der in Berlin lebenden Rom*nja auch heute noch eine bittere Realität. Antiziganismus ist eine der am stärksten verbreiteten Formen von Rassismus; die Bandbreite der Diskriminierungserfahrungen besonders von nichtdeutschen Rom*nja ist groß und erschwert ihre gleichberechtigte gesellschaftliche Teilhabe massiv.

Amaro Foro e.V. ist eine transkulturelle Jugendselbstorganisation von Rom*nja und Nicht-Rom*nja und vertritt vor allem die nichtdeutschen Rom*nja in Berlin, die mit strukturellen Benachteiligungen zu kämpfen haben. Seit 2014 dokumentiert der Verein antiziganistische Vorfälle systematisch; die Dokumentation ist einzigartig in Deutschland. Erfasst werden dabei strukturelle Diskriminierungen ebenso wie individueller Rassismus, außerdem werden Medienberichte und soziale Medien ausgewertet.

Auf der Veranstaltung stellen Georgi Ivanov, Mitarbeiter der Anlaufstelle von Amaro Foro e.V., und Andrea Wierich, Pressereferentin des Vereins, die im Frühjahr veröffentlichte Jahresauswertung 2016 des Projektes „Dokumentation antiziganistisch motivierter Vorfälle und Stärkung der Opfer von Diskriminierung“ vor und präsentieren Fallbeispiele aus verschiedenen Lebensbereichen. Anschließend gibt es die Möglichkeit zur Diskussion.

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Romane Thana – Orte der Roma und Sinti

Das Vorarlberg-Museum in Bregenz, Österreich,  Kornmarktplatz 1, zeigt noch bis Sonntag, 8. Oktober, die Ausstellung „Romane Thana – Orte der Roma und Sinti“.  In der Bregenzer Ausstellung werden auch die Vorarlberger und Salzburger Etappen des Schicksals der Zigeunerfamilie Reinhardt thematisiert.

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Vortragsreihe EMPOWERMENT & IDENTITÄT

Donnerstag, 5. Oktober 2017, VERBAND DEUTSCHER SINTI UND ROMA, Landesverband Baden-Württemberg, B7 / 16, 68159 Mannheim

Empowerment aus der Geschichte und Kultur heraus: Mario Franz, Vorstandsvorsitzender der niedersächsischen Beratungsstelle für Sinti und Roma

Entwicklungen in der Bürgerrechtsbewegung von Sinti und Roma in der EU: Daniel Strauß, Vorstandsvorsitzender des VDSR BW

Aktuelle Entwicklungen der Hildegard-Lagrenne Stiftung: Romeo Franz, Geschäftsführer der HLS

Gesprächsrunde mit dem Publikum
Moderatorin: Iane Simon, Internationale christliche Bildungs- und Sozialen Initiative für Sinti und Roma Offenburge.V. – angefragt

Eintritt: 6,- EUR, ermäßigt: 3,- EUR Mitglieder: frei. Weitere Infos

Lesung und Gespräch mit Samuel Mago am 4.10. um 19 Uhr im Theater im Depot

Diese Veranstaltung  am 04.10.2017 um 19 Uhr wird vom Planerladen e.V. in Kooperation mit der Alevitischen Gemeinde Dortmund und bodo e.V. im Rahmen des Djelem Djelem Festivals durchgeführt. Ort: Theater im Depot, Immermannstr. 29, 44147 Dortmund

Samuel Mago (Jahrgang 1996) ist Schriftsteller, Musiker, Roma-Aktivist. Er wurde in Budapest geboren. Er stammt aus einer Roma-Familie mit mütterlicherseits jüdischen Wurzeln. Seit seinem vierten Lebensjahr lernte er Deutsch und übersiedelte mit seinen Eltern nach Wien. Derzeit studiert er Soziologie und Transkulturelle Kommunikation an der Universität Wien und setzt sich als Roma-Aktivist gegen Antiziganismus und für die Rechte der Volksgruppe ein.

Samuel Mago studiert derzeit Soziologie und Transkulturelle Kommunikation an der Universität Wien und setzt sich als Roma-Aktivist gegen Antiziganismus und für die Rechte der Volksgruppe ein. Er arbeitet als Antiziganismustrainer, engagiert sich im Romano Centro und schreibt für das jüdische Magazin NU.

 

 

„Antiziganismus“ für Freiwillige in der Flüchtlingsarbeit sowie Interessierte

Vortrag von Dr. Yvonne Robel, Forschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg (FZH); 04.10.2017 von 18.00-20.00 Uhr, Diakonie Hamburg, Dorothee-Sölle-Haus, Königstraße 54, Raum 9
22767 Hamburg

Menschen, die sich als Roma oder Sinti verstehen, sind in vielen europäischen Ländern immer wieder offener Gewalt seitens des Staates, der Mehrheitsbevölkerung oder rechter Gruppierungen ausgesetzt. Doch auch Sprache kann Gewalt antun. Es sind die stereotypen Vorstellungen von „dem Zigeuner“, der zwar mittellos und bildungsfern, dafür reich an Lebensfreude, Emotionalität und Freiheit sei, die die Phantasien anregen und oftmals eine verheerende Wirkung haben.

Im Workshop wollen wir gemeinsam fragen, in welchen Formen uns Antiziganismus auch in unserem Alltag begegnet und welche Funktionen er haben kann. Woher kommt Antiziganismus? Wie äußert er sich? Wer ist davon betroffen? Was heißt es, mit Antiziganismus konfrontiert zu sein? Wie können wir uns selbst für Vorurteile und verletzende Sprache sensibilisieren?

Mit ihrem interaktiven Vortrag möchte Yvonne Robel, Kulturwissenschaftlerin, die oft sehr hartnäckigen Bilder im Kopf beleuchten, Mythen hinterfragen und Begrifflichkeiten ordnen. Dabei werden wir gezielt auf die Situation von Roma und Sinti in Deutschland eingehen, die ohne diesen übergreifenden, europäischen Hintergrund nicht zu verstehen ist.

 

Anmeldung nur per email (bis zum 28.09.2017) an: Anmeldung.me@diakonie-hamburg.de

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Ausstellungsbesuch „Mari Parmissi” — Unsere Geschichte

 2.10. – 6.10.2017 Montag bis Freitag (Dienstag geschlossen), geöffnet von 15:00 bis 17:30 Uhr. Führungen jeweils um 15:00 Uhr und 16:30 Uhr,  VERBAND DEUTSCHER SINTI UND ROMA, Landesverband Baden-Württemberg, B7 / 16, 68159 Mannheim

Die Ausstellung umfasst thematisch die Geschichte der Abstammungder Sinti und Roma seit der ersten schriftlichen Erwähnung 475 V.u.Z. Sie zeigt den gesellschaftlichen Antiziganismus in den Bereichen Religion, Politik und Wissenschaft. Es werden die Anfänge der Bürgerrechtsbewegung vom 8.Apri l1971 in London bis in die aktuelle Gegenwart, den ersten Staatsvertrag in Baden-Württemberg, aufgezeigt.

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Antiziganismusprävention — „Mein Herz war wie aus Stein…“ (Hildegard Lagrenne)

2. Oktober, 18:00 Uhr,RomnoKher Mannheim, B7 16, Mannheim68159

 

Ein Konzept für pädagogische Fachkräfte, Nadine Povoden, Gesellschaft für Antiziganismusforschung GfA

Möglichkeiten und Grenzen antiziganismus-kritischer Bildungsarbeit, Markus End, Vorstandsvorsitzender der GfA

Antiziganismusprävention in Form von Sensibilisierung und Selbstdarstellung, Aaron Weiss, Vorsitzender des Landesrats Roma und Sinti Rheinland-Pfalz        

Gesprächsrunde mit dem Publikum, Moderator: Romeo Franz, Geschäftsführer der Hildegard-Lagrenne Stiftung für Bildung, Inklusion und Teilhabe von Sinti und Roma in Deutschland

Eintritt: 6,- EUR            Ermäßigt*: 3,- EUR       Mitglieder: frei

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Rassismus, Diskriminierung und Antiziganismus

Workshop am 26.9.2017, 10-13 Uhr, Leitung: Malte Clausen, pädagogischer Mitarbeiter des Landesverbandes der Sinti und Roma, TRIO, Nieder-Modauer Str. 10,  64372 Ober-Ramstadt.

Anmeldungen unter: Barbara.O.Ludwig@t-online.de, (SprecherInnenkreis des DGB Ortsverbandes Ober-Ramstadt)

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Herbsttagung der GfA

Zusammen mit Madhouse bereitet die GfA eine Tagung in München vor. Sie setzt die Veranstaltungsreihe zum politischen Antiziganismus fort. Der Schwerpunkt wird auf der Justiz liegen. Bitte den Termin schon mal vormerken!

„Protestantismus und Antiziganismus“ Kirche und Wissenschaft im Dialog zum aktuellen Forschungsstand

Mittwoch, 20. September 2017 von 11.00 bis 15.30 Uhr, Evangelische Akademie zu Berlin
Blauer Saal, Charlottenstr. 53/54, 10117 Berlin

Eine Kooperationsveranstaltung des Zentralrats Deutscher Sinti und Roma mit der Evangelischen Akademie zu Berlin und der Bundesarbeitsgemeinschaft Kirche & Rechtsextremismus.

In einem gemeinsamen Fachtag möchte der Zentralrat Deutscher Sinti und Roma zusammen mit der Evangelischen Akademie zu Berlin sowie der Bundesarbeitsgemeinschaft Kirche und Rechtsextremismus nun die Ergebnisse des Gutachtens „Protestantismus und Antiziganismus“ vorstellen und die aufgeworfenen offenen Forschungsfragen mit Vertreterinnen und Vertretern aus Kirche und Wissenschaft diskutieren.

Anmeldung

Bitte melden Sie sich bis zum 14. September 2017 verbindlich an unter:

hodeige@eaberlin.de

Nähere Infos hier

Preisverleihung Kultur- und Ehrenpreis der Sinti und Roma

Eröffnung der 4. RomnoKher Kulturwochen, 20.09.2017,  Verband Deutscher Sinti und Roma, Landesverband Baden-Württemberg, B 7, 16, 68159 Mannheim

FolgendePreisträgerwerdenan diesemAbendausgezeichnet

Henri Franz
für seinen Kampf für gleichberechtigtenTeilhabevon Sinti und Roma in Berlin. Als Gründungsmitgliedund Vorsitzender der 1978 gegründeten „Cinti Union Berlin e.V.” — heute Landesverband Deutscher Sinti und Roma Berlin-Brandenburg,legte er dazu die Grundlage.

Laudatio: Rorneo Franz, Geschäftsführer der Hildegard-LagrenneStiftung für Bildung,InklusionundTeilhabevonSintiundRomainDeutschland

Prof. Gert Weisskirchen
für seinen Kampf den gesellschaftlichen Antiziganismus in das öffentliche Bewusstseinzu tragen.SeineUnterstützungbeiderInstitutionalisierungderersten „ForschungsstelleAntiziganismus”an der Karl-RuprechtsUniversität Heidelberg, war dabeimaßgebend.

Laudatio: Prof. Rita Süssmuth,Bundespräsidentina.D.

Ehrengast
für ihr Wirken bei der Entwicklungder Bürgerrechtsbewegungder Sinti und Roma

in den 80er Jahren. Bei der Realisierungdes „Dokumentations-und Kulturzentrums Deutscher Sinti und Roma” und auch beim Aufbau der Hildegard-Lagrenne Stiftung,leistete sie unschätzbare Unterstützung.

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Niemand ist ein Zigeuner. Zur Ächtung eines europäischen Vorurteils

Veranstaltung mit Prof. Wolfgang Wippermann (Historiker, Berlin), Bergische Volkshochschule
Solingen – Wuppertal, Schulstraße 20, 42103 Wuppertal, 18. 09.2017, 19:30-21:00

Sinti und Roma sind durch die „Armutswanderung“ aus Südosteuropa wieder verstärkt ins Blickfelder der Öffentlichkeit getreten. Und wieder feiern tief sitzende Vorurteile und Ressentiments gegen die Menschen ihre Wiederbelebung. Nicht nur in Deutschland, in ganz Europa werden Sinti und Roma ausgegrenzt. Der Historiker Prof. Wolfgang Wippermann geht den Vorurteilen auf den Grund und unterscheidet dabei religiöse, soziale, romantisierende und rassistische Motive: Bausteine der Ideologie des „Antiziganismus“. Wippermanns These: Sie dient der Abgrenzung vom vermeintlich Fremden und der Legitimation von Herrschaft. Dabei verletzt sie den europäischen Wertekanon und muss genauso geächtet werden, wie es der Antisemitismus wird. „Es wird Zeit, dass Europa begreift: Niemand ist ein Zigeuner!“ Der Historiker diskutiert darüber in der Politischen Runde.

Hinweis: Für diese Veranstaltung ist keine vorherige Anmeldung erforderlich.

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„Wege der Sinti und Roma“ Ausstellung

Im Rahmen der Interkulturellen Wochen des Landkreises Darmstadt-Dieburg und der Stadt Darmstadt zeigt der DGB Ortsverband in Kooperation mit dem Hessischen Landesverband der Sinti und Roma und dem Jugendzentrum TRIO in Ober-Ramstadt die Ausstellung bis zum 26. September.

Zum Auftakt am 15.9.17 um 19.00 Uhr im TRIO, Nieder-Modauer Weg 10, 64372 Ober-Ramstadt, führt Rinaldo Strauß, Vorsitzender des Hessischen Landesverbandes der Sinti und Roma, durch die Ausstellung und steht anschließend zum Gespräch bereit.

Öffnung: Montag, 14-17:00, Dienstag und Mittwoch 10-16:00, Donnerstag, 14-18:00, Freitag 10-13:00 Uhr.

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Fachgespräch : Antiziganismus und staatliche Filmförderung

Veranstalter: Zentralrat Deutscher Sinti und Roma; 14. September 2017, 14:00 – 17:00, Aufbau Haus, Prinzenstr. 84, Berlin, 10969
Anläßlich der Veröffentlichung eines vom Zentralrat Deutscher Sinti und Roma aktuell in Auftrag gegebenen Gutachtens zum Kinder- und Jugendfilm „Nelly´s Abenteuer“ möchten wir Sie zum Fachgespräch „Antiziganismus und staatliche Filmförderung“ herzlich einladen.

Der  Zentralrat kritisiert den mit über 900.000 Euro staatlich geförderten Kinder- und Jugendfilm „Nellys Abenteuer“, der antiziganistische Vorurteile reproduziert und damit zur fortwährenden Stigmatisierung von Sinti und Roma beiträgt.

Im Fachgespräch soll zum einen die Kritik des Zentralrates vorgestellt und im Dialog mit Filmschaffenden überprüft und gleichzeitig sollen die die Minderheit betreffenden Kriterien der Filmförderung diskutiert werden.

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’ … und du wirst sehen, die Leute, die hier wohnen, werden aus den Fenstern schauen und Beifall klatschen.’

Rostock-Lichtenhagen als antiziganistisches Pogrom und konformistische Revolte  — Donnerstag, 31. August 19:3022:00, k-fetisch, Wildenbruchstraße 86, 12045 Berlin

Die antiziganistische Dimension des Pogroms von Rostock-Lichtenhagen bleibt in Rückschau und Analyse häufig unterbelichtet, sowohl in Bezug auf den Mob auf der Straße als auch in Bezug auf die Legitimation der Abschaffung des Asylrechts.
Im Vortrag soll diese Dimension eingehender beleuchtet und auf ihre Funktion hin analysiert werden.

Die Veranstaltung findet als Teil der bundesweiten Veranstaltungsreihe des Bündnisses “Irgendwo in Deutschland” statt.
Alle Veranstaltungen und Aufruf: irgendwoindeutschland.org

25 Jahre später – Antiziganistische Normalzustände

 Themenabend anlässlich des 25. Jahrestages des Pogroms von Rostock-Lichtenhagen am Dienstag, 29. August 19:3022:00 im Djäzz Jazzkeller Duisburg, Börsenstrasse 11, 47051 Duisburg (Bei gutem Wetter findet die Veranstaltung draußen, auf dem Hinterhof des Djäzz statt.)
Im Vortrag werden der Ablauf und die Hintergründe des Pogroms beleuchtet. Da damals in Rostock hauptsächlich Roma angefeindet, angegriffen und unter großem Beifall einer Masse an Rostocker Bürger*innen aus dem Stadtteil Lichtenhagen vertrieben wurden, wird der Vortrag ebenfalls schwerpunktmäßig Antiziganismus behandeln. Ein Thema welches in dem Zusammenhang fatalerweise selten besprochen wird und das, obwohl es seit Jahrhunderten eine konstante antiziganistische Stimmung in Europa gibt. Ein Thema mit welchem sich gerade in Anbetracht des anhaltenden Rechtsrucks der Gesellschaft, stärker auseinander gesetzt werden muss.

» Wir, die Gruppe Crème Critique, unterstützten den Aufruf „Rassistische Kontinuitäten“ zu bundesweiten Aktionen anlässlich des 25. Jahrestages der Pogrome von Rostock-Lichtenhagen des „Irgendwo in Deutschland“ Bündnisses.

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Antiziganismus und Geschlecht

Aus der Veranstaltungsreihe „Antiziganistische Zustände – Eine Einführung in Theorie und gesellschaftliche Aspekte“
Donnerstag, den 24. August 2017, 19 Uhr, Jugendzentrum SUB, Bohlweg 55, 38100 Braunschweig

Wer sah Triebdiebin im bunten Rock? Sexualisierte und vergeschlechtlichte Dimensionen des Antiziganismus von Markus End.

Die Kategorien Geschlecht und Sexualität spielen im Antiziganismus eine zentrale Rolle, gleichzeitig bestehen bis heute nur bruchstückhafte Analysen dieses komplexen Verhältnisses. Im Vortrag sollen verschiedene dieser Bruchstücke vorgestellt und diskutiert werden.

Die Veranstaltungsreihe „Antiziganistische Zustände – Eine Einführung in Theorie und gesellschaftliche Aspekte“ wird von der DGB Braunschweig in Kooperation mit der Antifaschistischen Gruppe Braunschweig und dem Antifa – Referat des AStA Braunschweig organisiert.

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Antiziganismus und Arbeitsgesellschaft

Aus der Veranstaltungsreihe „Antiziganistische Zustände – Eine Einführung in Theorie und gesellschaftliche Aspekte“
Donnerstag, den 17. August 2017, 19 Uhr, Jugendzentrum SUB, Bohlweg 55, 38100 Braunschweig

In dem Vortrag von Roswitha Scholz werden antiziganistische Tendenzen im Zusammenhang mit neuzeitlichen Disziplinierungsprozessen und der Herausbildung der Arbeitsgesellschaft analysiert. Dabei werden auch Parallelen und Differenzen zwischen Antisemitismus und Antiziganismus aufgezeigt.

Die Veranstaltungsreihe „Antiziganistische Zustände – Eine Einführung in Theorie und gesellschaftliche Aspekte“ wird von der DGB Braunschweig in Kooperation mit der Antifaschistischen Gruppe Braunschweig und dem Antifa – Referat des AStA Braunschweig organisiert.

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Internationaler Roma Gedenktag – Gedenkfeier in der Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau

Datum: 02.08.2017, 13:00 Uhr

Veranstaltungsort: Staatliches Museum Auschwitz-Birkenau Więźniów Oświęcimia 20,
32-603 Auschwitz

Der Zentralrat und das Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma werden auch in diesem Jahr unter der Leitung von Romani Rose mit einer Delegation von 60 Personen, darunter Holocaustüberlebende und deren Begleitpersonen, an dem Internationalen Roma-Gedenktag am 2. August in Auschwitz teilnehmen. Der Gedenktag am 2. August wird vom Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma in Kooperation mit dem Verband der Roma in Polen vorbereitet. Neben den Überlebenden nehmen zahlreiche Vorstände der Landes- und Mitgliedsverbände des Zentralrats Deutscher Sinti und Roma an dem Gedenkakt teil. Für die Überlebenden spricht der Auschwitz-Überlebende Peter Höllenreiner.

Die Gedenkfahrt nach Auschwitz durch die Stiftung Erinnerung, Verantwortung, Zukunft (EVZ) und das Auswärtige Amt finanziell unterstützt.

 Denkmal für die im Nationalsozialismus ermordeten Sinti und Roma Europas

 02.08.2017 20:00, Simsonweg, 10557 Berlin

Am 2. August 2017 jährt sich die »Liquidation des Zigeunerfamilienlagers« in Auschwitz-Birkenau zum 73. Mal. SS-Angehörige ermordeten in der Nacht auf den 3. August 1944 die fast 3.000 verbliebenen Sinti und Roma in Gaskammern – zumeist als arbeitsunfähig eingestufte Frauen, Kinder und ältere Menschen.

Im Anschluss an die Veranstaltung besteht die Möglichkeit, am Brunnen des Denkmals Blumen niederzulegen. Bitte bringen auch Sie eine mit! Herzlichen Dank.

PROGRAMM

Begrüßung: Michael Roth MdB, Staatsminister für Europa im Auswärtigen Amt

Reden:

Anita Awosusi, Autorin und Bürgerrechtlerin

Prof. Dr. Christian Schwarz-Schilling, Bundesminister a. D.

Mano Hermann Höllenreiner (*1933), Auschwitz-Überlebender (angefragt)

Rezitation: Gedicht »Auschwitz« von Santino Spinelli auf Deutsch und Romanes

Musikalische Umrahmung: Santino Bamberger, Dragan Cordes, Max Hartmann, Giovanni Steinbach

Um Anmeldung bis 1. August 2017 unter veranstaltungen@stiftung-denkmal.de wird gebeten.

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Ausstellung: „45 years of civil rights work of German Sinti and Roma“

Di., 1. August bis Mo. 16. Oktober; DokuZ Sinti und Roma Berlin, Prinzenstraße 84.2., 10969 Berlin; Öffnungszeiten:  Montag und Mittwoch 9:30 – 16 Uhr und nach Absprache. Auf Anfrage bieten wir Rundgänge durch die Ausstellung mit anschließendem Gespräch an.

Die Ausstellung stellt in englischer Sprache wesentliche Wegmarken der Geschichte der Bürgerrechtsbewegung deutscher Sinti und Roma dar. Es liegen zweisprachige Kataloge aus, so dass es für unsere Besucher_innen auch möglich ist, sich die Ausstellung in deutscher Sprache zu erschließen.

 

 

 

 

Filmvorführung und Gespräch: Broken Silence

Dienstag, 1.8.2017, 18 – 21 Uhr,  Amaro Foro e.V. und DokuZ Sinti und Roma Berlin, Prinzenstraße 84.2., 10969 Berlin

Broken Silence (deutsch: das gebrochene Schweigen) ist eine packende Dokumentation, deren Protagonist, ein Roma-Radio-Reporter, versucht zu verstehen, was den Sinti und Roma während des Zweiten Weltkrieges und des Holocausts widerfahren ist. Denn er fürchtet, dass sich die Geschichte im heutigen Europa wiederholen könnte. Bis heute werden Sinti und Roma von der Mehrheitsgesellschaft diskriminiert, ausgeschlossen, sogar verfolgt.

Wie reagieren die 12 Millionen europäischen Sinti und Roma darauf? Was wissen sie über ihre eigene Geschichte? Warum sprechen nicht sie selbst darüber oder unterrichten zu dem Thema?

Im Anschluss an die Filmvorführung findet eine Podiumsdiskussion mit Mirjana Tasin (Amaro Foro) und Kai Müller (Historiker und Gedenkstättenpädagoge) statt. Der Film wird in englischer Sprache bzw. mit englischen Untertiteln gezeigt, das anschließende Gespräch findet auf Deutsch statt.

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Antiziganismus und Arbeitsgesellschaft

20.07.2017, 18:30 Uhr, veto, Magdeburger Allee 180, Erfurt

Vortrag mit Roswitha Scholz

Antiziganismus ist ein weit verbreitetes Phänomen. In nahezu allen Staaten Europas werden Menschen als „Zigeuner“ diskriminiert und nicht selten verfolgt. In dem Vortrag werden antiziganistische Tendenzen im Zusammenhang mit neuzeitlichen Disziplinierungsprozessen und der Herausbildung der Arbeitsgesellschaft analysiert. Dabei werden auch Parallelen und Differenzen zwischen Antisemitismus und Antiziganismus aufgezeigt.

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Wir haben was dagegen! Kritik menschenfeindlicher Weltanschauungen und gesellschaftskritische Perspektiven heute“. Die Reihe wird gefördert durch Mittel des Lokalen Aktionsplans gegen Rechtsextremismus der Stadt Erfurt (LAP).

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Eröffnung Sonderausstellung „Rassendiagnose: Zigeuner“

06. JULI, 19:00 – 22:00, NS-Dokumentationszentrum Köln, Appellhofplatz 23-25, 50667 Köln, Deutschland

Ausstellung vom 7. Juli bis 8. Oktober 2017

Inhaltlicher Schwerpunkt der Ausstellung ist der nationalsozialistische Völkermord an den Sinti und Roma: von der Ausgrenzung und Entrechtung der Minderheit im Deutschen Reich bis zu ihrer systematischen Vernichtung im besetzten Europa. Der menschenverachtenden Perspektive der Täter werden Zeugnisse der Opfer gegenübergestellt.

Behandelt wird auch die Geschichte der Überlebenden im Nachkriegsdeutschland, die erst spät als NS-Opfer anerkannt wurden. Es war die Bürgerrechtsbewegung der deutschen Sinti und Roma, die die ideologischen und personellen Kontinuitäten aus der Zeit des „Dritten Reiches“ zum Gegenstand einer gesellschaftlichen Debatte gemacht hat.

Eine Ausstellung des Dokumentations- und Kulturzentrums Deutscher Sinti und Roma, gefördert von der Kulturstiftung des Bundes

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Karola Fings. Sinti und Roma. Geschichte einer Minderheit

Mi 05.07.2017 | 19:00 Uhr | Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma | Aufbau Haus am Moritzplatz, Prinzenstraße 84 & 85

Sinti und Roma leben seit dem Mittelalter in Europa, doch bis heute sind sie eine benachteiligte Minderheit, die allerorten auf Vorurteile von einem lustigen, aber auch andersartigen „Zigeunerleben“ stößt und ihre eigene Sprache zu verlieren droht. Karola Fings erzählt knapp und anschaulich die Geschichte der Sinti und Roma. Sie erklärt, warum der nationalsozialistische Völkermord so lange verharmlost wurde und welche Perspektiven sich Sinti und Roma heute bieten.

Karola Fings, stellvertretende Direktorin des NS-Dokumentationszentrums in Köln, stellt ihr neues Buch vor und spricht mit dem Historiker und Vorurteilsforscher Prof. Dr. Wolfgang Benz von der TU Berlin über ihre Arbeit.

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Buchvorstellung Behar Heinemann „Romani Rose – ein Leben für die Menschenrechte“

 22. Juni, 18:30 Uhr, RomnoKher Mannheim, B7 16, 68159 Mannheim
 
Das Kulturhaus RomnoKher in Mannheim und der danube books Verlag laden ein zu einer Lesung aus dem Buch:

„Romani Rose – ein Leben für die Menschenrechte“ von Behar Heinemann

Eintritt frei

Die Autorin Behar Heinemann und der Verleger Thomas Zehender werden im Dialog das Buch gemeinsam vorstellen. Anschließend beantwortet Behar Heinemann Fragen des Publikums und signiert ihre Bücher.

Informationen zum Buch:
Die Bürgerrechtsarbeit Deutscher Sinti und Roma ist untrennbar mit dem Namen von Romani Rose verbunden. Anhand von mehr als 200 ausdrucksstarken historischen und zeitgenössischen eigenen Fotos zeichnet die Autorin Behar Heinemann die eindrucksvolle Persönlichkeit eines bemerkenswerten und mutigen Mannes nach. Die Autorin, selbst eine seit 25 Jahren in Deutschland lebende Romni aus dem Kosovo, ist bestens mit der Bürgerrechtsarbeit dieser Minderheit vertraut. Mit ihrer plastischen und anschaulichen Dokumentation leistet sie zugleich einen wesentlichen Beitrag zum besseren gegenseitigen Verständnis von Minderheit und Mehrheitsgesellschaft und ihrer Versöhnung.

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Stadtrundgang zur Geschichte der Heidelberger Sinti mit Ilona Lagrene und Lupe e.V.

Dienstag, 20.06.2017 17:00 Uhr – 19:30 Uhr

Am 22. Mai 1940 wurden die badischen Sinti „in den Osten“ deportiert. Darunter befanden sich viele Familien, die zuvor in der Heidelberger Altstadt bzw. in Ludwigshafen gelebt hatten. An sie zu erinnern ist das Anliegen dieser Veranstaltung, die gemeinsam mit der Bürgerrechtlerin Ilona Lagrene durchgeführt wird. Sie wurde 1950 in Heidelberg geboren und war von 1990 bis 1996 Vorsitzende des Verbands Deutscher Sinti Baden-Württemberg. Ihrem unermüdlichen Engagement ist es zu verdanken, dass die Erinnerung an die Heidelberger Sinti-Familien bewahrt geblieben ist. Der Rundgang durch die Altstadt beginnt im Innenhof des Dokumentationszentrums und schließt dort im Seminarraum mit einem vertiefenden Vortrag ab.

In Kooperation mit der „Heidelberger Lupe – Verein für historische Forschung und Geschichtsvermittlung“ und dem Arbeitsbereich „Minderheitengeschichte und Bürgerrechte in Europa“ am Lehrstuhl Zeitgeschichte des Historischen Seminars der Universität Heidelberg.

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Filmvorführung: Trapped by Law

Filmvorführung: Trapped by Law (2015; Buch, Regie: Sami Mustafa), Dienstag, 20. Juni, 19 Uhr, Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma, Repräsentanz Berlin, Aufbau Haus am Moritzplatz, Prinzenstraße 84.2, 10969 Berlin

Kefaet und Selami sind zwei junge Roma, die mit ihren Eltern schon viele Jahre in Essen gelebt haben, als sie 2010 in den Kosovo abgeschoben werden. Selami ist in dem fremden Land noch nie gewesen und sie versuchen alles, um wieder zurück nach Deutschland zu kommen. Doch die Bürokratie und das Asylrecht sind nicht auf ihrer Seite.

Besondere Aktualität erlangen Film und Veranstaltung dadurch, dass Selmai Prizreni nach seiner Rückkehr nach Deutschland im Mai 2017 erneut in den Kosovo abgeschoben wurde.

In Kooperation mit dem Zentralrat Deutscher Sinti und Roma und SODI e.V.

Weiter Informationen unter:

https://trappedbylawmovie.wordpress.com/

Romani Rose: Ein Leben für die Menschenrechte

Dienstag 20|06|2017 19.00 Uhr NS-Dokumentationszentrum München Brienner Straße 34 80333 München

Im Gespräch mit Andreas Bönte, Programmbereichsleiter für „BR Fernsehen, ARD-alpha und 3sat“, sprechen Romani Rose und Behar Heinemann über ihre Zusammenarbeit und das Buchprojekt sowie über ihr bürgerrechtliches Engagement.

Die Bürgerrechtsarbeit Deutscher Sinti und Roma ist untrennbar mit dem Namen von Romani Rose verbunden. Seit einem halben Jahrhundert beseelt der Vorsitzende des Zentralrats Deutscher Sinti und Roma den Kampf dieser Minderheit um Anerkennung des ihr während des Nationalsozialismus widerfahrenen Unrechts und um Ausgleich für das erlittene Leid. Unermüdlich hat Romani Rose sein Leben in den Dienst der Menschenrechte gestellt. Auf diese Weise ist er zu einem Symbol für Gerechtigkeit und zugleich für Versöhnung mit der Mehrheitsgesellschaft geworden.

Die Autorin Behar Heinemann hat in ihrem Buch „Romani Rose: Ein Leben für die Menschenrechte“ erstmals eine umfassende kommentierte Dokumentation zum Leben und Wirken von Romani Rose als Person, Menschenrechtler, Aktivist und Politiker vorgelegt. Die Autorin, eine seit 25 Jahren in Deutschland lebende Romni aus dem Kosovo, ist bestens mit der Bürgerrechtsarbeit Deutscher Sinti und Roma vertraut.

Eintritt frei
Veranstalter NS-Dokumentationszentrum München in Kooperation mit dem danube books Verlag

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Das Brennglas – Eine Lesung mit Petra Rosenberg

 Freitag, 16. Juni, 19 Uhr, Amerika-Gedenkbibliothek, Blücherplatz 1, 10961 Berlin

 Petra Rosenberg, Vorsitzende des Landesverbandes Deutscher Sinti und Roma Berlin-Brandenburg, liest aus den Erinnerungen ihres Vaters Otto Rosenberg.

Otto Rosenberg berichtet über seine Kindheit in Berlin, die Zwangsumsiedlung in das „Zigeunerlager“ Marzahn und die Deportation nach Auschwitz. Er überlebte als einziges von elf Geschwistern.

Veranstaltet in Kooperation mit dem  Landesverband Deutscher Sinti und Roma Berlin-Brandenburg und der Zentral- und Landesbibliothek Berlin im Rahmen der Präsentation des Themenraums „Sinti und Roma“

Antiziganismus in der Debatte zu ’sicheren Drittstaaten“

16. Juni, 20-23 Uhr, Elchkeller, Schneiderberg 50, 30167 Hannover

Der gesellschaftliche Diskurs zu Flucht und Asyl ist in vielerlei Hinsicht geprägt von Rassismen und Ressentiments. Im Vortrag soll ein Fragment dieses Diskurses – die Debatte um die Sicherheit der sogenannten ‚Westbalkanstaaten‘ – untersucht werden.
Dieses Thema wurde in seiner neueren Variante seit 2010 immer wieder diskutiert. Häufig wird dabei unterstellt, ‚Roma‘ aus diesen Staaten begingen ‚Asylmissbrauch‘. Die Analyse einer ausgewählten Bundestagsdebatte kann zeigen, welche Strategien und Argumente darüber hinaus eingesetzt werden, um Rassismus und konkrete historische Verantwortung zu negieren.

Markus End ist Diplom-Politologe und hat derzeit einen Lehrauftrag an der Hochschule Hannover. Seine Arbeitsschwerpunkte sind Antiziganismustheorie und antiziganismuskritische Bildungsarbeit.

Antiziganismus und Arbeitsgesellschaft

Festival contre le racisme Berlin, 15. Juni, 15 Uhr, Otto-Suhr-Institut, Berlin, Ihnestraße 22, 14195 Berlin
Die Soziologin und Philosophin Roswitha Scholz ist beim festival contre le racisme zu Gast. Sie hält einen Vortrag darüber, wie Antiziganismus und gesellschaftliche Entwicklungen der letzten Jahrhunderte zusammenhängen.

Nähere Infos hier und hier.

Sinti und Roma

07.6. -20.07. 2017 in der Amerika-Gedenkbibliothek, Blücherplatz 1, D-10961 Berlin – Kreuzberg

Sinti und Roma leben seit 600 Jahren im Gebiet des heutigen Deutschlands. Sie sind als nationale Minderheit gesetzlich anerkannt. In den letzten Jahren und Jahrzehnten sind Roma in die Bundesrepublik geflüchtet und migriert.

Der Themenraum widmet sich der Lebenssituation, der Selbstorganisierung und Antidiskriminierungsarbeit, dem Eintreten für gesellschaftliche Teilhabe und der vielfältigen Kunst- und Kulturproduktion von Angehörigen der Minderheit.

Hier finden Sie Biografien und Autobiografien, Interviews, verschiedene Musikrichtungen sowie Kataloge mit Malerei, Fotografie und Bildender Kunst. Über die Geschichte von Vorurteilen und die Verfolgung und Ermordung von Sinti und Roma im Nationalsozialismus wird in einer umfangreichen Zusammenstellung von Büchern, Filmen und digitalen Ressourcen informiert.

Nähere Infos

Filmvorführung: Valentina

Mittwoch, 7. Juni, 19 Uhr

Valentina (2016; Buch, Regie: Maximilian Feldmann, Kamera: Luise Schröder)

 Die 10-jährige Valentina Demaili erzählt vom Leben ihrer Familie in Shutka, einem überwiegend von Roma bewohnten Viertel der mazedonischen Hauptstadt Skopje. Armut, Probleme mit den Behörden und die Notwendigkeit, sich irgendwie durchzuschlagen, prägen den Alltag. Mehr als ein Film über die Armut soll „Valentina“ aber ein intimes Porträt sein, dass auch den Träumen und Wünschen der gezeigten Menschen Raum gibt. Neben der Berlinale wurde der Film auf zahlreichen internationalen Festivals gezeigt und unter anderem als bester Dokumentarfilm auf der Filmschau Baden-Württemberg ausgezeichnet.

Mit Maximilian Feldmann und Luise Schröder möchten wir im Anschluss an die Filmvorführung über Möglichkeiten, Grenzen und Fallstricke des dokumentarischen Filmemachens über Roma und über Armut ins Gespräch kommen.

Eine Veranstaltung im Rahmen der Filmreihe „Fakten/Fiktionen*: MENSCHEN IM OBJEKTIV“

Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma, Repräsentanz Berlin, Aufbau Haus am Moritzplatz, Prinzenstraße 84.2, 10969 Berlin

 

Pressekonferenz: Dokumentation antiziganistischer und diskriminierender Vorfälle in Berlin 2016

30. Mai 2017, 10 Uhr in den Räumen von Amaro Foro e.V. im Aufbau-Haus am Moritzplatz Prinzenstraße 84, 10969 Berlin

Amaro Foro e.V. führt seit 2014 eine systematische Dokumentation von antiziganistischen und diskriminierenden Vorfällen in Berlin. Für das Jahr 2016 wurden erstmals auch die Auswirkungen der Asylrechtsverschärfungen von 2014 und 2015 auf die Lebensrealitäten von Roma-Asylbewerber*innen dokumentiert. Außerdem wurden Medienberichte nicht nur qualitativ, sondern auch quantitativ erfasst und die zugehörigen Kommentarspalten ebenso wie Äußerungen in sozialen Medien und Internetplattformen berücksichtigt.

http://www.amaroforo.de

Romane Thana – Orte der Roma und Sinti im Vorarlberg Museum

Vernissage: 24. Mai 2017 um 18.00 Uhr, vorarlberg museum, Kornmarktplatz 1, 6900 Bregenz, Österreich. Ab 20.00 Uhr Harri Stojka Trio, Eintritt 20/16 Euro

Orte von Roma und Sinti gibt es viele in Österreich: in Wien, im Burgenland, aber auch in Vorarlberg. Im Zentrum der Ausstellung stehen dokumentarische und künstlerische Erzählungen aus der österreichischen Roma-Community. Diese vielstimmigen Schilderungen von Lebensorten und Arbeitsplätzen bieten neue Sichtweisen und Gegenperspektiven zu klischeehaften Vorstellungen und tradiertenVorurteilen. Eingebettet in den historischen Rahmen einer langen und grausamen Verfolgungsgeschichte lädt die Ausstellung ein, Fragen von „Normalität“ zu diskutieren. Es werden auch Geschichten geglückten Lebens und gesellschaftlicher Anerkennung gezeigt.

Eine Ausstellung des vorarlberg museums in Kooperation mit der Initiative Minderheiten, dem Landesmuseum Burgenland, dem Romano Centro und dem Wien Museum. Es sprechen Andrea Härle, Kuratorin und GF, Romano Centro – Verein für Roma; Interview mit Dotschy Reinhardt, Musikerin.

Die Ausstellung wird von 25. Mai bis 8. Oktober gezeigt.

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Der NS-Völkermord an Sinti und Roma: Geschichte und historische Verantwortung

23.05.2017, 18:30 Uhr, Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände Bayernstraße 110, 90478 Nürnberg

Vortrag von Dr. Karola Fings, Historikerin am NS-Dokumentationszentrum Köln

Sinti und Roma galten gemäß den „Nürnberger Gesetzen“ wie Juden als „Fremdrasse“ und wurden während des Nationalsozialismus ausgeplündert, deportiert und ermordet. In ihrem Vortrag gibt Karola Fings, die grundlegende Publikationen zur Verfolgung von Sinti und Roma vorgelegt hat, zunächst einen Überblick über Struktur und Praxis der Verfolgung im Deutschen Reich und den besetzten bzw. kollaborierenden Ländern Europas. In einem zweiten Schritt widmet sie sich der Zeit nach 1945, die von den Überlebenden als „zweite Verfolgung“ erlebt wurde: Eine Entschädigung und vor allem eine Anerkennung als Verfolgte des NS-Regimes wurde ihnen Jahrzehnte lang verweigert. Auch die gesellschaftliche Diskriminierung war mit Kriegsende nicht vorbei.

Eintritt frei

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Demokratiefest 2017

Berliner Landeszentrale für politische Bildung, Hardenbergstraße 22-24, 10623 Berlin

20.05.2017: Eröffnung 12.00 Uhr, Shelly Kupferberg (Autorin und Moderatorin), Thomas Gill (Leiter der Berliner Landeszentrale)
Gesprächsrunden – 16.00 Uhr: Antiziganismus aktiv entgegentreten

Die Berliner Landeszentrale für politische Bildung feiert am Samstag, 20. Mai 2017, von 12.00 bis 17.00 Uhr am und im Amerika Haus ihr jährliches Demokratiefest. Es erwartet Sie bei freiem Eintritt ein buntes Programm, das die Themen- und Angebotsvielfalt der politischen Bildung unterhaltsam erfahrbar macht.

Zahlreiche Anbieter der politischen Bildung in Berlin präsentieren sich und ihr Angebot mit Workshops, Vorträgen und Filmen.Auf einer Bühne vor dem Amerika Haus treten große und kleine Künstlerinnen und Künstler mit musikalischen Beiträgen auf.

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Antiziganismus im Fußball und in Fußball-Fankulturen

18.05.2017, 19:30 Uhr, Indiego Glocksee, Glockseestr. 35, 30169 Hannover
Fans rufen „Zick, Zack, Zigeunerpack!“, beschimpfen den anderen Verein und seine Fans als „Zigeuner“. Bei allem Engagement gegen Diskriminierung von Fans, Vereinen und Verbänden sind dies nach wie vor alltägliche Phänomene in und um die Stadien. Die Sensibilisierung und Wahrnehmung für antiziganistische Vorfälle ist äußerst gering – eine Problematisierung bleibt zumeist aus. Dabei ist Antiziganismus ein weit verbreitetes Ressentiment: 2006 gaben in einer Repräsentativumfrage des Zentralrats Deutscher Sinti und Roma mehr als drei Viertel der befragten Sinti und Roma an, schon häufiger diskriminiert worden zu sein. Laut einer aktuellen Studie stimmen mehr als die Hälfte der Deutschen antiziganistischen Aussagen zu. Pavel Brunßen thematisiert in diesem Vortrag, wie Antiziganismus in und um die Fußballstadien auftritt und wahrgenommen wird, welche Funktion Antiziganismus in der Gesellschaft innehat und ob es eine Spezifik des Antiziganismus im Kontext Fußball gibt.
Pavel Brunßen ist wissenschaftlicher und journalistischer Autor für Zeitungen und Magazine wie Ballesterer, FFussball, Weser Kurier, Jungle World, Das Parlament oder den Sammelband „Zurück am Tatort Stadion“. Seine Arbeitsschwerpunkte sind Diskriminierung und Antidiskriminierung in Fußball-Fankulturen sowie Antisemitismus und Antiziganismus. Er ist seit 2012 Herausgeber und Chefredakteur des Transparent Magazins.

Workshop: Der Widerstand von Sinti und Roma gegen den Nationalsozialismus und seine Bedeutung für die Gegenwart

16.05.2017, 13:00 – 18:30 Uhr, Gedenkstätte Deutscher Widerstand – Saal A, Stauffenbergstraße 13-14, 10785 Berlin, Kooperation von: Gedenkstätte Deutscher Widerstand, Amaro Foro e.V., Sozialfabrik e.V.

Am 16. Mai 1944 widersetzten sich Sinti und Roma im »Zigeunerfamilienlager« im Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau der »Auflösung« dieses Lagerabschnitts. Damit verhinderten sie die für diesen Zeitpunkt geplante Ermordung der Häftlinge durch die SS.  Bis heute ist dieser Akt des Widerstandes kaum bekannt.

Erst langsam gewinnt der 16. Mai als Gedenktag in einer breiteren Öffentlichkeit an Bedeutung. Insbesondere Selbstorganisationen von Roma und Sinti erinnern an diesem Tag daran, dass die Verfolgten keineswegs bloß passive Opfer waren. Sie haben auf unterschiedliche Arten Widerstand geleistet, um ihre Würde gekämpft oder sich dem Verfolgungsapparat entzogen. Die Formen, Möglichkeiten und Grenzen des Widerstandes von Sinti und Roma gegen den Nationalsozialismus werden uns ebenso beschäftigen wie die Frage, was dieser Teil der Geschichte für uns heute bedeuten kann und soll.

Um Anmeldung bis Dienstag, den 9. Mai, wird gebeten unter: s.steinbach@gdw-berlin.de

Der Workshop richtet sich an alle Interessierten, insbesondere an Aktive in der schulischen und außerschulischen Bildungsarbeit.

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600 Jahre Antiziganismus? (Dis-) Kontinuitäten in der Gewaltgeschichte gegen Sinti und Roma

Vortrag von Tobias Neuburger (Hannover) am 15. Mai 2017, 19.00 Uhr in der Universität für angewandte Kunst, Oskar Kokoschka-Platz 2, Hörsaal 1, Wien

Veranstalter: Referat für Menschenrechte und Gesellschaftspolitki, Österreichische HoschülerInnenschaft

Bereits im ausgehenden Spätmittelalter, an der Schwelle zur frühbürgerlichen Gesellschaft bildete sich der Antiziganismus mit seinen schematisch-feststehenden Projektionsinhalten heraus. Damit verweist der Antiziganismus zwar einerseits auf eine jahrhundertelange Geschichte, doch dies sollte andererseits nicht dazu verleiten diesen als ahistorischen oder „ewigen“ Hass zu begreifen. Die antiziganistischen Semantiken waren im Verlauf der Geschichte ebenso vielfältigen Metamorphosen und Wandlungen unterworfen. Der Vortrag versucht einige dieser Transformationen zu identifizieren und bietet auf diese Weise eine Einführung in die Geschichte des Antiziganismus.
Tobias Neuburger promoviert an der Universität Innsbruck mit einer kulturhistorischen Arbeit über die populärkulturelle Inszenierung des Antiziganismus um 1900. Er ist wissenschaftlicher Mitarbeiter im Projekt „Kompetent gegen Antiziganismus – in Geschichte und Gegenwart“ der Stiftung niedersächsische Gedenkstätten und Lehrbeauftragter an der Hochschule Hannover.

Antiziganismus in der Debatte um sichere Herkunftsstaaten. Zur Kategorisierung von Schutzsucenden

Vortrag von Markus End
Datum und Zeit:
12.05.2016 – 18:30
Veranstaltungsort:
Schlosskeller Darmstadt

Die Unterteilung in „gute“ und „schlechte“ Flüchtlinge, die in der
Öffentlichkeit seit Jahren diskutiert und praktiziert wird, richtet sich
derzeit im Wesentlichen gegen Schutzsuchende vom „Westbalkan“. Diese
werden dabei weitgehend ethnisiert und pauschal als „Roma“ dargestellt
und wahrgenommen.

Im Vortrag sollen einige Mechanismen dieser Debatte anhand einer Analyse
der Bundestagsdebatte zur Erweiterung der Liste sicherer
Herkunftsstaaten herausgearbeitet und analysiert werden. Dabei soll
dargestellt werden inwiefern diese Mechanismen dazu beitragen, eine
weitere Verschärfung des Asylrechts zu legitimieren.

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Buchvorstellung „Romani Rose – ein Leben für die Menschenrechte“

Das Buch „Romani Rose – ein Leben für die Menschenrechte“ wird von der Autorin Behar Heinemann in Berlin vorgestellt am Donnerstag, 11. Mai 2017, um 18 Uhr in der Landeszentrale für politische Bildung, Amerikahaus, Hardenbergstraße 22-24, 10624 Berlin. Auch der Verleger Thomas Zehender wird anwesend sein.

Die Buchvorstellung ist eine Kooperationsveranstaltung mit dem Landesrat der Roma und Sinti, RomnoKher Berlin –Brandenburg, und der Landeszentrale für politische Bildung Berlin.

Moderiert wird die Veranstaltung von Dotschy Reinhardt, Musikerin, Autorin und Gründerin des Landesrats der Roma und Sinti, RomnoKher Berlin-Brandenburg. Nähere Informationen zum Ablauf folgen.

Ausstellungseröffnung „Rassendiagnose: Zigeuner“

10.05.2017, 17:30 Uhr, Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände,  Bayernstraße 110, 90478 Nürnberg

Ausgangs- und Schwerpunkt der Ausstellung ist der nationalsozialistische Völkermord an den Sinti und Roma: von der Ausgrenzung und Entrechtung der Minderheit im Deutschen Reich bis zur systematischen Vernichtung im besetzten Europa. Den Täterdokumenten werden historische Privatund Familienfotos der von Verfolgung betroffenen Menschen entgegengesetzt.

Der zweite Teil behandelt die Geschichte der Überlebenden im Nachkriegsdeutschland, die erst spät als NS-Opfer anerkannt wurden. Er zeigt den maßgeblichen Anteil der Bürgerrechtsbewegung der deutschen Sinti und Roma, die ideologischen und personellen Kontinuitäten aus der Zeit des „Dritten Reiches“ zum Gegenstand einer gesellschaftlichen Debatte zu machen.

Am Ende der Ausstellung steht ein Ausblick auf die Menschenrechtssituation der Sinti- und Roma-Minderheiten in Europa nach 1989.

Eine Ausstellung des Dokumentations- und Kulturzentrums Deutscher Sinti und Roma, gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes.

Mit einleitenden Worten von Romani Rose, Vorsitzender des Zentralrats Deutscher Sinti und Roma.

Der Eintritt zur Austellung ist frei.

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Geschickte Vorurteile. Postkarten & Graphiken 
des Rom e.V. zwischen 1871-1933

14 – 18 Uhr Workshop mit geladenen Gästen

18:30 Uhr Öffentliche Projektpräsentation

Seit Anfang des Jahres bereitet der Rom e.V. in Kooperation mit dem prometheus Bildarchiv der Universität zu Köln und gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) die Digitalisierungs einer historischen Bildsammlung vor. In seinem Archiv und Dokumentationszentrum RomBuK hat der Verein eine einzigartige Sammlung zusammengetragen, von denen besonders 2360 historische Postkarten und 1225 Grafiken einen tiefen Einblick in die bildliche Konstruktion von ‚Zigeunern‘ bieten.

Am Nachmittag wird dieser Bestand im Archiv gesichtet und diskutiert. Am Abend präsentiert Dr. Peter Bell Projekt und Sammlung im Rahmen eines öffentlichen Vortrags und eines Podiumsgesprächs. Die Veranstaltung klingt mit einem kleinen Empfang mit musikalischer Untermalung aus. Eingeladen sind u.a. Dr. Felix Axster(Berlin), Dr.Frank Reuter(Heidelberg).

Für den Workshop bitten wir um Anmeldung Jenny.Virgillito@romev.de 0221-242536 peter.bell@uni-koeln.de Venloer Wall 17, Köln

Bürgerrechte für Sinti und Roma. Uta Horstmann im Gespräch

Mittwoch, 3. Mai 2017, 19 Uhr, Berliner Repäsentanz des Dokumentations- und Kulturzentrums Deutscher Sinti und Roma Berlin im Aufbauhaus, Prinzenstraße 84.2 – Berlin

Uta Horstmann ist eine langjährige Wegbegleiterin der Bürgerrechtsbewegung deutscher Sinti und Roma. 1980 hat sie am Hungerstreik einer Gruppe Sinti auf dem Gelände des ehemaligen Konzentrationslagers Dachau teilgenommen,  um gegen die gesellschaftliche Ignoranz gegenüber den NS-Verbrechen an Sinti und Roma sowie die fortgesetzte Ausgrenzung und Diskriminierung in der Bundesrepublik zu protestieren. Auch als Sozialarbeiterin in München hat sie sich konsequent für die Belange und Interessen der Minderheit eingesetzt. Im Januar 2017 wurde Uta Horstmann für ihr Engagement mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. Auf Einladung des Dokumentations- und Kulturzentrums Deutscher Sinti und Roma berichtet sie nun in Berlin über den Hungerstreik in Dachau und ihr Eintreten für Gleichberechtigung und gesellschaftliche Teilhabe von Sinti und Roma.

Begrüßung: Oswald Marschall, stellvertretender Vorsitzender des Dokumentations- und Kulturzentrums Deutscher Sinti und Roma

Eine Veranstaltung im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Wass ketne!“ („Lasst uns zusammenkommen!“).

Tagung Antifaschistische Pädagogik – Vortrag 7, Antiziganismus sichtbar gemacht: Über die Bildungsarbeit mit filmischen Repräsentationen

Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg | Samstag, 29. April 2017 – Sonntag, 30. April, Heidelberg, Landfriedstrasse 12, 69117 Heidelberg

Auf der Tagung wollen wir uns mit Pädagogik und Erziehung aus einer antifaschistischen Perspektive kritisch auseinandersetzen. Wir wollen herausfinden, wie mit faschistischem und rassistischem Gedankengut pädagogisch umgegangen und wie der Bildung solcher Gedanken vorgebeugt werden kann sowie welche Fragestellungen daraus resultieren. Im Anschluss an jeden Vortrag laden wir zur gemeinsamen Diskussion ein. Es wurden Referent*innen aus verschiedenen Bereichen eingeladen, um uns Einblicke in ihre jeweiligen Arbeits- und Forschungsbereiche zu geben und damit eine tiefgehende Auseinandersetzung mit der Thematik anzuregen.

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Buchvorstellung: „Zwischen Verfolgung und Überleben“

25.04.2017, 19:30 – 22:00 Uhr, Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma, Bremeneckgasse 2, 69117 Heidelberg

1928 in Schlesien geboren, musste Adolf Heilig als Sinto schon in jungen Jahren Ausgrenzung und Diskriminierung erfahren. Durch Zufälle und die Hilfe Dritter entging er mehrmals der Verhaftung durch die Nationalsozialisten und letztendlich dem Völkermord. Doch der Verlust zahlreicher Familienangehöriger begleitete ihn sein Leben lang. Nach dem Krieg prägte er entscheidend die Arbeit des Zentralrat Deutscher Sinti und Roma, die er ungebrochen bis zu seinem Tod im Jahr 2016 begleitete. Seine maschinenschriftlichen Erinnerungen wurden vom Dokumentationszentrum bearbeitet und werden an diesem Abend unter dem Titel „Zwischen Verfolgung und Überleben. Jugendjahre eines Deutschen Sinto“ erstmals der Öffentlichkeit präsentiert.

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Frühjahrstreffen der GfA

internes Mitgliedertreffen

Treffen von Mitgliedern zu Informationsaustausch und Diskussion. Programmabsprachen und -gestaltung werden über die GfA-Mailingliste verabredet.

Antiziganismus online – zu Bildern und Deutungsmustern im medialen Zuwan-derungsdiskurs aus rassismuskritischer Perspektive

Vortrag von Michalina M. Trompeta, Freitag, 21. April 201718–20 , Universität Osnabrüch, Seminarstraße 20, Raum 15/130 (EW-Gebäude)

Im Rahmen ihrer Frühjahrstagung lädt die Gesellschaft für Antiziganismus- forschung (GfA) zusammen mit dem Fachgebiet Migration und Gesellschaft
am Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien (IMIS) zum Vortrag »Antiziganismus online – zu Bildern und Deutungsmustern im medialen Zuwanderungsdiskurs aus rassismuskritischer Perspektive« von Michalina Trompeta ein.

Michalina Trompeta ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Arbeitsbereich interkulturelle Bildungsforschung der Universität zu Köln. Zu ihren Arbeits- schwerpunkten gehören Rassismuskritik, Antiziganismusforschung sowie Medien und Migration. Sie promoviert zum visuellen Antiziganismus im deutschen Online-Journalismus und seiner Rezeption.

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Roma zurück auf den Balkan?

Serbien gilt als „sicheres Herkunftsland“ – aber wie sicher ist sicher? Am 19. April setzen wir uns auf einer Podiumsdiskussion damit auseinander und erhalten durch Dejan Markovic ein detailliertes Bild der Lage vor Ort.

19.04.2017 | 18 Uhr | neues deutschland | Franz-Mehring-Platz 1 | Berlin

http://www.sodi.de/aktuell/terminekalender/termin_detail/datum/2017/04/19/wie-sicher-ist-sicher-in-der-balkanregion/

 

 

 

http://www.sodi.de/aktuell/terminekalender/termin_detail/datum/2017/04/19/wie-sicher-ist-sicher-in-der-balkanregion/

Was heißt denn hier »Armutszuwanderung«? Antiziganismus als Problem der ganzen Gesellschaft – Ressentiments in der Freizügigkeitsdebatte

W3 – Werkstatt für internationale Kultur und Politik, Nernstweg 32-34, 22765 Hamburg, 18.04.2017, 19:30 – 21:30 Uhr

VERANSTALTER: Rosa-Luxemburg-Stiftung Hamburg/Forum für Analyse, Kritik und Utopie, in Kooperation mit dem Flüchtlingsrat Hamburg und Minerva Consulting&Research, gefördert durch die Landeszentrale für politische Bildung Hamburg

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Internationaler Roma-Tag: Samuel Mago liest im literaturhaus.dortmund

Am 8. April feiern die Roma auf der ganzen Welt ihren internationalen Tag.

Im literaturhaus.dortmund (Neuer Graben 78) ist an diesem Samstag, 19.30 Uhr der Schriftsteller, Musiker und Roma-Aktivist Samuel Mago zu Gast und liest aus seinen Texten. Der Eintritt ist frei. Für die Veranstaltung kooperieren das Roma-Kulturfestival Djelem Djelem, AWO Integrationsagentur, Planerladen, Theater im Depot und der Verein für Literatur.

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Der Welt-Roma-Tag 2017. Ein Tag der Kunst

Kunstraum Dikhas DurSa 08.04.2017 | 12:00 Uhr,  Aufbau Haus Prinzenstraße 84 & 85, 10969 Berlin, Eintritt frei

Vortrag und Gespräch

Anlässlich des diesjährigen Welt-Roma-Tages findet im Kunstraum Dikhas Dur eine Matinee zur aktuellen Ausstellung Kali Berga. Der schwarze Berg statt. Nach dem Vortrag Von der Boheme zur Post-Roma Kunst und zurück. The Mapping of Kali Berga von Ausstellungs-Kurator Dr. Wojciech Szymanski (Krakau) führen die Künstler_innen der Ausstellung – Małgorzata Mirga-Tas, Bogumiła Delimata und Delaine und Damian Le Bas – sowie der Kurator und ihr Publikum ein Gespräch über die Zustände und Zusammenhänge der zeitgenössischen Kunst der Sinti und Roma, insbesondere in Polen, und ihr fruchtbares Zusammenwirken mit der politischen Roma-Emanzipationsbewegung Europas.

Eine Matinee in englischer Sprache moderiert von Vasile Marian Luca, Galerie Kai Dikhas.

Nach der Veranstaltung empfiehlt es sich, die benachbarte Demonstration der Ini Romnja zu besuchen.

Kulturveranstaltung zum Weltromatag

Anlässlich des Weltromatages am 8. April lädt Rom e.V. in Köln zu einer Kulturveranstaltung in die Vereinsräume ein am Freitag, den 7. April 2017, 19 Uhr, Venloer Wall 17, 50672 Köln

  • Lesung des 1996 in Budapest geborenen Schriftstellers, Musikers und Roma-Aktivist Samuel Mago
  • Life Musik von Zoran Janković

 

#YOEUROMA! IN DISCUSSION Gespräch zu Ursachen und Bekämpfung von Antiziganismus

Freitag,  07.04, 20:30 Uhr Studio Я, Maxim Gorki Theater, Am Festungsgraben 2, 10117 Berlin

Die Diskussion mit Drob Dynamic, Markus End, Klaus Lederer, Anna Mirga. Moderiert von Esra Küçük. Weitere Infos in Kürze.

 

Eine Veranstaltung des Bündnisses für Solidarität mit den Sinti und Roma Europas, organisiert vom
RomaTrial e.V. in Kooperation mit dem Studio. Mit freundlicher Unterstützung der Senatsverwaltung
für Kultur und Europa. Medienpartner: Radio Corel

 

http://gorki.de/de/yoeuroma-in-discussion/2017-04-07-2000

ROMADAY – Feststunde

7. April 2017, 10 Uhr, Berliner RATHAUS, Rathausstraße 15, 10178 Berlin, S + U Alexanderplatz

Das Bündnis für Solidarität mit den Sinti und Roma Europas lädt Sie zur Feststunde anlässlich des Welt-Roma-Tages am 7. April 2017 ein. Tragen Sie dazu bei, ein sichtbares Zeichen gegen Antiziganismus zu setzen.

Es sind vor allem Angehörige der Minderheit selbst, die auf den Antiziganismus und dessen schwerwiegende Folgen hinweisen. Es ist jedoch unser aller Aufgabe, roma- und sintifeindliches Denken und Handeln zu benennen und zu verurteilen.

Begrüßung Michael Müller, Regierender Bürgermeister von Berlin (angefragt)

Grußwort Bündnis für Solidarität mit den Sinti und Roma Europas, Romeo Franz, Geschäftsführer der Hildegard-Lagrenne-Stiftung

Redebeiträge Anita Awosusi, Autorin und Bürgerrechtlerin, Michal Mižigár, Romist

 

http://www.stiftung-denkmal.de/veranstaltungen/demnaechst/detail/romaday-feststunde.html

„Es war ein Sinti und Roma.“ Sicherer Umgang mit der größten europäischen Minderheit in der Berichterstattung

 Workshop für Journalist_innen, Autor_innen und Medienschaffende

6. April 2017, 12 – 18 Uhr | Maxim Gorki Theater | Hinter dem Gießhaus 2 | 10117 Berlin

Sinti und Roma sind immer wieder Gegenstand der Berichterstattung. Ob im Zusammenhang mit der Migration aus neuen EU-Ländern nach Deutschland, mit Kriminalität oder im Zusammenhang mit Kulturveranstaltungen: Selbst in gut recherchierte Medienbeiträge schleichen sich oft stereotype Bilder, Ungenauigkeiten und Fehler ein. Sobald es um die größte Minderheit in Europa geht, ist es scheinbar leicht, ins Fettnäpfchen zu treten.

Der Workshop wird geleitet von Markus End, Lehrbeauftragter an der Hochschule Hannover und Doktorand an der Universität Bielefeld, seit 2016 Vorsitzender der Gesellschaft für Antiziganismus

http://www.romaday.org/Events/Es-war-ein-Sinti-und-Roma-Workshop-zum-sicheren-Umgang-mit-der-groessten-Minderheit-Europas-fuer-Medienschaffende

Die Lage der Roma in Ungarn

Mittwoch, den 5. April um 19:30 Uhr in der Buchte der Naturfreundejugend, Buchtstraße 14/15, berichtet Richard Gauch (BI Leipzig Korrektiv) über die Lage der Roma in Ungarn.

Nähere Infos

Der politische Salon – (K)eine (Bleibe)Perspektive in Deutschland – Wie verbessert man die Lage für zugewanderte Roma in deren Herkunftsländern?

Im Rahmen der Aslyrechtsverschärfung wurden Länder wie Serbien und andere Balkanländer zu sicheren Herkunftsländern erklärt. Damit war auch das Ziel verbunden, Menschen mit geringer Bleibeperspektive nicht in die üblichen Versorgungssysteme einzubeziehen sondern mit beschleunigten Asylbearbeitungsverfahren abzuschieben. Das betrifft vor allem auch Roma, die größte und am meisten diskriminierte Minderheit Europas. Roma werden in ihren Herkunftsländern aus rassistischen Gründen oft systematisch ausgegrenzt. Ihnen wird jede Grundlage für eine gesellschaftliche, gerechte Teilhabe entzogen.

Wie sind die aktuellen Erkenntnisse über die Situation der Roma in deren Herkunftsländern? Welche Möglichkeiten gibt es für Roma in den Balkanländern, gegen diese Missstände etwas auszurichten und für eine bessere Zukunft einzustehen? Was spricht gegen ein Bleiberecht für alle Roma in Deutschland, die auf Grund ihrer Herkunft in ihren Ländern ausgegrenzt oder gar rassistisch verfolgt werden? Können wir in Deutschland gegen die schlechten Lebensumstände in den Herkunftsländern von betroffenen Roma etwas ausrichten?

Podiumsdiskussion: Prof. Dr. Habil. Hristo Kyuchukov, FU Berlin,  Volker Beck, MdB (Bündnis90/Grüne),  Piper, Amnesty International

Moderation: Emran Elmazi, Zentralrat der Sinti und Roma

Dienstag, den 4. April 2017, 18.30 bis 21.00 Uhr

Aufbau Haus am Moritzplatz, Prinzenstraße 85, 10969 Berlin /Stadtplan

 Anmeldung: Melden sich bitte online an.

Das [un]bekannte Andere – Verfolgung von Sinti und Roma in Sachsen

Im Rahmen der „Internationalen Wochen gegen Rassismus“ lädt das Stadtarchiv Dresden am Montag, 3. April, 18 Uhr, zu diesem Vortrag von Claudia Pawlowitsch ein. Das Vorurteil „Antiziganismus“, die zugrunde liegenden Motive und Auswirkungen werden in dem einführenden Vortrag von Claudia Pawlowitsch anhand lokalhistorischer Beispiele skizzenhaft offengelegt. Der Vortrag richtet sich insbesondere an Menschen, die sich zum ersten Mal mit der Thematik befassen möchten.

Claudia Pawlowitsch ist Forstwissenschaftlerin und Historikerin. Sie studierte an der TU Dresden und der Ben Gurion University of Negev und befasst sich seit vielen Jahren mit der lokalhistorischen und philosophischen Tragweite des Antisemitismus und Antiromaismus.

Der Eintritt ist kostenfrei. Elisabeth-Boer-Str. 1, 01099 Dresden

Verfolgung von Sinte*zza im Nationalsozialismus und die Bürger*innenrechtsbewegung

Power Month im feministischen RomaniPhen Archiv in der Karl-Kunger Str. 17 in Berlin, 01. April, 19:00 Uhr, Vortrag von Ilona Lagrene

Ilona Lagrene berichtet aus der Perspektive einer Bürgerrechtlerin, die sich der Erinnerungspolitik verschrieben hat. Als Vorsitzende des Landesverbandes deutscher Sinti und Roma in Baden-Württemberg hat sie gegen viele Widerstände, die Anerkennung der Überlebenden und das öffentliche Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus im Land vorangetrieben. In diesem Vortrag legt Ilona Lagrene ein besonderes Augenmerk auf die  Verfolgung von Sinte*zza im Nationalsozialismus und der Bürger*innenrechtsbewegung.

Nähere Infos

Unterschiede, die einen Unterschied machen — Themenführung „Antiziganismus“

Donnerstag, 30. März 2017, 18:00 Uhr im Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma, Bremeneckgasse 2, 69117 Heidelberg

Mit dem Schwerpunktthema »Antiziganismus« führen wir gemeinsam mit dem Antidiskriminierungsprojekt HD.net-Respekt durch die Ausstellung „Unterschiede, die einen Unterschied machen“. Die interaktive Ausstellung irritiert bewusst gewohnte Sicht- und Denkweisen und lädt die Besucher*innen zur Selbstreflexion ein: Was hat Diskriminierung mit mir zu tun? Am konkreten Beispiel »Antiziganismus« wird thematisiert, wie stereotype Sichtweisen gesellschaftliche Benachteiligung verfestigen können.

https://www.regioactive.de/sonstige/themenfuehrung-antiziganismus-heidelberg-dokumentations-und-kulturzentrum-deutscher-sinti-und-roma-2017-03-30-NgpVHsHP1n.html

„Desert Inspiration – Grenzen überwinden“: Auftaktkonzert

Livekonzert und Filmvorführung „Desert Inspiration“ mit Lulu Reinhardt, Moharram und Daleel Shekh Ali

25. März, 18 Uhr, Hauptstraße 11, 65627 Elbtal-Hangenmeilingen, Hessen

Der deutsche Sinti-Musiker Lulo Reinhardt musiziert gemeinsam mit aus dem Irak und aus Syrien geflüchteten Musikern, und lebt so eindrucksvoll vor, wie spielerisch man sich durch Musik über Sprachbarrieren hinweg verbinden kann. Anschließend an das Livekonzert folgt die Filmvorführung des Dokumentarfilmes „Desert Inspiration“. Der Film zeigt Lulo Reinhardts Reise in den Süden Marokkos und seine Begegnung mit der Kultur und den Menschen des Berbervolkes. Eine offene Diskussionsrunde/offener Ausklang des Abends schließt die Veranstaltung ab und gibt dem Publikum die Gelegenheit, den Künstlern Fragen zu stellen und in Austausch zu kommen.

Nähere Infos

Rassismus gegen Roma und Sinti – Erkennen, Benennen, Entgegentreten.

24.03.2017 – 15:00 to 25.03.2017 – 17:00, GGUA Münster, Hafenstr. 3-5 (2. Etage)

Das „Bildungsprojekt Flucht und Asyl“ der GGUA Münster lädt vom 24.03. bis 25.03.2017 im Rahmen der „Münsteraner Wochen gegen Rassismus“ zu einer Fortbildung zu pädagogischen Methoden zum Thema „Rassismus gegen Roma und Sinti“ ein.

Die Fortbildung wird von Referent_innen der Jugendbildungsstätte Kaubstraße durchgeführt. Grundlage der Fortbildung ist das 2012/2014 im Unrast-Verlag erschienene und von der Jugendbildungsstätte Kaubstraße entwickelte Methodenhandbuch zum Thema „Antiziganismus“. Lernziele sind sowohl eine Sensibilisierung für das Thema als auch die Vermittlung der Fähigkeit zur Anwendung der Methoden in eigenen Workshops, Seminaren, Unterrichts-stunden, Projekttagen etc.

https://ms-alternativ.de/event/rassismus-gegen-roma-sinti-–-erkennen-benennen-entgegentreten

Workshop: Rassismus gegen Roma und Sinti –  Erkennen, Benennen, Entgegentreten.

 

24.03.2017, 15:00-20:00 Uhr | 25.03.2017, 09:30-17:00 Uhr, GGUA Münster, Hafenstr. 3-5 (2. Etage)

vom Bildungsprojekt Flucht und Asyl, bildungsarbeit@ggua.de

Das „Bildungsprojekt Flucht und Asyl“ der GGUA Münster lädt vom 24.03. bis 25.03.2017 im Rahmen der „Münsteraner Wochen gegen Rassismus“ zu einer Fortbildung zu pädagogischen Methoden zum Thema „Rassismus gegen Roma und Sinti“ ein. Für Lehrer_innen, Pädagog_innen und politische Bildner_innen. Die Veranstaltung ist grundsätzlich für alle Interessierten offen.

Die Fortbildung wird von Referent_innen der Jugendbildungsstätte Kaubstraße durchgeführt. Grundlage der Fortbildung ist das 2012/2014 im Unrast-Verlag erschienene und von der Jugendbildungsstätte Kaubstraße entwickelte Methodenhandbuch zum Thema „Antiziganismus“. Lernziele sind sowohl eine Sensibilisierung für das Thema als auch die Vermittlung der Fähigkeit zur Anwendung der Methoden in eigenen Workshops, Seminaren, Unterrichts-stunden, Projekttagen etc.

Die Teilnahme ist kostenlos, um eine Spende wird gebeten. Eine Anmeldung ist erforderlich. Diese sowie Rückfragen bitte an Dorothea Nolden (bildungsarbeit@ggua.de) richten.

http://www.asta.ms/aktuelles/veranstaltungen/newsletter

Antiziganismus – die Medienberichterstattung über ‘Roma’

Vortrag und Gespräch am 23.3.2017, 18.30 Uhr, Haus am Dom, Domplatz 3, 60311 Frankfurt am Main

Referent: Markus End

Die Veranstaltung thematisiert die antiziganistische Debatte zum Thema ‘Armutszuwanderung’ in der deutschen Öffentlichkeit und die Praktiken, die sich etablieren Medien, Politik und Öffentlichkeit bedienen antiziganistische Stereotype und legitimieren damit ordnungs- und sicherheitspolitische Maßnahmen. Auch Angriffe und Brandanschläge, in Frankfurt wie in anderen Städten, müssen vor dem Hintergrund verstanden werden. Ein Kontext hinsichtlich der Verfolgung und Vernichtung der europäischen Roma und Sinti im Nationalsozialismus wird dabei ignoriert und ausgeblendet.

http://www.foerdervereinroma.de/archiv/2017/20170307.htm

Gegen Diskriminierung von Sinti und Roma. Antiziganismus in Geschichte und Gegenwart.

Seminartag. Bernd Grafe-Ulke, Daniel Seifert, Tobias Neuburger

Seminartag. Bernd Grafe-Ulke, Daniel Seifert, Tobias Neuburger

Eintritt ist frei. Max. 25-30 Teilnehmer_innen.

22. März, 10:00 – 16:00 Uhr

Scharnhorststraße 1 , Lüneburg

Infos unter: http://geschichte-bewusst-sein.de/koga/

Veranstalter*innen: Stiftung niedersächsische Gedenkstätten, Projekt KogA

Leuphana Universität Lüneburg, Hauptcampus, Gebäude 7, Raum 320

Gegen Diskriminierung von Sinti und Roma. Antiziganismus in Geschichte und Gegenwart.

Der NS-Völkermord an den Roma in der sowjetischen Erinnerungskultur. Ein Vortrag mit Filmbeispielen

DokuZ Sinti und Roma, Aufbau Haus am Moritzplatz, Prinzenstr. 84, Aufgang 2, 3.OG, 10969 Berlin (Zugang über Oranienstraße)

Der Historiker Martin Holler diskutiert den filmischen Umgang mit historischen Fakten und verortet die Werke im Kontext der sowjetischen und russischen Erinnerungskultur.

Während des Vortrags werden Ausschnitte aus den folgenden Filmen gezeigt: SÜNDIGE APOSTEL DER LIEBE (Grešnyje apostoly ljubvi, Russland, 1995, Regie: Dufunja Vishnevskij), WHO RETURNS WILL LOVE TO THE END (Kto vernetsja – doljubit, Sowjetunion 1966, Regie: Leonid Osyka) und TSYGAN (Cygan, Sowjetunion 1967, Regie: Evgenij Matveev).

Unterschiede, die einen Unterschied machen — Themenführung „Antiziganismus“

Donnerstag, 21. März 2017, 18:00 Uhr Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma, Bremeneckgasse 2, 69117 Heidelberg

Mit dem Schwerpunktthema »Antiziganismus« führen wir gemeinsam mit dem Antidiskriminierungsprojekt HD.net-Respekt durch die Ausstellung „Unterschiede, die einen Unterschied machen“. Die interaktive Ausstellung irritiert bewusst gewohnte Sicht- und Denkweisen und lädt die Besucher*innen zur Selbstreflexion ein: Was hat Diskriminierung mit mir zu tun? Am konkreten Beispiel »Antiziganismus« wird thematisiert, wie stereotype Sichtweisen gesellschaftliche Benachteiligung verfestigen können.

https://www.regioactive.de/sonstige/themenfuehrung-antiziganismus-heidelberg-dokumentations-und-kulturzentrum-deutscher-sinti-und-roma-2017-03-30-NgpVHsHP1n.html

Ausstellungseröffnung „Von Auschwitz in den Harz. Sinti und Roma im KZ Mittelbau-Dora“

Die Ausstellung zeigt einige Schicksale von Sint*ezze und Rom*nja, die in Sachsen-Anhalt unter katastrophalen Lebensbedingungen Zwangsarbeit leisten mussten und ständig vom Tode durch die SS bedroht waren.

Ausstellungseröffnung mit Gjulner Sejdi (Roma Respekt Weiterdenken, Vorsitzender des sächsischen Roma Vereins Romano Sumnal e.V.) und Pascal Begrich (Miteinander e.V.). In ihren Kurzvorträgen wird es um historische und aktuelle Vorurteile gegen Sint*ezze und Rom*nja und die Geschichte des Sammellagers für Sint*ezze und Rom*nja in Magdeburg gehen.

13.03.2017 10:00, Gedenkstätte Roter Ochse Halle (Saale), Am Kirchtor 20 b, 06108 Halle (Saale)

http://www.bildungswochen.de/index.php?view=event&event_id=78

Strategies of Othering – Die Bedeutung und Funktion von Hautfarbe im Film

Mladenova zeigt in ihrer Präsentation und anhand von Filmausschnitten wie „Zigeuner“-Figuren im Kino -historisch und aktuell -benutzt werden, um „Weißsein“ den jeweiligen nationalen Mehrheiten zuzuschreiben.

Dienstag, 7.3.17, 19.30 Uhr

Veranstalter: Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma Ort: Bremeneckgasse 2 | 69117 Heidelberg

Diese Veranstaltung findet im Rahmen des Begleitprogramms zur Ausstellungspräsentation „Unterschiede, die einen Unterschied machen“ in Heidelberg statt. Die Ausstellung ist bis zum 2. April 2017 noch im Wechselausstellungsraum der Dokumentationszentrums zu unseren regulären Öffnungszeiten zu sehen.

Ausstellung „Dičimos – Sichtbarkeit“

Romnja mitten in Wien
Romnja ando maškar le Bečesko foro

Ein Projekt von Vivaro – Viva Romnja in Zu­sam­men­ar­beit mit der Fo­togra­fin Jenny Olaya-Peickner

Hotel Altstadt, Kir­cheng. 41, 1070 Wien. Die Aus­stel­lung kann am 5.3.2017 von 11:00 bis 18:00 Uhr be­sucht wer­den (weite­re Ter­mine wer­den auf der Home­page des Vereins be­kannt­gege­ben).

http://vivaro.at/Projekte/porträts/index.html

Vernissage „Dičimos – Sichtbarkeit“

Romnja mitten in Wien
Romnja ando maškar le Bečesko foro

Ein Projekt von Vivaro – Viva Romnja in Zu­sam­men­ar­beit mit der Fo­togra­fin Jenny Olaya-Peickner

Vernissage mit kurzer Gesprächsrun­de der Por­trä­tier­ten am 4. März 2017, 18 Uhr, im Hotel Altstadt, Kir­cheng. 41, 1070 Wien.  (Weite­re Ter­mine wer­den auf der Home­page des Vereins be­kannt­gege­ben).

http://vivaro.at/Projekte/porträts/index.html

Romano Sumnal – Ein Roma-Verein aus Leipzig stellt sich vor

Wie leben Roma in Zeiten von Pegida und Legida in Sachsen? In welchen Bereichen engagieren sie sich? Der Verein Romano Sumnal setzt sich auf politischer und kultureller Ebene für die Belange der Roma in Leipzig, Sachsen und darüber hinaus ein.

Mittwoch, 1. März 2017, 19 Uhr, DokuZ Sinti und Roma Berlin, Prinzenstraße 84.2., Berlin

https://allevents.in/berlin/romano-sumnal-ein-roma-verein-aus-leipzig-stellt-sich-vor/1765227740472001

Antiziganismus – erkennen, benennen, begegnen. Fortbildung für Pädagog/-innen

Die Fortbildung wendet sich an Multiplikator/-innen der politischen Bildung mit dem Ziel, für Antiziganismus zu sensibilisieren und die Methodenkompetenz für die pädagogische Arbeit mit dem Thema zu erweitern.

  • Termin: 27.02.2017 – 01.03.2017
  • Lehrende: Dozent & Dozentin: Markus End, Elisa Schmidt | Päd. Mitarbeiterin: Gabriele Wiemeyer
  • In Kooperation mit: Niedersächsisches Kultusministerium
  • Gefördert durch: Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ (EVZ)

http://gsi-bevensen.de/images/com_publication/seminar/2587/flyer_2017-02-27_print.pdf

Das Projekt „Erinnnerung bewahren”. Neue Gedenk- und Informationsorte in der Ukraine an Stätten der Massenerschießungen von Juden und Roma

Dienstag, 21. Februar 2017 19:00 Uhr

Vortrag: Aleksandra Wróblewska und Ray Brandon, Berlin.  Aleksandra Wróblewska, Kulturwissenschaftlerin, ist Koordinatorin des Projekts „Erinnerung bewahren”, das seit April 2016 unter dem Dach der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas durchgeführt und vom Auswärtigen Amt gefördert wird. Ray Brandon, Historiker, ist wissenschaftlicher Mitarbeiter im Projekt „Erinnerung bewahren”. Zu seinen Veröffentlichungen zählt The Shoah in Ukraine: History, Testimony, Memorialization (2008, hg. mit Wendy Lower).

Moderation: Dr. Ulrich Baumann, Berlin, stellvertretender Direktor der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas und Kurator der Ausstellung „Massenerschießungen”.

Topographie des Terrors, Auditorium

Niederkirchnerstraße 8, Berlin-Kreuzberg

http://www.topographie.de/veranstaltungen/veranstaltung/nc/1/nid/das-projekt-erinnerung-bewahren-neue-gedenk-und-informationsorte-in-der-ukraine-an-staetten/y/2017/m/02/d/21/

„Niemand ist ein Zigeuner!“

Der Historiker Prof. Wolfgang Wippermann geht den Vorurteilen auf den Grund und unterscheidet dabei religiöse, soziale, romantisierende und rassistische Motive – Bausteine der Ideologie des „Antiziganismus“. Wippermanns These: Sie dient der Abgrenzung vom vermeintlich Fremden und der Legitimation von Herrschaft. Dabei verletzt sie den europäischen Wertekanon und muss genauso geächtet werden wie der Antisemitismus. „Es wird Zeit, dass Europa begreift: Niemand ist ein Zigeuner!“

Bergische VHS, Allg. und berufl. Weiterbildung, 20.2.17, 19.30-21.00 Uhr, Kursnummer 10-0901w@1176.00 €

Auer Schulstr. 20, 42103 Wuppertal
(Zi. A110)

https://www.bergische-vhs.de/publ/?todo=kursdetails&kurse[0]=85433&allekurse=on&einzeltermine=off&laufendekurse=auch

„Von wegen sicher“: Das Konzept der „sicheren Herkunftsstaaten“ in der Kritik

Über die Lebensrealität von Roma in Südosteuropa
Do, 16.02.2017, 19:30 Uhr, W3 – Werkstatt für internationale Kultur und Politik e.V., Nernstweg 32 – 34, 22765 Hamburg
Diskussion
Veranstaltung mit Übersetzung
Mit Tamara Baković-Jadžić (Forum Roma Srbije/Levi Samit Srbije, Medienportal Mašina) und Kenan Emini (Initiative alle bleiben)

Tresen gegen Antiromaismus im Februar: Dresden, Belgrad, Skopje – Eine Reise in die „sicheren Herkunftsländer“

Am Mittwoch, den 8. Februar um 20 Uhr startet das neue Veranstaltungsformat der Gruppe Gegen Antiromaismus:

Clemens Leu und Jörg Eichler, Mitarbeiter des Sächsischen Flüchtlingsrates, besuchten im November im Rahmen einer zehntägigen Recherchereise Siedlungen von Rom*nja in den Balkanländern. Dort sprachen sie mit Menschen, die aus Deutschland in ihre sogenannten „sicheren Herkunftsländer“ abgeschoben wurden: nach Serbien, Kosovo und Mazedonien.

Mittwoch, 8. Februar ab 20 Uhr, kosmotique, Martin-Luther-Str. 13, Dresden

Ausstellung zum Antiziganismus an der Bundespräsident-Theodor-Heuss-Schule in Homberg

Die Ausstellung ist im Foyer/Vestibül des Altbaus der BTHS vom 17. Januar bis zum 8. Februar 2017 zu den normalen Öffnungszeiten der Schule der interessierten Öffentlichkeit jederzeit zugänglich. Andere Schulen sind herzlich dazu eingeladen, die Ausstellung zu besuchen. Führungen von Mitgliedern der AG „SoR“ werden auf telefonische Anfrage, (05681) 99480, oder nach Absprache per E-Mail (poststelle@gym.homberg.schulverwaltung.hessen.de) gerne angeboten. (Thomas Schattner)

http://www.seknews.de/tag/ausstellung-zur-geschichte-des-antiziganismus/

„Unterschiede, die [auch in HD] einen Unterschied machen“

Vom 7. Februar bis zum 2. April 2017 zeigt das Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma in enger Zusammenarbeit mit dem Heidelberger Antidiskriminierungsprojek Hd.net-Respekt!, getragen von Mosaik Deutschland e.V., die Ausstellung.

Die Ausstellung wird am 7. Februar 2017 um 19.30 Uhr feierlich eröffnet.

Prof. Dr. Eckart Würzner, Romani Rose, Vorsitzender des Zentralrats Deutscher Sinti und Roma, Ethem Ebrem, Vorstand Mosaik Deutschland e.V. und Daniel Bartel, ADB Sachsen, werden ein Grußwort sprechen. Wir laden alle Interessierten recht herzlich zur Eröffnung ein.

Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma e.V. | Bremeneckgasse 2, Heidelberg

Programmflyer Begleitprogramm Ausstellung Unterschiede

Gedenken an das Bombenattentat in Oberwart

Wir gedenken Amen gondolinel

Durch eine Bombe wurdet ihr aus dem Leben gerissen.

Ihr habt Leere und Trauer hinterlassen.

In unseren Gedanken seid ihr bei uns.

Am 05.02.2017 14.30 h am Mahnmal für die Opfer des Bombenattentates, Am Anger, 7400 Oberwart Burgenland, Österreich

Im Anschluss Begegnungsmöglichkeit im Gasthaus Drobits, Grazerstraße 61, Oberwart.

http://www.romano-centro.org/index.php?option=com_eventlist&view=details&id=318%3Agedenken-an-das-bombenattentat-in-oberwart&lang=de

Genocide against Roma – remember to resist! Ausstellung über die Deportation rumänischer Roma nach Transnistrien 1942-1944

Dienstag, 31. Januar 18:00 – 21:00, Berlin, Mehringhof, Gneisenaustr. 2a, 18 Uhr

Petre Matei, Bukarest (Elie-Wiesel-Institut zur Erforschung des Holocaust in Rumänien): Genozid und Erinnerung in Rumänien 18.15-18.35

Mikhail Tyaglyy, Kiew (Ukrainisches Zentrum für Holocaust-Forschung): Die Ermordung von Roma in der deutsch besetzten Ukraine

18.35-18.55 Filmvorführung

18.55 – 19.25 Teilnehmer der Projektreise

19.40 Umzug ins Rathaus Kreuzberg

20.00 Vernissage der Ausstellung im Rathaus Kreuzberg

https://www.facebook.com/events/787390611415250/?ti=cl

 

 

Gedenkstunde für die im Nationalsozialismus ermordeten Sinti und Roma Europas

Anlässlich des Gedenktages an die Opfer des Nationalsozialismus laden wir herzlich dazu ein, gemeinsam mit uns der verfolgten und ermordeten Sinti und Roma zu gedenken.

27.01.2017, 10:30 – 11:00 Uhr

Veranstaltungsort Denkmal für die im Nationalsozialismus ermordeten Sinti und Roma Europas

Simsonsweg, 10557 Berlin

Es sprechen

  • Claudia Roth (Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages)
  • Oswald Marschall (stellv Vorsitzender des Dokumentations- und Kulturzentrums Deutscher Sinti und Roma)
  • André Raatzsch (Leiter Referat Dokumentation).

Es besteht die Möglichkeit, Blumen niederzulegen.

http://zentralrat.sintiundroma.de/veranstaltungen/gedenkstunde-fuer-die-im-nationalsozialismus-ermordeten-sinti-und-roma-europas

Der politische Salon – Aufarbeitung des Völkermordes an den Sinti und Roma in der BRD und DDR

Deutungsmuster der Erinnerungskultur vor und nach der Wende

27.01.2017, 18.00 bis 21.00 Uhr , Aufbau Haus, am Moritzplatz, Prinzenstr. 85, 10969 Berlin /

  • Moderation: Shelly Kupferberg
  • Vortrag: Dr. Jane Schuch (HU Berlin)
  • Diskutanten/-innen: Prof. Dr. Günter Morsch (Gedenkstätte Sachsenhausen), August Weiß, Dr. Anette Leo (Historikerin Berlin), Petra Pau (MdB, Vizepräsidentin des deutschen Bundestages)
  • Anmeldung: Melden sich bitte online an.
  • Ansprechperson: Thomas Gill, E-Mail, Telefon (030) 90227 4961

https://www.berlin.de/politische-bildung/veranstaltungen/der-politische-salon-aufarbeitung-des-voelkermordes-an-den-sinti-und-roma-in-der-brd-und-ddr-deutungsmuster-der-erinnerungskultur-vor-und-nach-der-wende-548253.php

Szenische Lesung – „Ich hab’ immer Angst g’habt.“

NS Dokumentationszentrum München
10 Uhr (für Schulklassen geeignet)
Mit der nationalsozialistischen Herrschaft begann die staatlich organisierte Verfolgung und Ermordung der Sinti und Roma. Unter den etwa 500.000 Opfern waren auch ungefähr 200 Sinti und Roma aus München. Bis heute ist dieses Verbrechen kaum in der öffentlichen Wahrnehmung präsent. Auch in
Schulen wird das Thema zumeist nur am Rande behandelt. Schülerinnen und Schüler des Luisengymnasiums München haben sich intensiv mit dieser Verfolgungsgeschichte auseinandergesetzt, haben Erinnerungen gelesen und ausgewertet. Entstanden ist eine szenische Lesung, die auf eindrückliche Weise die Perspektive der Verfolgten in den Mittelpunkt stellt und die Erinnerung auch an diejenigen bewahrt, von denen oft nicht mehr als der Name geblieben ist. Die Erinnerungstexte werden mit Dokumenten der Täter konfrontiert, aus denen die menschenverachtende rassistische Ideologie
spricht, die zum Völkermord an den Sinti und Roma geführt hatte.
Die Lesung bildet den Abschluss des Begleitprogramms zur Sonderausstellung „Die Verfolgung der Sinti und Roma in München und Bayern 1933–1945“ und findet am 27. Januar zugleich anlässlich des internationalen Holocaust-Gedenktages statt.
Anmeldung unter: veranstaltungen.nsdoku@muenchen.de

Vortrag „Antiziganismus im Fußball und in Fußball-Fankulturen“

Bohème Boulette, Hansaring 26, Münster, 25.01.2017 – 20:00 to 21:30

Pavel Brunßen thematisiert in diesem Vortrag die Fragestellungen, wie Antiziganismus im Kontext Fußball zu beobachten ist und wahrgenommen wird, welche Funktion Antiziganismus in der Gesellschaft innehat und ob es eine Spezifik des Antiziganismus im Kontext Fußball gibt. Im Anschluss an den Vortrag wird es Zeit zur Diskussion geben.

Pavel Brunßen ist Chefredakteur des Transparent Magazins. Seine Arbeitsschwerpunkte sind Diskriminierung und Antidiskriminierung in Fußball-Fankulturen.

https://ms-alternativ.de/event/vortrag-antiziganismus-fußball-fußball-fankulturen

Szenische Lesung – „Ich hab’ immer Angst g’habt.“

NS Dokumentationszentrum München
19 Uhr
Mit der nationalsozialistischen Herrschaft begann die staatlich organisierte Verfolgung und Ermordung der Sinti und Roma. Unter den etwa 500.000 Opfern waren auch ungefähr 200 Sinti und Roma aus München. Bis heute ist dieses Verbrechen kaum in der öffentlichen Wahrnehmung präsent. Auch in
Schulen wird das Thema zumeist nur am Rande behandelt. Schülerinnen und Schüler des Luisengymnasiums München haben sich intensiv mit dieser Verfolgungsgeschichte auseinandergesetzt, haben Erinnerungen gelesen und ausgewertet. Entstanden ist eine szenische Lesung, die auf eindrückliche Weise die Perspektive der Verfolgten in den Mittelpunkt stellt und die Erinnerung auch an diejenigen bewahrt, von denen oft nicht mehr als der Name geblieben ist. Die Erinnerungstexte werden mit Dokumenten der Täter konfrontiert, aus denen die menschenverachtende rassistische Ideologie
spricht, die zum Völkermord an den Sinti und Roma geführt hatte.
Die Lesung bildet den Abschluss des Begleitprogramms zur Sonderausstellung „Die Verfolgung der Sinti und Roma in München und Bayern 1933–1945“ und findet am 27. Januar zugleich anlässlich des internationalen Holocaust-Gedenktages statt.
Anmeldung unter: veranstaltungen.nsdoku@muenchen.de

Kuratorenführung durch die neue Sonderausstellung „Die Verfolgung der Sinti und Roma in München und Bayern 1933–1945“

dienstags, 17.30 Uhr (bis 29. Januar 2017)

Seit dem 8. November bietet das NS-Dokumentationszentrum München jeden Dienstag um 17.30 Uhr eine Kuratorenführung durch die neue Sonderausstellung an. Die Präsentation „Die Verfolgung der Sinti und Roma in München und Bayern 1933–1945“ dokumentiert die Verfolgung der Sinti und Roma von der Kaiserzeit bis in die Gegenwart. Besonderes Augenmerk liegt auf ihrem Schicksal während der NS-Zeit. Die Münchner Opfer werden erstmals umfassend dokumentiert.

http://www.ns-dokuzentrum-muenchen.de/veranstaltungen/details/?tx_ttnews%5Btt_news%5D=100&cHash=fde0df4b4ae2b161fba92c71f65c9ffe

Antiziganismus oder Das Gerücht über die Zigeuner

Zigeunerhass fischt im Trüben. Wer Ressentiments gegenüber Sinti und Roma hegt, kennt seine Feinde nur vom Hörensagen. Der Vor- trag fragt nach dem psychischen Resonanzboden, der dem Antizi- ganismus zugrunde liegt, ohne dabei das Motiv des Hasses auf den Fortschritt außer Acht zu lassen.

Öffentliche Ringvorlesung im Rahmen des Masterstudiengangs »Interdisziplinäre Antisemitismusforschung«

Technische Universität Berlin, Raum H2053Hauptgebäude!, Straße des 17. Juni 135

Dr. Maciejewski

http://www.tu-berlin.de/fileadmin/i65/Veranstaltungen/2016/10/rv2016_plakat_a1_bel-1.pdf

 

Kuratorenführung durch die neue Sonderausstellung „Die Verfolgung der Sinti und Roma in München und Bayern 1933–1945“

dienstags, 17.30 Uhr (bis 29. Januar 2017)

Seit dem 8. November bietet das NS-Dokumentationszentrum München jeden Dienstag um 17.30 Uhr eine Kuratorenführung durch die neue Sonderausstellung an. Die Präsentation „Die Verfolgung der Sinti und Roma in München und Bayern 1933–1945“ dokumentiert die Verfolgung der Sinti und Roma von der Kaiserzeit bis in die Gegenwart. Besonderes Augenmerk liegt auf ihrem Schicksal während der NS-Zeit. Die Münchner Opfer werden erstmals umfassend dokumentiert.

http://www.ns-dokuzentrum-muenchen.de/veranstaltungen/details/?tx_ttnews%5Btt_news%5D=100&cHash=fde0df4b4ae2b161fba92c71f65c9ffe

Der politische Salon – Anerkennung und Teilhabe. Diskriminierung der Roma und Sinti

Die Geschichte der Diskriminierung der Roma und Sinti ist lang, noch immer werden der größten Minderheit in Europa grundlegende Rechte verweigert, ist ihr Alltag von Diskriminierung und verweigerter Anerkennung gekennzeichnet.

Die Veranstaltungsreihe „der politische Salon“ will die verschiedenen Facetten – historische und aktuelle öffentlich zur Diskussion stellen mit der Absicht, die Diskussion um eine gleichberechtigte Teilhabe in allen Lebensbereichen und eine diskriminierungsfreie Anerkennung zu fördern.

Die Auftaktveranstaltung der Reihe setzt sich mit der Tradition des Vorurteils über die Sinti und Roma ebenso auseinander wie mit aktuellen politischen Strategien, gesellschaftliche Anerkennung durchzusetzen.

Nach dem Einlass um 18.00 Uhr sowie einer kurzen Begrüßung um 18.30 Uhr erfolgt ab 18.40 Uhr die Podiumsdiskussion sowie im Anschluss ab ca. 20.30 Uhr ein kleiner Empfang.

Die gesamte Veranstaltungsreihe “der politische Salon” wird in Kooperation mit dem Landesrat der Roma und Sinti, RomnoKher Berlin-Brandenburg e.V. geplant und durchgeführt.

 

Moderation:

Jenny Lindner (Mediendienst Integration)

Diskutanten/-innen:

Romeo Franz (Hildegard Lagrenne Stiftung)

Prof. Dr. Wolfgang Benz (TU Berlin)

Elke Breitenbach (Senatorin für Integration, Arbeit und Soziales)

Dotschy Reinhardt (Landesrat Roma und Sinti Berlin-Brandenburg)

Kuratorenführung durch die neue Sonderausstellung „Die Verfolgung der Sinti und Roma in München und Bayern 1933–1945“

dienstags, 17.30 Uhr (bis 29. Januar 2017)

Seit dem 8. November bietet das NS-Dokumentationszentrum München jeden Dienstag um 17.30 Uhr eine Kuratorenführung durch die neue Sonderausstellung an. Die Präsentation „Die Verfolgung der Sinti und Roma in München und Bayern 1933–1945“ dokumentiert die Verfolgung der Sinti und Roma von der Kaiserzeit bis in die Gegenwart. Besonderes Augenmerk liegt auf ihrem Schicksal während der NS-Zeit. Die Münchner Opfer werden erstmals umfassend dokumentiert.

http://www.ns-dokuzentrum-muenchen.de/veranstaltungen/details/?tx_ttnews%5Btt_news%5D=100&cHash=fde0df4b4ae2b161fba92c71f65c9ffe

Kuratorenführung durch die neue Sonderausstellung „Die Verfolgung der Sinti und Roma in München und Bayern 1933–1945“

dienstags, 17.30 Uhr (bis 29. Januar 2017)

Seit dem 8. November bietet das NS-Dokumentationszentrum München jeden Dienstag um 17.30 Uhr eine Kuratorenführung durch die neue Sonderausstellung an. Die Präsentation „Die Verfolgung der Sinti und Roma in München und Bayern 1933–1945“ dokumentiert die Verfolgung der Sinti und Roma von der Kaiserzeit bis in die Gegenwart. Besonderes Augenmerk liegt auf ihrem Schicksal während der NS-Zeit. Die Münchner Opfer werden erstmals umfassend dokumentiert.

http://www.ns-dokuzentrum-muenchen.de/veranstaltungen/details/?tx_ttnews%5Btt_news%5D=100&cHash=fde0df4b4ae2b161fba92c71f65c9ffe

Kuratorenführung durch die neue Sonderausstellung „Die Verfolgung der Sinti und Roma in München und Bayern 1933–1945“

dienstags, 17.30 Uhr (bis 29. Januar 2017

Seit dem 8. November bietet das NS-Dokumentationszentrum München jeden Dienstag um 17.30 Uhr eine Kuratorenführung durch die neue Sonderausstellung an. Die Präsentation „Die Verfolgung der Sinti und Roma in München und Bayern 1933–1945“ dokumentiert die Verfolgung der Sinti und Roma von der Kaiserzeit bis in die Gegenwart. Besonderes Augenmerk liegt auf ihrem Schicksal während der NS-Zeit. Die Münchner Opfer werden erstmals umfassend dokumentiert.

http://www.ns-dokuzentrum-muenchen.de/veranstaltungen/details/?tx_ttnews%5Btt_news%5D=100&cHash=fde0df4b4ae2b161fba92c71f65c9ffe

Die nationalsozialistische Vernichtungspolitik gegen Roma in der Sowjetunion 1941-1944

In seinem Vortrag präsentiert Martin Holler die Ergebnisse seiner Forschungen in deutschen, russischen und ukrainischen Archiven. Dabei zeigt sich, dass insbesondere in den militärisch verwalteten Gebieten spätestens ab Frühjahr 1942 der Völkermord an den sowjetischen Roma einen systematischen Charakter annahm.

Di 13.12. 19.00 Uhr | NS-Dokumentationszentrum München

 

In der Diskussion über Ausmaß und Systematik der nationalsozialistischen Vernichtungspolitik gegen Sinti und Roma spielt der deutsche Überfall auf die Sowjetunion und die grausame Okkupationspolitik eine Schlüsselrolle. Ungeachtet dessen gab es lange Zeit gerade über das Schicksal der Roma in den besetzten Ostgebieten nur geringe Kenntnisse.

Die Konfrontation deutscher Quellen mit sowjetischen Nachkriegsermittlungen und Zeugenaussagen sowie Dokumenten der Vor-kriegszeit ermöglicht es ferner, die klischeehaften, diskriminierenden Bilder von „umherziehenden Spionen“, „Partisanenhelfern“ und „asozialen Elementen“, welche die Wehrmacht und SS in ihren Berichten über sowjetische „Zigeuner“ zeichneten, kritisch zu diskutieren.

Martin Holler ist Historiker und Autor zahlreicher Beiträge zur Geschichte der Roma in der Sowjetunion, darunter die Monographie „Der nationalsozialistische Völkermord an den Sinti und Roma in der besetzten Sowjetunion (1941–1944)“.

Kuratorenführung durch die neue Sonderausstellung „Die Verfolgung der Sinti und Roma in München und Bayern 1933–1945“

dienstags, 17.30 Uhr (bis 29. Januar 2017)

Seit dem 8. November bietet das NS-Dokumentationszentrum München jeden Dienstag um 17.30 Uhr eine Kuratorenführung durch die neue Sonderausstellung an. Die Präsentation „Die Verfolgung der Sinti und Roma in München und Bayern 1933–1945“ dokumentiert die Verfolgung der Sinti und Roma von der Kaiserzeit bis in die Gegenwart. Besonderes Augenmerk liegt auf ihrem Schicksal während der NS-Zeit. Die Münchner Opfer werden erstmals umfassend dokumentiert.

http://www.ns-dokuzentrum-muenchen.de/veranstaltungen/details/?tx_ttnews%5Btt_news%5D=100&cHash=fde0df4b4ae2b161fba92c71f65c9ffe

Der Umgang Münchens mit Sinti und Roma – Vergangenheit und Gegenwart – Podiumsdiskussion

Im Mittelpunkt der Podiumsdiskussion steht die Lebenssituation der Sinti und Roma in der Bundesrepublik im Allgemeinen und im Besonderen in der Landeshauptstadt München.

Die Madhouse GmbH setzt sich seit 1987 für Sinti und Roma im gesamten Münchner Stadtgebiet ein und organisiert und unterstützt zahlreiche sozio- kulturelle Projekte. Ihr Vorsitzender Alexander Diepold diskutiert gemeinsam mit Uta Horstmann, Sozialarbeiterin der Stadt München und Teilnehmerin am Dachauer Hungerstreik von 1980, über Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft des Umgangs mit Sinti und Roma in München.

Di 6.12. 19.00 Uhr | NS-Dokumentationszentrum München

Verleihung des Hildegard-Lagrenne-Preises an Michail Krausnick

2016 wird der Hildegard-Lagrenne-Preis an Herrn Michail Krausnick verliehen. Michael Krausnick ist Autor und erinnert in seinen Werken an den nationalsozialistischen Völkermord an Sinti und Roma.

Die Preisverleihung erfolgt durch die Stadt Mannheim und den Landesverband deutscher Sinti und Roma Baden-Württemberg

am 6.12.2016 um 19:00 Uhr im RomnoKher B7, 16, 68159 Mannheim.

 

NACHTS, WENN SCHATTEN AUS DUNKLEN ECKEN KOMMEN

Lesung mit Katja Behrens und Gianni Jovanovic
 Eine Kooperation der Edition Faust mit dem Dokumentationszentrum Deutscher Sinti und Roma, der Edition Faust sowie der Galerie Kai Dikhas
 Freitag, den 2. Dezember 2016 um 19 Uhr
im DokuZ Sinti und Roma (Berlin)
Aufbau Haus am Moritzplatz
Prinzenstraße 84 I Aufgang 2
10969 Berlin

Antiziganismuskritische Bildungsarbeit – Einführung

Fortbildung für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der niedersächsischen Erwachsenen- und Weiterbildung

Gegenstand dieses Seminars ist die (selbst-) kritische Auseinandersetzung mit dem Phänomen des Antiziganismus, der Feindschaft gegen Sinti/Sintize und Roma/Romnja. Sinti und Roma wurden nicht erst im Nationalsozialismus entrechtet, verfolgt und vernichtet. Der Antiziganismus kann vielmehr auf eine jahrhundertealte Tradition zurückblicken. Doch die Ausgrenzungsprozesse wirken auch in der Gegenwart fort. Aufgrund der jüngsten Entscheidungen die Westbalkanstaaten zu sicheren Herkunftsstaaten zu erklären, verschärft sich die Situation insbesondere für Roma in Deutschland und Europa erneut.

Das Seminar vermittelt Basiswissen und sensibilisiert grundlegend für Prozesse antiziganistischer Diskriminierung und Ausgrenzung. Die Teilnehmenden diskutieren Ansätze und erproben konkrete Methoden zur Auseinandersetzung mit diesem Vorurteil.

Außerdem erhalten sie Einblicke in das Bildungsprogramm des Projektes KogA „Kompetent gegen Antiziganismus/ Antiromaismus – in Geschichte und Gegenwart“. Das Projekt KogA wird gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Bundesprogramms Demokratie leben!

Leitung: Bernd Grafe-Ulke (Projektleiter des Projektes „Kompetent gegen Antiziganismus/ Antiromaismus – in Geschichte und Gegenwart“ der Stiftung niedersächsische Gedenkstätten), Tobias Neuburger (Wissenschaftlich pädagogischer Mitarbeiter)

Termin/UStd.: Donnerstag, 01.12.2016, 10:30 Uhr – 16:00 Uhr (7 UStd.)

Ort: Hannover

Kosten: 39,00 EUR (V)

Adressatenkreis: Lehrende, Kursleitende, Trainer/-innen, Hauptberufl. Mitarbeiter/-innen

Ansprechpartner/-in für diese Veranstaltung:
Agentur für Erwachsenen- und Weiterbildung:
– Erik Weckel, Fon: 0511 300330-65 E-Mail: weckel@aewb-nds.de (Inhalte)
– Julia Wattenbach, Fon: 0511 300330-41 E-Mail: wattenbach@aewb-nds.de (Organisation)

Die Münchner Sinti-Familie Höllenreiner, Zeitzeugengespräch

Hermann Mano Höllenreiner im Gespräch mit Anja Tuckermann von seiner Zeit im Nationalsozialismus und der Zeit danach.

Die Autorin Anja Tuckermann hat auf Grundlage von Mano Höllenreiners Erzählungen das Buch „Mano – Der Junge, der nicht wusste, wo er war“ verfasst, das mit der Befreiung im April 1945 einsetzt.

Peter Poth (OStR am Regental Gymnasium in Nittenau) hält eine Einführung über die Großfamilie Höllenreiner in Bayern. Anschließend berichtet Hermann Mano Höllenreiner im Gespräch mit Anja Tuckermann von seiner Zeit im Nationalsozialismus und der Zeit danach.

Mi 30.11., 19.00 Uhr | NS-Dokumentationszentrum München

http://www.muenchen-online.de/Events/235338/Die_Muenchner_SintiFamilie_Hoellenreiner.html

„Von wegen sichere Herkunft“

Vortrag von Tamara Baković-Jadžić (Forum Roma Srbije) im Rahmen des Veranstaltungstages: Zwischen Aufrüstung und Border Struggles | Alternativen zum Europäischen Grenzregime  

SA | 26.11.2016 | 10.00-18.00 BAHNHOF LANGENDREER | BOCHUM

http://bahnhof-langendreer.de/medien/medienbahnhof/Politik/November%202016/Flyer_Alternativen%20zum%20Grenzregime.pdf

Film und Diskussion zur Bürgerrechtsarbeit des Verbands Deutscher Sinti und Roma – Hessen

Die Veranstaltung ist ein Projekt der „Partnerschaft für Demokratie“ Darmstadt und wird gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“.

Donnerstag, 24. November 2016, von 18.30 bis 20.30 Uhr im Justus-Liebig-Haus in Darmstadt, Große Bachstraße 2, Foyer (1. OG), 64283 Darmstadt

www.sinti-roma-hessen.de

Antiziganismus im Fußball und in Fußball-Fankulturen

Unter dem Motto „Zwischen Gleichgültigkeit und Verachtung, Antiziganismus im Fußball und in Fußball-Fankulturen.“ findet im Ostkurvensaal des Weser-Stadions ein Themenabend statt. Veranstaltet wird das ganze vom Fan-Projekt, der Heinrich Böll Stiftung und Pavel Brunßen, den man nicht nur aus der Bremer Kurve, sondern auch als Chefredakteur des Transparent Magazins kennt. Wer also unter der Woche in Bremen ist: hin da!

Ort: Fan-Projekt Bremen, Ostkurvensaal

Zeit: Do. 24.11.16, 19-21 Uhr

Weitere Infos findet ihr in der Facebook-Veranstaltung zum Themenabend

 

Antiziganismus in der deutschen Öffentlichkeit. Strategien und Mechanismen medialer Kommunikation

In den letzten Jahren wurde in den deutschen Medien, in Politik und Öffentlichkeit eine gesellschaftliche Debatte über die Folgen einer sogenannten „Armutszuwanderung“ ausgefochten, die zahlreiche antiziganistische Elemente aufweist.

Markus End setzt sich in seinem Vortrag kritisch mit dieser Debatte um die „Armutseinwanderung“ auseinander.

Einen besonderen Schwerpunkt stellt dabei die mediale Berichterstattung dar. Anhand verschiedener Beispiele wird die Konstruktion des Narrativs „Armutszuwanderung“ nachvollzogen und kritisiert, um zum Schluss auf die politischen Konsequenzen und möglichen Gefahren der Debatte einzugehen.

 
Vortrag am 22.11., 19.00 Uhr | NS-Dokumentationszentrum München

http://www.kalinka-m.org/events/antiziganismus-in-der-deutschen-oeffentlichkeit-strategien-und-mechanismen-medialer-kommunikation/

Frei Sein! Vernissage im DokuZ Sinti und Roma (Berlin)

Kooperation des Künstlerbundes Rhein-Neckar e.V. mit der Galerie Kai Dikhas, Berlin und dem Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma, Heidelberg & Berlin, 22.11., Di 19:00 – 21:00

http://www.aufbauhaus.de/veranstaltungen/frei-sein

Die Bürgerrechtsbewegung der Sinti und Roma in Europa: Der lange Kampf um Anerkennung

Die Gleichbehandlung und soziale Eingliederung der Roma steht auf der Agenda der EU- Institutionen seit der EU-Erweiterung 2004. Obwohl Roma weiterhin Tag für Tag diskriminiert werden und der Antiziganismus sich in Europa weiter ausbreitet, ist nicht zu leugnen, dass auf EU- und nationaler Ebene Programme zur sozialen Eingliederung benachteiligter Sinti und Roma implementiert werden, auch wenn sie nicht erfolgreich sind.

Die Gleichbehandlung und soziale Eingliederung der Roma steht auf der Agenda der EU- Institutionen seit der EU-Erweiterung 2004. Obwohl Roma weiterhin Tag für Tag diskriminiert werden und der Antiziganismus sich in Europa weiter ausbreitet, ist nicht zu leugnen, dass auf EU- und nationaler Ebene Programme zur sozialen Eingliederung benachteiligter Sinti und Roma implementiert werden, auch wenn sie nicht erfolgreich sind. Dies ist Ergebnis eines langjährigen Kampfes der Sinti- und Roma-Bewegung auf europäischer Ebene. Parallel zu den nationalen Bürgerrechtsbewegungen der Sinti und Roma ist die europäische Bürgerrechtsbewegung der Sinti und Roma seit den 1970er Jahren stärker geworden. Sinti und Roma haben weder auf EU- noch auf nationaler Ebene etwas geschenkt bekommen. Sie haben sich Rechte und Anerkennung hart erkämpft. Dieser Kampf ist nicht zu Ende gegangen, sondern muss fortgesetzt werden.

Mit dieser Veranstaltung wollen wir diskutieren, welche Lehren aus der europäischen Bürgerrechtsbewegung für die weitere Stärkung der gegenwärtigen Sinti- und Roma- Bewegung in Deutschland zu ziehen sind.

Referent: Dr. Hristo Kyuchukov (Sprachwissenschaftler und Roma-Aktivist)

Ort: Amaro Foro e.V., Weichselplatz 8, 12045 Berlin

Anmeldungen bitte an: guillermo.ruiz@sozialfabrik.org

Organisiert von: Sozialfabrik e.V. / Amaro Foro e.V.

NS-GENOZID AN DEN ROMA IN DER WEIBLICHEN ERINNERUNG

Gespräch mit Dr. Joanna Talewicz-Kwiatkowska, Stiftung „Dialog Pheniben“, Krakau, Polen, Dr. Natalja Zinevych, Mychajlo Hruschewskyj Institut für ukrainische Archäographie und Quellenstudien der Akademie der Wissenschaften, Kiew, Ukraine, Dotschy Reinhardt, Vorsitzende des Landesrates der Roma und Sinti – Romnokher Berlin Brandenburg e. V., Dr. des. Sonja Begalke, Stiftung EVZ (Moderation)

http://www.stiftung-evz.de/service/termine/2016/podiumsgespraech-ns-genozid-an-den-roma-in-der-weiblichen-erinnerung.html

Dienstag, 22. November 2016, 19 Uhr, Stiftung EVZ, Lindenstraße 20-25, 10969 Berlin

„Von wegen sicher“. Das Konzept der „sicheren Herkunftsstaaten“ in der Kritik

Zur Menschenrechtssituation in den vermeintlich sicheren Herkunftsstaaten auf dem Balkan. Eine Veranstaltung des Rosa-Luxemburg-Stiftung, RomnoKher und Flüchtlingsrat Baden-Württemberg.

Mit Tamara Baković-Jadžić (Forum Roma Srbije/Levi Samit Srbije), Jovica Arvanitelli (Landesverband Baden Württemberg Deutscher Sinti und Roma), Seán McGinley (Geschäftsführer Flüchtlingsrat Baden-Württemberg)

Datum: 22.11.2016, 19:00 – 21:00 Uhr

Veranstaltungsort: Kulturhaus RomnoKher

B7 16, 68159 Mannheim

Benefizabend

Bei diesem Benefizabend wird um eine Spende gebeten für ein Stipendium, das alle zwei Jahre am 23. März, dem Gedenktag an die Deportation der Marburger Sinti, dem Kind einer Marburger Sinti-Familie für die Dauer von zwei Jahren verliehen wird.
Diese Bildungsförderung soll jeweils zur Hälfte von der Stadt und den Marburger Bürgern und Bürgerinnen getragen werden.

Vortrag von Wilhelm Solms über Erzählkunst und Dichtkunst der Sinti und Roma

Musikalische Umrahmung durch das bekannte Sinti-Duo Sunny Franz (Violine) und Aaron Weiß (Klavier)

Ort: Historischer Saal des Marburger Rathauses
16. November 2016, 18 Uhr

Spenden auf das Konto der Gesellschaft für Antiziganismusforschung e.V.
Sparkasse Marburg-Biedenkopf
IBAN DE 45 5335 0000 0000 1051 80
BIC HELADEF1MAR
Kennwort: Stipendium

ZIGEUNERSTÜCK. Sinti und Roma-Kinder proben den Auf…tritt

Am Anfang stand der kühne Plan von Sabine Böhlau und Alexander Adler: Münchner Sinti- und Roma-Kindern eine Bühne geben. Dass diese Bühne schließlich in den Münchner Kammerspielen gefunden wurde, hätte niemand zu träumen gewagt.

Der Film ZIGEUNERSTÜCK erzählt in knappen 30 Minuten von einer achtmonatigen Abenteuerreise, deren Ausgang bis zum Tag der Premiere in den Kammerspielen völlig offen war. Manche der Kinder sahen da zum ersten Mal ein Theater von innen – und das gleich aus Bühnenperspektive!

Film und Diskussion mit ImpRoma am Mi 16.11. 19.00 Uhr | NS-Dokumentationszentrum München

https://www.facebook.com/events/948945055125687/

Zurück im Teufelskreis – Zur Menschenrechtssituation von Roma in Europa

In seinem Vortrag befasst sich Herbert Heuß mit der aktuellen Situation der Roma in einigen der sogenannten „sicheren Herkunftsländern“ sowie in weiteren Ländern Westeuropas. Außerdem diskutiert er mögliche Perspektiven für die Zukunft.

Angesichts der europaweiten Flüchtlingssituation und einer massiven Zunahme von fremdenfeindlicher Gewalt in Deutschland wird die Lage von Roma in Südosteuropa und insbesondere auf dem Balkan vorwiegend unter Aspekten einer sogenannten „Armutsmigration“ und, noch immer, einer
vorgeblichen Einwanderung in die deutschen Sozialsysteme diskutiert. In der Folge kam es immer wieder zu rechtsextrem motivierten Angriffen, zunehmend auch auf Roma, wie zum Beispiel in Halle/Saale, wo die Mobile Opferberatung einen enormen Anstieg verzeichnet. Vor allem die Angriffe auf Roma werden dort als ein „relativ neues Phänomen“ wahrgenommen.

Aber ist dieses Phänomen wirklich so neu? Wer sich an die
Ausschreitungen von Rostock-Lichtenhagen 1992 erinnert, wo die katastrophale Unterbringung von Flüchtlingen aus Rumänien den Anlass für pogromartige Ausschreitungen bot, wird Parallelen erkennen können.
Do 10.11., 19.00 Uhr | NS-Dokumentationszentrum München

http://www.muenchen-online.de/Events/235331/Zurueck_im_Teufelskreis__Zur_Menschenrechtssituation_von_Roma_in_Europa.html

„Wann, wenn nicht jetzt?“

Die Tagung richtet sich an Engagierte aus allen Feldern der Gesellschaft. Aus unterschiedlichen Perspektiven werden Ansätze, Projekte und Studien vorgestellt, die eine nachholende Gerechtigkeit für Roma und Sinti im Bildungsbereich fokussieren.

Nachholende Gerechtigkeit für Sinti und Roma im Bildungsbereich

Wann: Donnerstag, 3. November 2016, 9:30 Uhr – 17:30 Uhr
Wo: Werkstatt der Kulturen, Wissmannstr. 32, 12049 Berlin

Das Programm und die Anmeldemodalitäten finden Sie hier: http://raa-berlin.de/programm-3-november-2016/

Diese Tagung wird gefördert durch die Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ (EVZ) und die Freudenberg Stiftung.

Kurzbeschreibung: 
Bildungsgerechtigkeit kann nicht ohne Engagierte aus Schule und Bildungsverwaltung, Politik, Wissenschaft und NGOs gelingen.
Genau dies veranlasste die Stiftung EVZ 2013, den „Bundesweiten Arbeitskreis zur Verbesserung der Bildungsbeteiligung und des Bildungserfolgs von Sinti und Roma in Deutschland“ zu gründen.
Diese Tagung greift die Empfehlungen auf, die vom Arbeitskreis unter dem Titel „Gemeinsam für eine bessere Bildung: Empfehlungen zur gleichberechtigten Teilhabe von Sinti und Roma in Deutschland“ veröffentlicht wurden.

 

Ras­sis­tis­che Kon­stel­la­tio­nen – Die Sit­u­a­tion der “Balka­n­flüchtlinge” in Deutsch­land und ihren Herkun­ftsstaaten

mit Djevdet Berisa (Romane Aglonipe e.V.) und Wol­fram Sten­der (Hochschule Han­nover)
01. Juli, 19.00, ZHG 001

Der Vortrag ist Teil einer Ver­anstal­tungsreihe zur Rolle antiro­mais­tis­cher Ressen­ti­ments in Poli­tik und Gesellschaft.

Weitere Informationen unter:

http://www.inventati.org/blgoe/index.php/arbeitskreise/ak-antira/161-veranstaltungsreihe-zur-rolle-antiromaistischer-ressentiments-in-politik-und-gesellschaft

Frühjahrstreffen der GfA

Das Frühjahrstreffen der GfA dient dem Austausch der Mitglieder und der Diskussion aktueller Fragen.

Das genaue Programm wird in Kürze  festgelegt.

In­ter­na­tio­nal con­fe­rence: „The Po­li­tics of Se­cu­ri­ty. Un­der­stan­ding and Chal­len­ging the Se­cu­ri­tiza­t­i­on of Eu­ro­pe’s Roma“

Wednesday – Friday // June 1-3, 2016

Justus-Liebig-Universität Gießen, Hauptgebäude
Ludwigstraße 23 in 35390 Gießen

We would like to announce the international and interdisciplinary conference „The Politics of Security: Understanding and Challenging the Securitization of Europe’s Roma“, which will take place at the Justus Liebig University of Giessen in Giessen, Germany at June 1-3, 2016.

The conference „The Politics of Security: Understanding and Challenging the Securitization of Europe’s Roma“ aims at reflecting on the practices, discourses and mechanisms through which and the consequences of how, in post-1989 Europe, the Roma have increasingly been problematized in terms of security. We will discuss and address this central question in four closely related contexts, corresponding to the main four panels of the conference: security and visuality; security and mobility; security and development, and security and marketization.

For those who are interested in the event, please have a look at the attachment, which will inform you about the rationale and program of the conference.

Huub van Baar, Ana Ivasiuc, Regina Kreide (Teilprojekt A07)

Wednesday June 1, 2016

Venue: Hauptgebäude, Ludwigstrasse 23, Seminarraum 316

14:00 // Registration, coffee & tea

14:30 // Welcome

14:45 // SECURITY AND VISUALITY

Chair: Huub van Baar (University of Giessen)

„Security, visuality and practices of encampment: Romani histories of the city“

Ethel Brooks (Rutgers University, New Brunswick, NJ)

„Antigypsyism in German police press releases“

Markus End (Independent scholar & Gesellschaft für Antiziganismusforschung, Marburg)

„Sharing the insecure sensible: the circulation of images of Roma on social media“

Ana Ivasiuc (University of Giessen)

Discussant: Greta Olson (University of Giessen) tbc

17:00 // coffee & tea break

17:30 // ROUNDTABLE | REFRAMING: SINTI AND ROMA IN ART, CULTURE AND SOCIETY

Chair: Regina Kreide (University of Giessen)

Dotschy Reinhardt (singer, writer)
Moritz Pankok (director of Gallery Kai Dikhas, Berlin)
Kenan Emini (Roma Center Göttingen, Network Alle bleiben)

Thursday June 2, 2016

Venue: Hauptgebäude, Ludwigstrasse 23, Senatssaal

10:00 // SECURITY AND MOBILITY

Chair: Ana Ivasiuc (University of Giessen)

“The securitization of Roma mobilities and the re-bordering of Europe”

Nicholas De Genova (King’s College London)

“Synchronizing states and disruptive mobilities: Searching for legible subjects, producing everyday insecurities between Slovakia and Great Britain”

Jan Grill (University of Manchester/ Universidad del Valle)

“The interference between securitization policies and the practices of Roma migrants in precarious situation in France”

Olivier Legros & Marion Lièvre (University of Tours)

Discussant: Zsuzsanna Vidra (Central European University Budapest)

12:15 // lunch break

14:00 // SECURITY AND DEVELOPMENT

Chair: Regina Kreide (University of Giessen)

“Structural oppression of Roma and the development industry”

Angéla Kóczé (Wake Forest University, Winston Salem, NC)

“Voluntary return of Romani migrants: Humanitarian logic supporting securitization technologies in Spain”

Ioana Vrabiescu (Roma Initiative Office Fellowship, Foundation Open Society Institute)

“From ‘lagging behind’ to ‘being beneath’? The de-developmentalization of time and social order in contemporary Europe”

Huub van Baar (University of Giessen)

Discussant: Ulderico Daniele (Rome Tre University)

16:15 // coffee & tea break

17:00 // CONTAINER 158 – A documentary by Stefano Liberti & Enrico Parenti

Chair: Ana Ivasiuc (University of Giessen)

Discussion with Emil Julien Costache (former Roma mediator in Rome, Italy)

Friday June 3, 2016

Venue: Hauptgebäude, Ludwigstrasse 23, Senatssaal

09:45 // SECURITY AND MARKETIZATION

Chair: Huub van Baar (University of Giessen)

„Security + capital = ?“

Mark Neocleous (Brunel University London)

„Roma popular culture in an age of securitization: a move from ‚other‘ to ‚enemy'“

Annabel Tremlett (University of Portsmouth)

„The space and crime continuum: Security and gentrification in the case of the Roma people of Cluj, Romania“

Manuel Mireanu (autonomous researcher, Romania)

Discussant: Ryan Powell (Sheffield Hallam University)

12:00 // coffee & tea break // end of conference

Miss­gunst und Feind­seligkeit: Antizigan­is­mus in der Nachkriegszeit

mit Anja Reuss
01. Juni, 19 Uhr im Buch­laden Rote Straße (Niko­laikirch­hof 7)

Der Vortrag ist Teil einer Ver­anstal­tungsreihe zur Rolle antiro­mais­tis­cher Ressen­ti­ments in Poli­tik und Gesellschaft.

Weitere Informationen unter:

http://www.inventati.org/blgoe/index.php/arbeitskreise/ak-antira/161-veranstaltungsreihe-zur-rolle-antiromaistischer-ressentiments-in-politik-und-gesellschaft

Tagung zum politischen Antiziganismus – Stimmungsmache gegen Rom_nja – Das Beispiel Duisburg. Strategien und Konzepte gegen Antiziganismus

Duisburg inszeniert sich als Problemstadt statt als Ankunftsstadt. Oberbürgermeister Sören Link äußerte im Herbst 2015: „Ich hätte gerne das Doppelte an Syrern, wenn ich dafür ein paar Osteuropäer abgeben könnte.“ Link ließ zwar offen, wer mit der Bezeichnung „Osteuropäer“ gemeint war. Durch den vorangegangenen Mediendiskurs war die Duisburger Öffentlichkeit aber so geprägt, dass nur „Roma aus den Balkanländern“ verstanden werden konnte. Die Ressentiments gegen in Duisburg lebende Roma sind stärker als die gegen jede andere Bevölkerungsgruppe. Sie werden behandelt als Menschen dritter Klasse. Ausgrenzung, Diskriminierung und Ausbeutung prägen ihren Alltag. Vermieter_innen, Arbeitgeber_innen, Behörden, Medien und Polizei reaktualisieren und verstärken die jahrhundertealten Stereotype und Vorurteile. Die Stimmungsmache gegen Roma radikalisiert den ohnehin schon weit verbreiteten Alltagsrassismus in beträchtlichen Teilen der Duisburger Bevölkerung. Die extreme Rechte ist Nutznießerin dieser Entwicklung und trägt ihren Teil dazu bei, die Lage zuzuspitzen. Doch was kann das „Andere Duisburg“, das es ja zweifellos auch gibt, tun, um dieser Entwicklung entgegenzuwirken? Dieser Frage wollen wir im Rahmen unserer Tagung nachgehen. Programm 11:00 Grußwort von Wilhelm Solms (GfA) 11:20 Martin Dietzsch, Alexandra Graevskaia (DISS): Vorstellung der Ergebnisse der Broschüre „Stimmungsmache“ und neuer Entwicklungen in Duisburg seit ihrem Erscheinen 12:00 Zakaria Rahmani (DISS): Die Migration aus Osteuropa in regionalen und lokalen Medien 13:00 Mittagspause 14:00 Elizabeta Jonuz (GfA): Was die Städte eigentlich machen müssten. Kritik und Alternativen zu den Handlungskonzepten der Städte in Bezug auf Einwanderung aus Südosteuropa 14:40 Ismail Küpeli (freier Journalist): Antirassismus und die Linke 15:20 Ismeta Stojkovic: Wie können Selbstorganisationen, Zivilgesellschaft und Wissenschaft zusammen gegen Antiziganismus agieren? 16:00 Kaffeepause 16:30 Podiumsdiskussion: Strategien und Konzepte gegen Antiziganismus mit: Tülin Kabis-Staubach (Planerladen Dortmund) N.N. (ARIC NRW) Ismeta Stojkovic (Terno Drom) 18:00 Ende der Veranstaltung Leitung: Alexandra Graevskaia(DISS) und Elizabeta Jonuz (GfA) Moderation: Udo Engbring-Romang (GfA) Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtenden Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen. (§ 6 VersammlG) Die Tagung wurde ausgerichtet von: Duisburger Institut für Sprach- und Sozialforschung Gesellschaft für Antiziganismusforschung Rosa Luxemburg Stiftung NRW Terno DromOberbürgermeister Sören Link äußerte im Herbst 2015: „Ich hätte gerne
das Doppelte an Syrern, wenn ich dafür ein paar Osteuropäer abgeben könnte.“

Link ließ zwar offen, wer mit der Bezeichnung „Osteuropäer“ gemeint war.
Durch den vorangegangenen Mediendiskurs war die Duisburger
Öffentlichkeit aber so geprägt, dass nur „Roma aus den Balkanländern“
verstanden werden konnte.

Die Ressentiments gegen in Duisburg lebende Roma sind stärker als die
gegen jede andere Bevölkerungsgruppe. Sie werden behandelt als Menschen
dritter Klasse. Ausgrenzung, Diskriminierung und Ausbeutung prägen ihren
Alltag. Vermieter_innen, Arbeitgeber_innen, Behörden, Medien und Polizei
reaktualisieren und verstärken die jahrhundertealten Stereotype und
Vorurteile. Die Stimmungsmache gegen Roma radikalisiert den ohnehin
schon weit verbreiteten Alltagsrassismus in beträchtlichen Teilen der
Duisburger Bevölkerung. Die extreme Rechte ist Nutznießerin dieser
Entwicklung und trägt ihren Teil dazu bei, die Lage zuzuspitzen.

Doch was kann das „Andere Duisburg“, das es ja zweifellos auch gibt,
tun, um dieser Entwicklung entgegenzuwirken?

Dieser Frage wollen wir im Rahmen unserer Tagung nachgehen.

Programm

11:00 Grußwort von Wilhelm Solms (GfA)

11:20 Martin Dietzsch, Alexandra Graevskaia (DISS):
Vorstellung der Ergebnisse der Broschüre „Stimmungsmache“ und neuer
Entwicklungen in Duisburg seit ihrem Erscheinen

12:00 Zakaria Rahmani (DISS):
Die Migration aus Osteuropa in regionalen und lokalen Medien

13:00 Mittagspause

14:00 Elizabeta Jonuz (GfA):
Was die Städte eigentlich machen müssten. Kritik und Alternativen zu den
Handlungskonzepten der Städte in Bezug auf Einwanderung aus Südosteuropa

14:40 Ismail Küpeli (freier Journalist):
Antirassismus und die Linke

15:20 Ismeta Stojkovic: Wie können Selbstorganisationen,
Zivilgesellschaft und Wissenschaft zusammen gegen Antiziganismus agieren?

16:00 Kaffeepause

16:30 Podiumsdiskussion: Strategien
und Konzepte gegen Antiziganismus mit:
Tülin Kabis-Staubach (Planerladen Dortmund)
N.N. (ARIC NRW)
Ismeta Stojkovic (Terno Drom)

18:00 Ende der Veranstaltung

Leitung: Alexandra Graevskaia(DISS) und Elizabeta
Jonuz (GfA)

Moderation: Udo Engbring-Romang (GfA)

Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu
machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen
angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der
Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder
sonstige menschenverachtenden Äußerungen in Erscheinung getreten sind,
den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser
auszuschließen. (§ 6 VersammlG)

Die Tagung wurde ausgerichtet von:

Duisburger Institut für Sprach- und Sozialforschung
Gesellschaft für Antiziganismusforschung
Rosa Luxemburg Stiftung NRW
Terno Drom

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